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Sa, 16. Januar 2021, 8:47 Uhr

Volkswagen Vz

WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039

Volkswagen: Neue Unstimmigkeiten - Aktie am DAX-Ende - Aktienanalyse


25.11.20 14:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Vorzugsaktie des Autokonzerns Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) unter die Lupe.

VW drohe offenbar Ungemach. So könnte sich der im Sommer nur mühsam beigelegte Streit zwischen Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess und der Arbeitnehmerseite an Personalvorstellungen des Managers neu entzünden. Die Aktie des Wolfsburger Autobauers notiere aktuell mit mehr als zwei Prozent im Minus und trage damit die rote Laterne im DAX.

Diess stoße nach Informationen der dpa vom Mittwoch im Kontrollgremium der Wolfsburger auf Widerstand gegen seine Wunschkandidaten für die neu zu besetzenden Vorstandsposten des Finanz- und Einkaufsressorts. Offenbar bevorzuge der VW-Boss Manager, die den Veränderungsdruck im Unternehmen erhöhen würden. Betriebsratschef Bernd Osterloh würde hingegen auf Kandidaten setzen, die besser in die Wolfsburger Konsenskultur passen würden.

Zudem solle Diess auch erneut eine frühzeitige Verlängerung seines eigenen, bis 2023 laufenden Vertrags ins Spiel gebracht haben. Mit einem solchen Vorschlag sei er dem Vernehmen nach bereits im Sommer gescheitert - was unter anderem zu einem Eklat mit dem Aufsichtsrat geführt habe, in dessen Folge sich Diess öffentlich habe entschuldigen müssen.

Aus Kreisen der Kontrolleure habe es mit Blick auf die diskutierten Top-Personalien geheißen, Diess habe "gewisse Vorstellungen", die er in die Debatte einbringe. "Da gibt es Meinungsverschiedenheiten." Für Entscheidungen sei aber noch Zeit bis Februar oder März. Unabhängig davon gelte: "Die Eigentümer stehen weiter hinter Herrn Diess."

Über neue Unstimmigkeiten hätten auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet. Betriebsratschef Bernd Osterloh habe am Mittwoch über das Online-Netzwerk Linkedin mitgeteilt, er wisse von keinem Streit über Vorstandsposten: "Mit dem Thema Personalien hat sich auch noch gar kein Aufsichtsratsgremium befasst." Er sei optimistisch, dass der Aufsichtsrat die richtige Wahl treffen werde, um mit den richtigen Kandidatinnen oder Kandidaten den Umbau der nächsten Jahre zu gestalten. "Um Volkswagen gemeinsam mit Herbert Diess an der Spitze in den nächsten Jahren erfolgreich weiterzuentwickeln."

Es habe den Anschein, dass der alte Machtkampf zwischen Konzernchef Diess und Betriebsratschef Osterloh neu entbrannt sei. Dieses Scharmützel komme zur Unzeit, da sich VW gerade im größten Umbruch der Unternehmenshistorie befinde. Konzern-Boss Herbert Dies, der konsequent auf Veränderung und damit auf den Schwenk in Richtung Elektromobilität setze, habe genau den richtigen Weg eingeschlagen.

"Der Aktionär" bleibt trotz der aktuell wohl weniger positiven Grundstimmung in der VW-Zentrale weiterhin optimistisch für die Aktie, so Carsten Kaletta. Das Kursziel laute unverändert 180,00 Euro. (Analyse vom 25.11.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
152,28 EUR -2,57% (25.11.2020, 15:13)

Xetra-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
152,48 EUR -2,26% (25.11.2020, 14:57)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

Eurex Optionskürzel Volkswagen-Aktienoption:
VO3

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas.

Unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen steigerten sich im Jahr 2019 die Auslieferungen von Konzernfahrzeugen auf 10,97 Millionen (2018: 10,8 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil stieg auf 12,9 Prozent an (2018: 12.2 Prozent). Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2019 auf 252,6 Milliarden Euro (2018: 236 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 14,0 Milliarden Euro (2018: 12,2 Milliarden Euro).

Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Dabei erstreckt sich das Angebot von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse.

Der Bereich Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lkw und Bussen der Marken Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN, zudem das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen und Dienstleistungen. Die Zusammenarbeit der Nutzfahrzeugmarken MAN und Scania wird in der TRATON GROUP koordiniert. Das Angebot im Bereich Nutzfahrzeuge beginnt bei Pickups und reicht bis zu schweren Lkw und Bussen. Im Bereich Power Engineering wird das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsystemen zusammengefasst.

Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen an. Dazu zählen die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement.

Der Konzern betreibt in 20 Ländern Europas und in elf Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 124 Fertigungsstätten. 671.205 Beschäftigte produzieren rund um den Globus Fahrzeuge, sind mitfahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oder arbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der Volkswagen Konzern in 153 Ländern an. (25.11.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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