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Sa, 5. Dezember 2020, 18:59 Uhr

Alternative Geldanlagen im schwierigen Marktumfeld


20.11.20 17:30
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die Nullzinspolitik der Zentralbanken bereitet investitionswilligen Anlegern seit Jahren Kopfzerbrechen. Weder Sparkonten, noch Tages- oder Festgelder werfen derzeit Renditen ab. Auch die Zinsversprechen der Lebensversicherer werden Jahr für Jahr schmäler. Durch die Inflationsrate verliert somit jeder Anleger mit diesen zinslosen oder zinsarmen Investments Jahr für Jahr einen Teil seines Vermögens. Gold als sicherer Hafen ist sicherlich eine Option, allerdings aufgrund des derzeit rekordverdächtigen Preisniveaus keine ganz risikolose Angelegenheit. Zudem wirft auch Gold keine Zinsen ab, dafür aber das Problem der Verwahrung auf. Die Preise für Immobilien befinden sich ebenfalls im Höhenflug, sodass es auf dem Markt kaum interessante Objekte gibt, die aus Ertragsgesichtspunkten Sinn ergeben. Darüber hinaus ist nicht jeder zum Vermieter geboren. Somit stehen Millionen von Anleger vor der Frage, wohin mit dem Geld.

Bild: Pixabay

ETFs als langfristige Sparpläne


ETF Sparpläne liegen derzeit hoch im Kurs. Aufgrund der breiten Streuung und der interessanten Kostenstruktur sind die Exchange Traded Funds bei Anlegern so beliebt wie früher das gute alte Sparbuch. Mit einem mittel- oder langfristigen Anlagehorizont und monatlichen Raten hält sich auch das Risiko dieser Sparpläne in Grenzen. Durch das monatliche Sparen wird der sogenannte Cost-Average-Effekt ausgenutzt, was bedeutet, dass bei niedrigen Kursen mehr Anteile erworben werden als bei hohen Kursen, da der monatliche Sparbeitrag ja immer gleich bleibt.

Exotische Anlageformen


Doch Kreditinstitute sind nicht die einzigen Institutionen, die bei der richtigen Geldanlage helfen können. Vermehrt entdecken Anleger derzeit Investitionen in alternativen Anlageformen, die mit höchst interessanten Renditen aufwarten.

- Wein und Whisky: Die Anlage in flüssigem Gold erfreute sich in den letzten Jahren ziemlicher Beliebtheit. Besonders Investments in schottischen Single-Malt-Whisky erwiesen sich als sehr rentabel. Ältere und seltene Sorten konnten dabei mit Traumrenditen glänzen. Dabei ist es nicht einmal nötig, eigene Flaschen zu erwerben. In Hongkong wird ein Investmentfonds verwaltet, der in seltenen und besonders hochwertigen Whisky investiert. Der RW (Rare Whisky) Apex ist ein Index, der die gefragtesten Sorten abbildet. Dieser Index begeisterte in den letzten 18 Jahren mit einer Rendite von 500 %. Auch besondere Weine aus dem Bordeaux eignen sich als Geldanlage. Sofern die richtigen Flaschen erworben werden, sind Renditen von 6 bis 7 % pro Jahr realistisch. Die Schwierigkeit liegt darin, dass hier ein sehr spezielles Fachwissen über Wein gefragt ist und auch die entsprechenden Lagermöglichkeiten gegeben sein müssen.

- Legosteine: Nicht nur Kinder lassen sich seit Jahrzehnten von den bunten Steinen begeistern, auch Geldanleger sollten verstärkt ein Auge auf dieses beliebte Spielzeug werfen. Denn die Preise, die Liebhaber für besondere Sammelobjekte bezahlen, liegen ein Vielfaches über dem, was diese seinerzeit gekostet haben. Wichtig ist natürlich die Originalverpackung, die ungeöffnet und gut erhalten sein muss. Entscheidend ist es, auf das richtige Pferd zu setzen, denn es ist vorab natürlich schwer vorauszusagen, welches Lego-Set sich im Nachhinein als Renner erweist. Besonders seltene Objekte mit kurzen Verkaufszyklen eignen sich daher bestens als Spekulationsobjekt.

Fazit:


Exotische Anlageformen können eine interessante Beimischung im Anlagemix sein. Problematisch ist häufig, dass generell ein hohes Fachwissen erforderlich ist und auch ein gewisser Glücksfaktor im Spiel ist. Allerdings ist ein großer Spaßfaktor garantiert, besonders wenn man selbst Liebhaber von interessanten Sammelobjekten ist. (20.11.2020/ac/a/m)