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Fr, 22. März 2019, 15:51 Uhr

ISM Index im Januar mit deutlicher Erholung


04.02.19 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Das Institute for Supply Management (ISM) gab heute bekannt, dass der nationale Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Januar um 2,3 auf 56,6 Punkte gestiegen ist, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Damit sei selbst die höchste auf Bloomberg und Reuters abgegebene Prognose noch übertroffen worden.

Die Märkte hätten positiv auf die Daten reagiert. Der Dollar habe zum Euro 0,2 Cent auf EUR/USD 1,145 zugelegt. Bei US-Staatsanleihen habe es über alle Laufzeiten hinweg leichte Kursverluste gegeben.

Die regionalen Stimmungsumfragen für das Verarbeitende Gewerbe hätten sich im Januar uneinheitlich entwickelt, mit einer Stimmungsaufhellung in Dallas, Philadelphia und Richmond sowie einer leichten Stimmungseintrübung in New York und Kansas. Wirklich abwärts sei es nur für den Chicago PMI gegangen, der sich aber im Dezember als einziger Indikator dem Stimmungseinbruch entzogen habe. Insofern sei der kräftige Anstieg des ISM Index im Januar eine faustdicke Überraschung. Alle, die sich wegen des scharfen Rückgangs im Dezember Sorgen um die Konjunktur gemacht hätten, dürften nun zumindest etwas ruhiger schlafen. Die Stimmungsaufhellung spiegele sich vor allem bei der Beurteilung des Auftragseingangs (+6,9 auf 58,2 Punkte) sowie der Einschätzung der Produktion (+6,6 auf 60,5 Punkte) wider. 14 der 18 abgedeckten Industriezweige würden im Januar von einer Produktionsausweitung berichten, ein Industriezweig habe eine rückläufige Geschäftstätigkeit gemeldet.

Die vom Institute for Supply Management aufgelisteten Kommentare einiger der befragten Unternehmen würden deutlich zuversichtlicher ausfallen als noch im Dezember. Sorgen wegen der Einfuhrzölle und eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften würden kaum noch geäußert. Stattdessen scheinen die Unternehmen wieder sehr zuversichtlich zu sein, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG: "Der Januar hat verglichen mit einer verhaltenen Entwicklung im November und Dezember einen guten Start hingelegt.", "Wir profitieren weiterhin von einer starken Gesamtwirtschaft." und "Es zeichnet sich ein sehr guter Frühling ab."

Mit 56,6 Punkten liege der ISM Index nun wieder deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der letzten 25 Jahre von 52,7 Punkten. Trotz des guten Ergebnisses im Januar rechnen die Analysten der Raiffeisen Bank International AG damit, dass sich der ISM Index in den nächsten Monaten tendenziell weiter zurückbilden wird. Die durch die Steuerreform und die stark erhöhten Staatsausgaben ausgelöste Sonderkonjunktur dürfte im Laufe des ersten Halbjahres abebben. Mit einem Konjunktureinbruch sei aber nicht zu rechnen.

Der US-Notenbank dürften die heutigen Zahlen zwar einige Sorgenfalten mit Blick auf eine mögliche Konjunkturabkühlung nehmen. Angesichts des äußerst "taubenhaften" Auftretens von FED-Präsident Powell am letzten Mittwoch würden die Analysten eine Zinsanhebung allerdings frühestens wieder im Juni als wahrscheinlich ansehen. (Ausgabe vom 01.02.2019) (04.02.2019/ac/a/m)