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Mo, 27. Januar 2020, 22:37 Uhr

Deutsche Bank

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank: Ausstieg von HNA - Aktienanalyse


13.12.19 11:40
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Bankenkonzerns Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) unter die Lupe.

Der chinesische Mischkonzern HNA sei neben der Herrscherfamilie aus Katar einer der Ankeraktionäre der Deutschen Bank gewesen. Zeitweise hätten die Chinesen zehn Prozent der Anteile besessen. Im Februar 2017 sei man eingestiegen, als der Aktienkurs bei 16 Euro gestanden habe. Nun sei HNA aber offenbar raus.

Vor kurzem habe BL Capital Holdings, eine Untergesellschaft des Mischkonzerns, die restlichen Aktien und Derivatetransaktionen zur Deutschen Bank an das Family Office von Alexander Schütz verkauft. Das gehe aus einer Stimmrechtsmitteilung hervor. Seit Beginn des Engagements habe die von Schütz gegründete Vermögensverwaltung C-Quadrat die Anteile von HNA verwaltet. Bereits im Mai 2017 habe Schütz im Aufsichtsrat der Bank die Vertretung von HNA aufgenommen. Sein Mandat laufe noch bis ins Jahr 2023.

Wie viele Anteile der chinesische Mischkonzern zuletzt noch besessen habe, sei unklar. Allerdings sei schon 2018 festgelegt worden, sich von der Beteiligung an dem Finanzinstitut zu trennen. Die aktuellste Stimmrechtsmitteilung stamme vom März 2019 und weise einen Anteil von nur noch 0,19 Prozent aus. Unter Berücksichtigung von Derivaten seien es knapp 5% gewesen.

Der Kaufpreis für das letzte Aktienpaket von HNA, das an Schütz gegangen sei, habe laut Stimmrechtsmitteilung bei etwa 180.000 Euro gelegen. Die Deutsche Bank habe sich zu dem Vorgang nicht äußern wollen. Es bleibe abzuwarten, ob sich etwas am Status von Schütz im Aufsichtsrat dadurch ändere. Ursprünglich sei er im Auftrag von HNA eingezogen. Künftig vertrete er aber die Interessen seiner Vermögensverwaltung.

Der Hauptgrund für den Ausstieg von HNA bei der Deutschen Bank dürfte die hohe Verschuldung des Mischkonzern sein. In letzter Zeit habe die chinesische Regierung vermehrt bei Großkonzernen interveniert, die sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Beteiligungen im Ausland gekauft hätten. Einige der Unternehmen seien in Schieflage geraten und hätten auf Geheiß der Behörden Auslandsanteile verkaufen müssen.

Die Aktie der Deutschen Bank habe gestern kräftig zulegen können. Hintergrund sei ein Tweet von US-Präsident Trump, dass ein Deal mit China kurz bevorstehe, sowie positive Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarade zur Konjunktur.

An den langfristigen Aussichten für die Aktie ändere das nichts. Die Niedrigzinsen und die verschärfte Regulierung seien die Haupthindernisse für die Bank. Im kommenden Jahr werde der Fokus zudem auf den Fortschritten beim Konzernumbau liegen.

Anleger sollten die Deutsche Bank-Aktie meiden, so Fabian Strebin von "Der Aktionär". (Analyse vom 13.12.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
6,839 EUR +0,84% (13.12.2019, 10:38)

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
6,852 EUR +0,87% (13.12.2019, 10:52)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
7,57 USD +2,16% (12.12.2019)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an - vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu allen Formen des Kapitalmarktgeschäfts. Zu ihren Kunden gehören Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die Öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (13.12.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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