Suchen
Login
Anzeige:
Do, 23. Mai 2019, 0:36 Uhr

QSC

WKN: 513700 / ISIN: DE0005137004

QSC-Aktie: Kölner IT-Unternehmen will 2017 wieder Gewinne schreiben - Aktienanalyse


15.06.16 14:41
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - QSC-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des auf Geschäftskunden spezialisierten Telekom-Anbieters QSC AG (ISIN: DE0005137004, WKN: 513700, Ticker-Symbol: QSC, NASDAQ OTC-Symbol: QSCGF) unter die Lupe.

Das Kölner IT-Unternehmen habe in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres bei einem Umsatz von knapp 100 Mio. Euro ein EBITDA von 9,7 Mio. Euro erzielt. Vor Steuern und Zinsen sei das Ergebnis mit 0,6 Mio. Euro leicht positiv gewesen. "Wir sind im 1. Quartal gut gestartet. Die Monate April und Mai sind ebenfalls gut verlaufen. Wir sind für das Jahr 2016 im Plan", sage den Experten CFO Stefan A. Baustert im Hintergrundgespräch.

QSC befinde sich Umbau vom Telekommunikationsunternehmen zum IT-Cloud-Unternehmen für den Mittelstand. "Im Vergleich zum Jahr 2014 haben wir in 2015 unsere Kosten bereits um 13 Mio. Euro gesenkt. Um weitere 4 Mio. Euro haben wir die Kosten im 1. Quartal 2016 reduziert. Bis Ende des Jahres werden wir unser Ziel, die Kosten um insgesamt 20 Mio. Euro zu reduzieren voll erreichen und sogar übertreffen. Wir sind an dieser Stelle auf einem guten Weg und werden den Umbau unserer Organisation bis Ende des Jahres 2016 abgeschlossen haben", sage Baustert.

Für das Gesamtjahr 2016 erwarte der CFO einen Umsatz zwischen 380 und 390 Mio. Euro. Der Umsatz mit Cloud-Diensten habe im vergangenen Jahr bei über 7 Mio. Euro gelegen und solle sich in diesem Jahr auf bis 20 Mio. Euro mehr als verdoppeln. "Im Zuge der Markteinführung der Pure Enterprise Cloud sind wir sehr zuversichtlich, unsere Cloud-Umsätze signifikant zu steigern. Das Interesse von größeren, mittelständischen Kunden ist sehr groß. Wir werden in den nächsten Monaten eine Vielzahl von Verträgen abschließen."

Für das Jahr 2017 halte der Finanzchef Cloud-Umsätze von etwa 50 Mio. Euro für möglich. Der bisherige Umsatz im klassischen IT-Outsourcing, der 2015 bei 138 Mio. Euro gelegen habe, werde sich reduzieren und zugunsten der Cloud-Einnahmen verschieben. "Unseren Pure-Enterprise-Cloud-Kunden bieten wir aufgrund unseres eigenen QSC-Breitbandnetzes einen direkten Zugriff auf den Datenverkehr an. Sie erhalten damit eine durchgängige Ende-zu-Ende-Service-Zusage für ihre gesamte cloudbasierte IT und vermeiden damit Sicherheitsrisiken für isolierte Dienste", erkläre Baustert. "Wir sind damit einzigartig. Das kann weder CANCOM noch Bechtle anbieten."

Im Segment Consulting, vor allem in Verbindung mit SAP-Software, erwarte QSC ein weiteres Wachstum. Herausfordernd sei weiterhin das Segment Telekommunikation. "Wir sehen momentan eine Stabilisierung." Das Geschäft mit Firmenkunden sei absolut intakt. Allerdings werde der Umsatz in der Telekommunikation mit Wiederverkäufern sich weiter reduzieren. Das QSC-eigene Breitbandnetz werde über die Tochter Plusnet betrieben, und ein Verkauf sei in der Vergangenheit in Erwägung gezogen worden. Von diesen Plänen habe der Vorstand Abstand genommen, der eigentlich nur einen Teil des Netzes, also das DSL-Netz, habe veräußern wollen. Baustert betone, dass das Segment Telekommunikation weiterhin den stärksten Ergebnisbeitrag zur Gruppe beitrage. Die direkten Investitionen in das Netz selbst seien zudem überschaubar und würden nur einen kleinen Teil der gesamten Investitionen ausmachen.

QSC erwarte für das EBITDA im Jahr 2016 ein Niveau zwischen 34 und 38 Mio. Euro. In diesem EBITDA sei eine Belastung eines mittleren, einstelligen Millionenbetrages für den Umbau enthalten. Die Abschreibungen beziffere der CFO auf ca. 36 Mio. Euro. Das EBIT könnte in etwa ausgeglichen ausfallen. Auf Nettobasis würden die Experten aufgrund des Finanzergebnisses von ca. 5 Mio. Euro, einen moderaten Verlust erwarten. Die Investitionen würden sich in diesem Jahr auf 25 bis 30 Mio. Euro belaufen. Baustert verspreche für 2016 einen positiven Free Cashflow. Im nächsten Jahr würden die Einmalbelastungen entfallen. Das EBITDA könnte sich nach den Berechnungen der Experten auf mindestens 40 Mio. Euro belaufen. Dann sollte QSC auch wieder ein positives Nettoergebnis ausweisen.

QSC könnte ein sehr spannender Kandidat für einen Turnaround werden. Die Aktivitäten im Cloud-Bereich würden vielversprechend klingen. Das Unternehmen werde in diesem Bereich von der Digitalisierung massiv profitieren. Noch sei der Bereich recht klein. Das werde sich allerdings von Quartal zu Quartal ändern. Im Gegensatz stünden die weiterhin rückläufigen Einnahmen im Segment Telekommunikation, die bisher noch nicht komplett kompensiert werden könnten. Aber auch das werde sich im weiteren Zeitablauf ändern, wenn QSC die Wachstumschancen in der Cloud für sich nutzen könne.

Die Kölner hätten eine längere Durststrecke hinter sich. Diese sei vermutlich bald vorbei. Das Papier könnte allmählich bei Kursen um 1,20 Euro den Boden gefunden haben. Für Investoren sei natürlich das ideale Timing bei einem Turnaround-Kandidaten bedeutend. Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" meinen: In 1 bis 2 Quartalen dürfte es soweit sein. (Analyse vom 15.06.2016)

Börsenplätze QSC-Aktie:

XETRA-Aktienkurs QSC-Aktie:
1,157 EUR +1,14% (15.06.2016, 13:58)

Tradegate-Aktienkurs QSC-Aktie:
1,17 EUR +1,83% (15.06.2016, 14:12)

ISIN QSC-Aktie:
DE0005137004

WKN QSC-Aktie:
513700

Ticker-Symbol QSC-Aktie:
QSC

NASDAQ OTC Ticker-Symbol QSC-Aktie:
QSCGF

Kurzprofil QSC AG:

Die QSC AG (ISIN: DE0005137004, WKN: 513700, Ticker-Symbol: QSC, NASDAQ OTC-Symbol: QSCGF) ist der Digitalisierer für den deutschen Mittelstand. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und Kompetenz in den Bereichen Cloud, Consulting, Outsourcing und Telekommunikation begleitet QSC ihre Kunden sicher in das digitale Zeitalter. TÜV- und ISO-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland und ein bundesweites All-IP-Netz bilden die Grundlage für höchste Ende-zu-Ende-Qualität und Sicherheit. Die QSC-Kunden profitieren von innovativen Produkten und Dienstleistungen aus einer Hand. Die Vermarktung erfolgt sowohl im Direktvertrieb als auch über Partner.

Das Unternehmen wurde 1997 als Beratungsgesellschaft gegründet. Nach dem Börsengang im April 2000 hat QSC zunächst ein bundesweites Breitbandnetz aufgebaut und schon bald damit begonnen, weitere Grundsteine für das heutige umfassende Portfolio zu legen. So wurde 2006 das Sprach- und Daten-Netz zu einem IP-basierten "Next Generation Network" umgebaut. Gleichzeitig erfolgte die Akquisition des auf Richtfunk spezialisierten Netzanbieters Broadnet AG aus Hamburg. Vier Jahre später übernahm QSC den Housing- und Hosting-Spezialisten IP Partner AG aus Nürnberg und im Jahre 2011 den IT-Consulting- und IT-Outsourcing-Anbieter INFO AG aus Hamburg. Die Verschmelzung dieser Unternehmen fand im August 2013 statt.

Die QSC AG zählt damit zu den wenigen Anbietern, die vom Rechenzentrum bis hin zum Arbeitsplatz das gesamte Leistungsspektrum an IT und TK-Leistungen mit so genannter Ende-zu-Ende Qualität abdecken und ihren Kunden eine gleichbleibend hohe Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette anbieten kann.

QSC beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter und ist seit 2000 börsennotiert. Mehr als 30.000 Unternehmen aller Größenordnungen und unterschiedlicher Branchen zählen heute zu ihren Kunden. (15.06.2016/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
20.05.19 , Finanztrends
QSC Aktie: Ein Vertrauensbeweis erster Güte!
Der Schweizer Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach will sich für die Zukunft aufstellen und die eigene IT-Umgebung ...
20.05.19 , Finanztrends
QSC Aktie: Schöner neuer Auftrag!
Mit der Mitteilung eines neuen Großauftrags meldete sich die QSC AG zu Beginn der neuen Handelswoche. Ich weise ...
20.05.19 , dpa-AFX
DGAP-News: Großauftrag für QSC AG: Modernisie [...]
Großauftrag für QSC AG: Modernisierung der IT-Landschaft von SCHMOLZ + BICKENBACH ^ DGAP-News: ...