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Do, 29. Februar 2024, 17:18 Uhr

Airbus SE

WKN: 938914 / ISIN: NL0000235190

Airbus: Der Konzern will europäische Staaten um Finanzhilfe bitten - Aktienanalyse


05.12.23 10:43
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Airbus-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Laut Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" bleibt die Aktie der Airbus SE (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, NASDAQ OTC-Symbol: EADSF) ein Kauf.

Bei Airbus laufe es derzeit absolut rund. Um auch in Zukunft stark positioniert zu bleiben, wolle der DAX-Konzern für die Entwicklung seines nächsten Mittelstreckenjets möglicherweise erneut die europäischen Staaten um Finanzhilfe bitten. Man könnte die Unterstützung der Regierungen benötigen, habe Airbus-Chef Guillaume Faury der "Financial Times" gesagt.

Der weltgrößte Flugzeughersteller wolle im nächsten Jahrzehnt eine neue Generation von Mittelstreckenjets mit geringerem Spritverbrauch an den Start bringen, die die stark gefragte Modellfamilie A320neo ablösen solle. Zudem wolle Airbus bis 2035 einen kleineren Passagierjet mit Wasserstoffantrieb entwickeln.

Die Entwicklung der neuen Flugzeugtypen dürfte Airbus nach früheren Aussagen jeweils einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag kosten. Laut Faury stehe Airbus zwar finanziell gut genug da, um beide Vorhaben aus eigener Kraft zu stemmen. So habe der Konzern zuletzt auf einem Auftragsbestand über rund 8000 Passagier- und Frachtjets gesessen. Dennoch denke Faury darüber nach, wie die Regierungen die Entwicklung unterstützen könnten - um die Dekarbonisierung des Luftverkehrs zu ermöglichen.

Der Manager habe sich in der "Financial Times" für das frühere Modell von Anschubfinanzierungen ausgesprochen, mit denen europäische Staaten die Entwicklung neuer Flugzeugtypen gefördert hätten. Diese Gelder habe der Konzern beim Erreichen bestimmter Bestellmengen zurückzahlen müssen. Allerdings hätten staatliche Hilfen für Airbus und seinen US-Konkurrenten Boeing einen heftigen Streit zwischen der Europäischen Union und den USA ausgelöst, der fast zwei Jahrzehnte gedauert habe. Erst im Jahr 2021 hätten beide Seiten den Konflikt beigelegt.

Derzeit würden Airbus und Boeing an Technologien wie neuartigen Tragflächen arbeiten, die die CO2-Emissionen künftiger Flugzeugtypen deutlich senken sollten. Dabei würden sie bereits von staatlicher Unterstützung profitieren.

Airbus wolle die Entwicklung seiner beiden neuen Flugzeugtypen voraussichtlich noch vor 2030 offiziell anschieben. Während das Wasserstoff-Flugzeug emissionsfrei fliegen solle, habe Faury für den neuen Mittelstreckenjet eine Treibstoffersparnis von 20 bis 25 Prozent im Vergleich zur A320neo im Auge. Betankt werden solle dieser neue Jet mit nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF), die etwa aus Pflanzenresten oder synthetisch hergestellt würden.

Angesichts der Tatsache, dass Airbus im laufenden Jahr vermutlich einen Nettogewinn von rund vier Milliarden Euro erzielen werde, dürften zahlreiche Politiker Bauchschmerzen bei dem Gedanken bekommen, den Konzern mit Staatskrediten unter die Arme zu greifen. Letztlich dürfte diese Entscheidung für den weiteren Kursverlauf aber vermutlich nicht allzu wichtig werden.

Der Blue Chip, der sich weiterhin in einer charttechnisch glänzenden Verfassung befindet, bleibt ein Kauf (Stopp: 104,00 Euro), so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 05.12.2023)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Airbus-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Airbus-Aktie:
136,28 EUR -0,42% (05.12.2023, 10:36)

XETRA-Aktienkurs Airbus-Aktie:
136,32 EUR -0,55% (05.12.2023, 10:24)

ISIN Airbus-Aktie:
NL0000235190

WKN Airbus-Aktie:
938914

Ticker-Symbol Airbus-Aktie:
AIR

NASDAQ OTC-Symbol Airbus-Aktie:
EADSF

Kurzprofil Airbus SE:

Airbus (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, NASDAQ OTC-Symbol: EADSF) (ehemals EADS) ist ein europäischer Konzern, der aus der Fusion der deutschen DaimlerChrysler Aerospace AG, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen CASA entstanden ist. Die Airbus Group gilt als Europas größtes Luft- und Raumfahrtunternehmen sowie als einer der größten Rüstungskonzerne weltweit. Das Unternehmen ist in der zivilen Luftfahrt, im Bereich der Verteidigungstechnologie, beim Bau von Hubschraubern, in der Raumfahrt, bei der Konstruktion und Fertigung von Transport- und Kampfflugzeugen sowie den dazugehörigen Dienstleistungen tätig. Zur Airbus Group gehören unter anderem der zivile Flugzeugbauer Airbus, der Hubschrauber-Hersteller Eurocopter und das Raumfahrtunternehmen Astrium. (05.12.2023/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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