Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 21. Oktober 2020, 12:20 Uhr

Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Commerzbank: Suche nach neuem CEO hat höchste Priorität - Aktienanalyse


25.09.20 12:50
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) unter die Lupe.

Die Commerzbank stehe an einer Weggabelung. Um die zukünftige Marschrichtung definitiv festzulegen, brauche es (endlich) einen neuen Vorstandsvorsitzenden - einen Nachfolger für den im Juli zurückgetretenen Martin Zielke. Seit Anfang August sei der neue Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter auf intensiver Suche. Dabei sei es offenbar auch zu (mehreren) Treffen mit Vertretern aus der Politik gekommen, berichte das "Handelsblatt".

Seit dem 3. August fungiere Vetter als Chef des Kontrollgremiums der Commerzbank. Bereits einen Tag nach seiner Inthronisierung habe sich Vetter mit dem Chef der Finanzaufsicht BaFin, Felix Hufeld, getroffen. Das gehe aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler hervor, die dem "Handelsblatt" vorliege. Am 27. August habe Vetter dann Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Finanzstaatssekretär Jörg Kukies getroffen. Laut Aussagen des Finanzministeriums habe es sich dabei um den üblichen Antrittsbesuch eines neuen Chefkontrolleurs gehandelt. Am 6. September, also kurz danach, habe Vetter dann erneut mit Kukies gesprochen.

Der Finanzstaatssekretär habe am 26. August zudem einen Termin mit Commerzbank-Firmenkundenchef Roland Boekhout gehabt. Dem Holländer würden gute Chancen eingeräumt, die Nachfolge von Commerzbank-Chef Martin Zielke anzutreten. Dass sich der Staat als größter Aktionär mit einem Anteil von 15,6 Prozent einmische, sei einerseits nachvollziehbar. Andererseits wäre eine klare Aussage des Bundes hinsichtlich der Erwartungshaltung zielführender als "heimliche Gespräche" hinter verschlossenen Türen.

Dem Eindruck, dass am Ende die Politik über den neuen Vorstandschef entscheide, werde in Vetters Umfeld allerdings vehement widersprochen, berichte das "Handelsblatt" weiter. Dass der Chefkontrolleur mit dem Bund über die CEO-Suche und die Lage der Bank spreche, sei selbstverständlich, hätten mehrere mit dem Thema vertraute Personen gesagt. Am Ende liege die Entscheidung aber bei Vetter und dem Aufsichtsrat.

Vetter selbst habe kürzlich in einem Interview im Intranet der Commerzbank betont, dass die Suche nach einem neuen CEO für ihn höchste Priorität habe. "Wir werden eine Shortlist möglicher interner und externer Kandidaten zusammenstellen und dann im Aufsichtsrat gemeinsam entscheiden", habe er erklärt. "Dabei werden wir uns genau anschauen, welche Eignungen die Kandidaten mitbringen und wie gut das zu dem passt, was die Commerzbank braucht."

Aus Sicht des "Aktionär" sollte der neue Manager an der Spitze Erfahrung haben, beschlossene Umbaumaßnahmen konsequent umzusetzen. Darüber hinaus sollte er ein guter Kommunikator sein, der die Mitarbeiter beim anstehenden Umbau sozusagen emotional mitnehmen könne. Weiterhin wäre es wichtig, dass das wichtige und große Thema "Digitalisierung" entschieden angepackt und vorangetrieben werde.

Regierung und Commerzbank sollten bei der Chef-Suche besser mit offenen Karten spielen. Alles andere führe sonst zur Verunsicherung der Anleger. Wichtig wäre, dass schnellstmöglich eine Spitzenkraft gefunden werde, die mit dem Konzern-Umbau konsequent loslege. Da die Commerzbank-Aktie unter den Stopp-Kurs des "Aktionär" bei 4,00 Euro gefallen sei, sei das Papier verkauft worden.

Ein Neueinstieg drängt sich vorerst nicht auf, so Carsten Kaletta von "Der Aktionär". (Analyse vom 25.09.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Aktien von Commerzbank befinden sich im AKTIONÄR-Depot.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
4,008 EUR -2,95% (25.09.2020, 12:52)

Xetra-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
4,029 EUR -1,49% (25.09.2020, 12:38)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Eurex Optionskürzel Commerzbank-Aktienoption:
CBK

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in knapp 50 Ländern. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen, das genau auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten ist.

Die Commerzbank wickelt rund 30% des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Zudem ist die Bank aufgrund ihrer hohen Branchenkompetenz in der deutschen Wirtschaft ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten. Ihre Töchter Comdirect in Deutschland und mBank in Polen sind zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken.

Mit künftig rund 800 Filialen betreibt die Commerzbank eines der dichtesten Filialnetze in Deutschland. Insgesamt betreut die Bank bundesweit mehr als 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie weltweit über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. betreut rund 5,6 Millionen Privat- und Firmenkunden, überwiegend in Polen, aber auch in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Commerzbank mit rund 48.500 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,6 Milliarden Euro. (25.09.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
10:15 , Der Aktionär
Commerzbank: Klare Verhältnisse müssen schnell g [...]
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse von "Der Aktionär": Fabian Strebin vom Anlegermagazin ...
20.10.20 , Der Aktionär
Commerzbank: Analystenkommentar stimmt positiv [...]
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Commerzbank-Aktienanalyse von "Der Aktionär": Fabian Strebin vom Anlegermagazin ...
20.10.20 , dpa-AFX
Kreditwirtschaft: Trend zu bargeldlosem Bezahlen h [...]
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise hat nach Einschätzung der Deutschen Kreditwirtschaft den ohnehin vorhandenen ...