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Mo, 20. Mai 2019, 13:38 Uhr

Wird der US-Dollar unterschätzt?


17.08.11 10:16
aktiencheck.de EXKLUSIV

Würzburg (aktiencheck.de AG) - Die Experten von " DaxVestor" haben gestern einen Bericht zum US- und Kanada-Dollar veröffentlicht.

Nachfolgend finden Sie den genauen Wortlaut des Berichts:

Rohstoffwährungen wie der Kanada-Dollar werden von vielen Anlegern als sicherer Hafen in der Krise geschätzt. Dabei wird oft übersehen, dass auch Rohstoffwährungen gegen eine Rezession und die damit verbundenen fallenden Rohstoffpreise nicht gefeit sind. Im Falle des Kanada-Dollars kommt noch die sehr enge Vernetzung mit dem großen Nachbarn USA hinzu. Rutschen die Vereinigten Staaten ins wirtschaftliche Loch, dann geht es auch in Kanada bergab.

Zinserhöhungen in Kanada unwahrscheinlich

Noch nicht lange ist es her, da sagten die Analysten für Nordamerika ein robustes Wirtschaftswachstum voraus. Inzwischen drohen die USA in die Rezession abzurutschen, was den Ölpreis und die Preise für wichtige Industrierohstoffe bereits deutlich gedrückt hat. Auch die jüngsten kanadischen BIP-Zahlen fielen mit einem überraschenden Rückgang von -0,3 Prozent im Mai sehr schwach aus. Der kanadischen Notenbank wurden auf diese Weise die Argumente für eine weitere Straffung der Geldpolitik genommen. Der Leitzins in Kanada liegt bei 1,00 Prozent. Nachdem die US-Notenbank FED kürzlich ihre Nullzinspolitik langfristig festgeschrieben hat, sind der Bank of Canada zudem die Hände gebunden. Aufgrund der sehr engen Verflechtung mit dem Nachbarland sollte die Zinsdifferenz nicht zu groß werden.

Neuer Homeland Investment Act in den USA?

Von dort könnte zudem noch weiteres Ungemach für den Kanada-Dollar drohen. In den USA gibt es bekanntlich ein Schuldenproblem und hohe Arbeitslosigkeit. Die großen Firmen schwimmen dagegen im Geld, das auch im Ausland angelegt ist und aufgrund steuerlicher Nachteile nicht in die USA repatriiert wird. Daher ist derzeit ein neues Gesetz im Gespräch, der Homeland Investment Act (HIA), das dafür sorgen soll, dass die Firmen zumindest vorübergehend keine Steuern zahlen müssen, wenn sie ihr Geld in die USA zurückholen und dort - so die Theorie - investieren. Schon George W. Bush hatte 2004 ein solches Vorhaben initiiert, damals ohne die erhoffte Wirkung. Das spricht zwar gegen eine Neuauflage 2011, da aber Präsident Obama das Gesetz wohl problemlos durchwinken könnte, schließlich ist es eine Steuersenkung, die auch der Tea Party gefallen würde, könnte es doch einen neuen HIA geben, schon alleine um nicht als Nichtstuer in der Krise da zu stehen. Für den Kanada-Dollar wäre ein teilweiser Abzug von US-Geldern ein schwerer Schlag.

Fazit:

Die Charttechnik deutet eine zumindest zwischenzeitliche Renaissance des US-Dollars gegenüber dem Kanada-Dollar an. Auch fundamental gibt es Argumente, die für eine Abschwächung des Loonie sprechen. (Ausgabe vom 16.08.2011) (17.08.2011/ac/e/k)





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