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Do, 25. April 2019, 5:48 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Optimisten hieven den deutschen Leitindex über 11.000 Punkte


18.01.19 11:45
Nord LB

FrankfurtHannover (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Aktienmärkte profitieren momentan von der Hoffnung auf eine Beilegung des Handelskonfliktes zwischen China und den USA, so die Analysten der Nord LB.

Der aktuelle Optimismus der Markteilnehmer stütze sich vor allem auf jüngste Pressemeldungen in den Vereinigten Staaten, die Pläne zu Senkungen der US-Zölle auf chinesische Güter thematisiert hätten. Das Finanzministerium in Washington habe diese Berichte in den Medien zwar inzwischen dementiert, dennoch setze die Börse auf konstruktive Gespräche zwischen China und den Vereinigten Staaten. Dies sei sicherlich kein unrealistisches Szenario. Entsprechend habe der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) heute zum Handelsstart über die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten springen können.

Der Optimismus der Anleger sei nach Auffassung der Analysten offenkundig nicht unbegründet. Peking und Washington hätten in der aktuellen ökonomischen Lage kein Interesse an einem das globale Wirtschaftswachstum nachhaltig dämpfenden Handelskonflikt.

Geopolitische Risiken dürften dennoch auch weiterhin nicht ganz aus dem Auge verloren werden. In der Tat gebe es bisher lediglich Hoffnungen auf eine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China. Eine konkrete Lösung stehe noch aus. Die Haushaltssperre in Washington sei natürlich auch nicht hilfreich für die Kurse an den internationalen Aktienmärkten. Zudem bleibe die politische Lage in London undurchsichtig. Es sei kaum prognostizierbar, wie es mit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreiches weitergehen werde. Pessimisten könnten argumentieren, dass die Wahrscheinlichkeit eines für die Aktienmärkte problematischen "Hard-Brexit" zuletzt durch die Ablehnung des von Theresa May vorgeschlagenen Vorgehens gestiegen sei. Diese Sichtweise der Dinge sei zweifelsohne richtig. Optimisten würden aber betonen, dass auch die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs des Vereinigten Königreiches in der EU nun gestiegen sei.

Fundamental bleibe festzuhalten, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA im neuen Jahr etwas abkühlen dürfte. Dies sei per se sicherlich kein positives Szenario für die globalen Aktienmärkte. Allerdings würden die Kurse eine entsprechende Entwicklung aktuell schon einpreisen. Zuletzt hätten die Markteilnehmer nach Auffassung der Analysten sogar eher zu skeptisch auf die US-Wirtschaft geblickt. Die Analysten der Nord LB rechnen in der Tat auch weiterhin nicht damit, dass es im Jahr 2019 in den Vereinigten Staaten zu einer Rezession kommen wird.

An den internationalen Aktienmärkten seien Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen Washington und Peking zu beobachten. In diesem Umfeld habe der DAX zum Handelsstart über die magische Marke von 11.000 Zählern springen können. Diese Kursbewegung sei durchaus nachvollziehbar. Allerdings gebe es noch immer einige geopolitische Risiken, die kurzfristig zu Belastungen führen könnten. Ohne harten Brexit seien die mittelfristigen Aussichten aber sicherlich positiv. (18.01.2019/ac/a/m)




 
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