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Sa, 17. August 2019, 14:47 Uhr

Deutsche Telekom

WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508

Deutsche Telekom: Was kostet der 5G-Bieterwettstreit uns Anleger? Aktienanalyse


25.04.19 17:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Telekom-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jan Fankhänel von "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutschen Telekom AG (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, Nasdaq OTC-Symbol: DTEGF) unter die Lupe.

Mit 5,5 Milliarden Euro lägen die Gebote der aktuellen 5G Auktion bereits eine Milliarde über den Geboten der letzten Versteigerung 2010. Verantwortlich sei hierfür weitestgehend das erstmalig bietende Unternehmen 1&1 Drillisch. Doch welche Auswirkungen entstünden für Anleger, wenn die Preise noch weiter ansteigen würden, zum Beispiel auf 6,5 Milliarden?

Unter der Annahme, dass die Mobilfunkauktion ähnliche Ergebnisse hervorbringe wie einst 2010, könne man davon ausgehen, dass Vodafone, Telefónica und Deutsche Telekom den Markt weitestgehend unter sich aufteilen würden. Wie E-Plus 2010 sei Drillisch der große Außenseiter, daher sei es möglich, dass Drillisch am Ende leer ausgehe oder nur einen sehr kleinen Anteil erhalte. Wie viel könnten die zugrunde liegenden deutschen Unternehmen überhaupt verkraften?

Bei einer genaueren Betrachtung der Jahresabschlüsse von Deutsche Telekom, Telefónica und Drillisch lasse sich leicht feststellen, dass Kosten in Höhe von zwei Milliarden einen Weltkonzern wie die Deutsche Telekom weitestgehend kalt lassen würden. Diese Summe könnte ohne Probleme durch eine einmalige Kürzung der Dividende gezahlt werden. Zudem habe das Periodenergebnis von 2018 mehr als das Doppelte betragen.

Anders sehe es dagegen bei Telefónica Deutschland und Drillisch aus. Telefónica Deutschland erziele gerade einmal einen Bruchteil der oben geschätzten Kosten als Jahresüberschuss, allerdings könne man hier auch mit starker Unterstützung des Mutterkonzerns Telefónica Europe rechnen. Für Drillisch wären die geschätzten 0,5 Milliarden eine größere Belastung. Diese entsprächen alleine zehn Prozent der Marktkapitalisierung. Allerdings könnte auch das durch ein einmaliges Aussetzern der Dividende finanziert werden.

Schlussendlich lasse sich sagen, dass sowohl Deutsche Telekom als auch Telefónica eine weitaus größere Summe als zwei Milliarden problemlos bewältigen könnten. Selbst wenn die Deutsche Telekom vier Milliarden für die Frequenzen zahlen müsste, würde dies den inneren Wert der Aktie um gerade einmal 0,5 Euro verringern. Bei Drillisch könnten weitaus höhere Kosten als die 0,5 Milliarden nur über langfristige Kredite oder neues Eigenkapital gestemmt werden. Allerdings werde dies aufgrund der geringen Verschuldung auch erst ab circa zwei Milliarden schwierig. Anleger müssten in einem solchen Szenario allerdings mit einer dauerhaften Kürzung der Dividende rechnen. Es sei aber auch nicht unwahrscheinlich, dass Drillisch bei der Versteigerung keine Frequenzen erhalte, womit alles beim Alten bliebe. (Analyse vom 25.04.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Telekom-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Telekom-Aktie:
14,89 EUR +0,45% (25.04.2019, 17:27)

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Telekom-Aktie:
14,886 EUR +0,45% (25.04.2019, 17:39)

ISIN Deutsche Telekom-Aktie:
DE0005557508

WKN Deutsche Telekom-Aktie:
555750

Ticker-Symbol Deutsche Telekom-Aktie Deutschland:
DTE

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Deutsche Telekom-Aktie:
DTEGF

Kurzprofil Deutsche Telekom AG:

Die Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, Nasdaq OTC-Symbol: DTEGF) gehört mit rund 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 20 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikations-Unternehmen weltweit.

Die Deutsche Telekom bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik für Groß- und Geschäftskunden.

Die Deutsche Telekom ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Deutsche Telekom mit weltweit rund 216.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,7 Milliarden Euro erwirtschaftet - rund 66 Prozent davon außerhalb Deutschlands. (25.04.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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