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Mi, 29. Januar 2020, 12:14 Uhr

Nanogate

WKN: A0JKHC / ISIN: DE000A0JKHC9

Nanogate: Nach langer Talfahrt greifen erste Investoren wieder beherzt zu - Aktienanalyse


08.03.19 14:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Nanogate-Aktienanalyse von Michael Schröder, Redakteur des Online-Anlegermagazins "Der Aktionär":

Michael Schröder von "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Beschichtungsspezialisten Nanogate AG (ISIN: DE000A0JKHC9, WKN: A0JKHC, Ticker-Symbol: N7G) unter die Lupe.

Nanogate habe sein Umsatzziel für 2018 übertroffen und die Prognose für das operative Ergebnis (EBITDA) erreicht. Für das laufende Jahr erwarte der Spezialist für Oberflächenbeschichtung aufgrund besonderer Belastungen ein negatives Konzernergebnis. Ab 2020 solle sich die Profitabilität der Saarländer aber deutlich verbessern. Nach langer Talfahrt würden erste Investoren wieder beherzt zugreifen.

Laut vorläufigen Zahlen habe sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Konzernumsatz auf mehr als 235 Millionen Euro (Vorjahr: 186,2 Millionen Euro) erhöht. Das operative Ergebnis (EBITDA) sei auf 24 Millionen Euro (Vorjahr: 21,5 Millionen Euro) gestiegen. Die Internationalisierung, Kosten für Innovationsoffensive und Kapazitätsaufbau würden sich weiterhin in deutlich steigenden Abschreibungen, aktivierten Eigenleistungen und temporär höheren Finanzierungskosten widerspiegeln.

Zusammen mit der vorangeschrittenen Umsetzung der Innovationsoffensive und des Zukunftsprogramms Nanogate Excellence International (NXI) stelle 2019 ein Übergangsjahr dar. Zu den wichtigsten Maßnahmen des NXI-Programms würden eine stärkere Zentralisierung von wichtigen Prozessen wie etwa die standortübergreifende Führung von Geschäftsfeldern und "Lean Management" sowie eine vereinfachte Unternehmensstruktur zählen. "So stehen beispielsweise die Standorte in Neunkirchen und Schwäbisch-Gmünd unter einer gemeinsamen Führung", erkläre Ralf Zastrau gegenüber dem "Aktionär". "Damit beschleunigen wir Entscheidungen und richten uns zugleich weniger standortbezogen, sondern klar branchenfokussiert aus. Zugleich stärken wir das gemeinsame Branding und intensivieren Marketing und Vertrieb international."

Der Vorstand erwarte im laufenden Jahr daher einen organisch geprägten Umsatzanstieg auf mehr als 250 Millionen Euro. Angesichts steigender Anlaufkosten für den Start zahlreicher neuer Großaufträge und der Umsetzung des Zukunftsprogramms NXI sowie möglicher nicht cash-wirksamer Belastungen im Übergangsjahr 2019 werde ein negatives Konzernergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet. "Gleichwohl gehen wir davon aus, dass sich das operative Ergebnis EBITDA stabil entwickeln wird", so der Vorstand. "Dabei stützen wir uns auf unsere exzellente Auftragsbasis. Nanogate ist weiterhin strategisch klar positioniert. Unsere Wachstumspfeiler sind intakt."

Ab dem kommenden Jahr erwarte Zastrau eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie ein positives Konzernergebnis: "Ab 2020 möchten wir wieder einen klar profitablen Wachstumskurs erreichen und erwarten eine deutliche Verbesserung des EBITDA sowie ein positives Konzernergebnis. Unsere hohe Auftragsbasis im dreistelligen Millionenbereich stimmt mich dafür optimistisch." Bis zum Jahr 2025 solle der Umsatz dann sogar auf mehr als 500 Millionen Euro steigen, während das EBITDA dank der zu erwartenden Skaleneffekten aus der angepeilten Umsatzverdopplung und erheblichen Effizienzgewinnen noch stärker steigen und mindestens 75 Millionen Euro erreichen solle. Was bis dahin unterm Strich stehen solle, sei offen.

"Einen großen Anteil werden unsere angestoßene Innovationsoffensive und das erweiterte Technologieportfolio haben. Parallel möchten wir die internationale Markterschließung beschleunigen und neben Nordamerika die asiatischen Märkte vermehrt adressieren", so Zastrau. "Aktuell sind daher keine größeren M&A-Projekte geplant. Übernahmen und Beteiligungen zur Ergänzung des Technologieportfolios werden weiterhin selektiv geprüft. Wir setzen aber verstärkt auf organisches Wachstum."

Die Analysten würden schon jetzt einige Vorschusslorbeeren verteilen und nach der mehrmonatigen Talfahrt - fast traditionell für die Aktie - zum Teil deutliches Kurspotenzial sehen.

Die Aussichten seien unverändert gut. Zastrau müsse jetzt aber liefern und nach dem Übergangsjahr auch unterm Strich die PS auf die Straße bringen. Dann seien auch die Kursziele der Analysten zu erreichen. Der Verkaufsdruck, der dem Vernehmen nach vor allem von angelsächsischen Investoren ausgegangen sei, scheine vorerst passé.

Anleger, die an der langfristigen Wachstumsstory von Nanogate teilhaben wollen, können um 30 Euro einen ersten Fuß in die Tür stellen und die Position dann im Bereich zwischen 26 und 28 Euro an schwachen Tagen sukzessive ausbauen, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 08.03.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Nanogate-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Nanogate-Aktie:
30,30 EUR +3,59% (08.03.2019, 14:41)

Tradegate-Aktienkurs Nanogate-Aktie:
30,15 EUR +2,55% (08.03.2019, 14:44)

ISIN Nanogate-Aktie:
DE000A0JKHC9

WKN Nanogate-Aktie:
A0JKHC

Ticker-Symbol Nanogate-Aktie:
N7G

Kurzprofil Nanogate SE:

Nanogate (ISIN: DE000A0JKHC9, WKN: A0JKHC, Ticker-Symbol: N7G) ist ein international führendes, integriertes Systemhaus für Hochleistungsoberflächen. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Göttelborn (Saarland) ermöglicht die Programmierung und Integration von zusätzlichen Funktionen (z.B. antihaftend, kratzfest, korrosionsschützend) in Materialien und Oberflächen. Getreu dem Claim "A world of new surfaces" erschließt Nanogate für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus multifunktionalen Oberflächen auf Basis neuer Materialien ergeben.

Nanogate stellt seinen Kunden technologisch und optisch hochwertige Systeme zur Verfügung. Dazu nutzt das Unternehmen sein umfangreiches Know-how bei innovativen Werkstoffen, inklusive der vorhandenen Kompetenzen bei Nanomaterialien, -oberflächen und -strukturen. Ziel ist es, Produkte und Prozesse der Kunden durch Hochleistungsoberflächen zu verbessern sowie Umweltvorteile zu erzielen. Der Konzern konzentriert sich auf die vier Branchen Automobil/Transport, Maschinen-/Anlagenbau, Gebäude/Interieur und Sport/Freizeit sowie die strategischen Wachstumsfelder Advanced Polymers und Advanced Metals. Nanogate verfügt über eine einzigartige und langjährige Material- und Werkstoff-Kompetenz, kombiniert mit einem umfangreichen und erstklassigen Prozess- und Produktions-Know-how.

Als Systemhaus bietet Nanogate die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoffeinkauf über die Synthese und Formulierung von Materialsystemen bis hin zur Veredelung und Produktion der Oberfläche. Dabei fokussiert sich der Konzern vor allem auf Beschichtungen von Kunststoffen und Metallen bei allen Oberflächentypen (zwei- und dreidimensionale Komponenten) in hoher optischer Qualität. Werttreiber sind die internationale Markterschließung, die Entwicklung neuer Anwendungen für die strategischen Wachstumsfelder Advanced Polymers (innovative Kunststoffe, z.B. Glazing) und Advanced Metals (innovative Metallveredelungen, vor allem Energieeffizienz) sowie externes Wachstum. Überdies will Nanogate mittelfristig einen erheblichen Umsatzanteil mit umweltfreundlichen Systemen und Prozessen sowie Cleantech-Anwendungen erzielen.

Die Nanogate-Gruppe verfügt über erstklassige Referenzen (beispielsweise Airbus, Audi, August Brötje, BMW, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Daimler, FILA, Jaguar, Junkers, Porsche, Volkswagen). Mehrere hundert Projekte wurden bislang in der Serienproduktion gestartet. Außerdem bestehen strategische Kooperationen mit mehreren internationalen Konzernen. Zu Nanogate zählen die Nanogate Industrial Solutions GmbH, die Eurogard B.V., die Nanogate Textile & Care Systems GmbH, die Nanogate Glazing Systems B.V., die Vogler GmbH sowie Mehrheitsbeteiligungen an der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG und der Plastic-Design GmbH. (08.03.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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