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Di, 12. November 2019, 5:11 Uhr

Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Commerzbank: Banken in der Zwickmühle - Aktienanalyse


02.10.19 14:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse vom Online-Anlegermagazin "Der Aktionär":

Nikolas Kessler von "Der Aktionär" rät weiterhin vom Einstieg in die Commerzbank-Aktie (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ab.

Um die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln, sollten Geschäftsbanken überschüssiges Kapital verstärkt als Kredite ausgeben. Deshalb müssten Banken seit Juni 2014 Strafzinsen bezahlen, wenn sie Geld stattdessen bei der Europäischen Zentralbank bunkern würden. Zuletzt sei der Einlagenzins auf minus 0,5 Prozent gesenkt worden. Das bleibe nicht ohne Folgen.

Um die Strafzinsen der EZB zu umgehen, würden die heimischen Banken immer mehr Geld in ihren Tresoren bunkern. Wie aus Daten der Bundesbank hervorgehe, hätten die deutschen Geldinstitute im Juli Bargeld im Wert von 37,4 Milliarden Euro gehortet. Nach Informationen des "Handelsblatts" entspreche das 40 Prozent mehr als der Durchschnitt des Jahres 2017 und mehr als doppelt so viel wie noch im Jahr 2015.

Die Bundesbank habe bereits im vergangenen Jahr schlussgefolgert, dass dieser Anstieg wohl mit den Negativzinsen der EZB zusammenhänge. Den Wert der Banknoten, die aus diesem Grund von den Banken gehalten würden, habe sie damals auf zehn Milliarden Euro beziffert. Nach der jüngsten Senkung des Einlagenzinses auf minus 0,5 Prozent im September dürfte sich dieser Trend wohl noch verschärfen.

Anhaltende Niedrig- und Strafzinsen hätten zu der Misere beigetragen, in der sich Deutsche Bank, Commerzbank und Co heute befinden würden. In diesem Umfeld noch Geld zu verdienen, werde für sie immer schwieriger - zumal sich die Banken wegen des harten Wettbewerbs in der Branche auch bei der Kreditvergabe immer weniger verdienen würden.

Negativen Zinsen bei der Baufinanzierung habe Michael Mandel, Privatkundenvorstand bei der Commerzbank, nun aber eine Absage erteilt. "Das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht notwendig", habe er in einem "Handelsblatt"-Interview gesagt. Die Konditionen müssten schließlich nicht nur die Refinanzierungsbedingungen abbilden, sondern alle Kosten der Bank, etwa für die Abwicklung und das Risikomanagement.

Mandel habe sich in diesem Zusammenhang für einen "vernünftigen Wettbewerb" und eine "vernünftige Preispolitik" ausgesprochen. Schon jetzt müsse man aufpassen, dass sich Bankgeschäfte überhaupt noch lohnen würden. "Wenn wir jetzt anfangen, Kredite zu verschenken, dann sprechen wir bald nicht mehr über Eigenkapitalrenditen von vier Prozent, sondern von Werten deutlich darunter", so der Commerzbank-Vorstand.

Als Reaktion auf das schwierige Umfeld und die maue Geschäftsentwicklung hätten Deutsche Bank und Commerzbank teils massive Umbauprogramme gestartet. Zudem seien Anpassungen bei der Preisgestaltung ihrer Produkte angekündigt worden. Zumindest "normale Sparer", also Privatkunden mit weniger als 100.000 Euro auf dem Konto, sollten von Strafzinsen verschont bleiben - zumindest auf absehbare Zeit.

Die Umbaupläne seien nötig, würden Commerzbank und Deutsche Bank aber kurz- und mittelfristig zunächst weiter belasten. Ob und wann die Bemühungen Früchte tragen würden, sei dabei ungewiss.

Nikolas Kessler von "Der Aktionär" rät daher weiterhin vom Einstieg ab. (Analyse vom 02.10.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,085 EUR -0,88% (02.10.2019, 13:22)

XETRA-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,098 EUR -0,76% (02.10.2019, 13:07)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Eurex Optionskürzel Commerzbank-Aktienoption:
CBK

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten ist.

Die Commerzbank wickelt rund 30% des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Zudem ist die Bank aufgrund ihrer hohen Branchenkompetenz in der deutschen Wirtschaft ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken.

Mit ungefähr 1.000 Filialen betreibt die Commerzbank eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank mehr als 18 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden weltweit. Im Jahr 2018 erwirtschaftete es mit rund 49.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von 8,6 Milliarden Euro. (02.10.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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