Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 16. April 2021, 9:12 Uhr

Wochenausblick: „Kein dramatisches Konsolidierungspotenzial“


01.03.21 11:43
Redaktion boerse-frankfurt.de

Wachsende Inflationssorgen haben den Aktienmärkten vergangene Woche zugesetzt, zum Beginn der neuen Woche dominiert aber ganz klar die Zuversicht. Zumindest mittel- bis langfristig werde es nach oben gehen.



1. März 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach der in diesem Jahr insgesamt guten Entwicklung an den Aktienmärkten und der außergewöhnlich guten in Einzelmärkten wie dem Technologiesektor und dem chinesischen Aktienmarkt ist zuletzt etwas Sand ins Getriebe gekommen. Besonders Tech-Werte haben seit Mitte Februar kräftig verloren.


Für Nervosität hat zuletzt der deutliche Zinsanstieg in den USA gesorgt, Zeichen von anziehenden Inflationserwartungen. Am Freitag ging die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen, die in der Spitze über 1,5 Prozent gestiegen war, aber wieder zurück auf rund 1,4 Prozent. Die angeschlagenen Tech-Werte erholten sich etwas. Am Montagmorgen zeigt sich auch der DAX wieder freundlicher und notiert bei x Punkten nach 13.826 am Freitagabend.


„Mit anziehenden Preisen steigen Unternehmensgewinne“


Laut Markus Reinwand muss eine anziehende Inflation ohnehin keinen Kursrückgang bedeuten. „Vergleicht man die Aktienkursentwicklung mit den Inflationserwartungen, so zeigt sich seit Monaten ein sehr enger Gleichlauf“, bemerkt der Analyst der Helaba. Schließlich stiegen mit anziehenden Preisen in der Regel auch die Unternehmensgewinne. Zum Problem für Aktien werde Inflation nur dann, wenn sie die Notenbanken zu einer Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik bewegen würde. „Dafür gibt es derzeit jedoch keine Signale.“ Auch die für Ausverkaufsphasen hohen Handelsumsätze an den US-Börsen bereiten ihm keine Sorgen. Vielmehr nähmen kurzfristig agierende Investoren nach der positiven US-Berichtssaison Gewinne mit. Letztlich sprächen sich verbessernde Konjunkturaussichten bei anhaltender Liquiditätsflut gegen eine Trendwende an den Aktienmärkten.


Nachholeffekte für zyklische Branchen


„Der DAX ist aktuell in Moll-Stimmung“, bemerkt Robert Halver von der Baader Bank. Er rechnet weiter mit zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen und mehr Volatilität, sieht aber kein dramatisches Konsolidierungspotenzial. Chancen erkennt er derzeit für Branchen, denen konjunkturelle Nachholeffekte zugutekommen, etwa zyklischen Industrie- und Rohstoffwerten, Reise- und Freizeitaktien sowie Banken. Aufgrund der Zinsangst verlören vor allem Aktien aus dem Technologie- und dem Wasserstoffbereich hingegen ihre Überlegenheit, zumal ihr Status als Corona-Krisen-Gewinner über zunehmende Wirtschaftsöffnungen etwas nachlasse. „Dennoch wird High-Tech von seinen soliden Geschäftsmodellen und das neue Mega-Thema Clean Energy von politischer Unterstützung profitieren.“


Robert Havler

Halver


Kurzfristig volatil, langfristig nach oben


Laut Martin Utschneider von Donner & Reuschel bleibt der DAX auch zu Beginn der neuen Handelswoche unterhalb seines kurzfristigen Aufwärtstrends. Der mittelfristige charttechnische Trend sei aber erst ab Notierungen unterhalb von 13.500 Punkten gefährdet. „Und der Langfristtrend blieb und bleibt trotz der jüngsten Schwächephase weiterhin intakt“, erklärt der technische Analyst. Weitere kurzfristige Korrekturen sollten zwar nach wie vor ins Kalkül gezogen werden, da sich der Markt immens nervös zeige. Perspektivisch werde sich der DAX aber in Richtung 15.000 Zähler bewegen.


Martin Utschneider

Utschneider


Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Dienstag, 2. März


11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise Februar. Zwar war der deutliche Inflationsanstieg im Januar laut Commerzbank größtenteils auf Sonderfaktoren zurückzuführen, im Februar dürfte die Rate wegen der starken Verteuerung von Energie aber weiter um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent zulegen. Die Kernrate werde allerdings wohl wieder um 0,3 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent fallen.


Mittwoch, 3. März


Deutschland: Entscheidung über Neuzusammensetzung der Auswahlindizes. Veröffentlichung nach US-Börsenschluss um 22 Uhr.


Freitag, 5. März


China: Beginn der Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Hier werden die wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele für das laufende Jahr verkündet, wie die DekaBank erläutert. Sie geht davon aus, dass China für 2021 ein Wachstumsziel von 8 Prozent verkünden wird. Für den Fünf-Jahres-Plan bis 2025 rechnet sie mit einer Rücknahme des Ziels auf 5 Prozent im Jahr nach zuletzt 6,5 Prozent.


14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen Februar. Auch im Februar dürften die pandemiebedingten Einschränkungen die Wirtschaft gebremst haben, erklärt die Commerzbank. Andererseits rechnen die Analysten mit Impulsen aus dem 900 Milliarden Dollar schweren Hilfspaket vom Dezember. Sie prognostizieren daher einen etwas stärkeren Beschäftigungsanstieg von 150.000.


von: Anna-Maria Borse


1.März 2021, © Deutsche Börse AG




Disclaimer Inhalte des Onlineangebots Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Terminkontraktes, eines Wertpapiers oder einer Option, die zum Handel an der Eurex Deutschland oder der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen sind oder eines sonstigen Terminkontraktes, einer Emission oder eines hierin erläuterten Produktes. 

Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht dafür, dass die folgenden Informationen vollständig oder richtig sind. Infolgedessen sollte sich niemand auf die hierin enthaltenen Informationen verlassen. Die Deutsche Börse AG, Eurex Deutschland, Eurex Frankfurt AG, Eurex Clearing AG, FWB Frankfurter Wertpapierbörse und Börse Frankfurt Zertifikate AG haften nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden. 

Zum Handel an der FWB zugelassene Wertpapiere sowie Eurex-Derivate (mit Ausnahme des DAX®Future-, STOXX® 50 Future-, EURO STOXX® 50 Future-, STOXX 600 Banking Sector Future-, EURO STOXX Banking Sector Future- und Global Titans Future-Kontrakts und Eurex Zinssatz Derivaten) stehen derzeit nicht zum Angebot, Verkauf oder Handel in den Vereinigten Staaten zur Verfügung noch dürfen Bürger, die den US-amerikanischen Steuergesetzen unterliegen, diese Wertpapiere anbieten, verkaufen oder handeln. 

Die in XTF Exchange Traded Funds® gelisteten Fondsanteile sind zum Handel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Nutzer dieses Informationsangebotes mit Wohnsitz außerhalb von Deutschland weisen wir darauf hin, dass der Vertrieb der in XTF Exchange Traded Funds gelisteten Fondsanteile in diesem Land möglicherweise nicht zulässig ist. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigene Verantwortung des Nutzers. Verweise und Links Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt daher ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf der verlinkten Seiten erkennbar waren. 

Der Autor hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der gelinkten/verknüpften Seiten. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten /verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. 

Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist. Rechtswirksamkeit des Disclaimers Dieser Disclaimer ist ein Teil des Internetangebots, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern einzelne Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt. Einbindung von weiteren Inhalten Dritter Es ist möglich, dass innerhalb unserer Website Inhalte Dritter unter anderem im Form von sog. iFrames eingebunden werden. Die Anbieter dieser Inhalte werden technisch bedingt Ihre IP-Adresse erfahren, um ihre Inhalte an ihren Browser zu senden, eventuell Cookies setzen wollen oder Analyse-Tools einsetzen. Für den datenschutzgerechten Umgang mit ihren Daten sind diese Drittanbieter eigenverantwortlich. Zu den Kontaktmöglichkeiten des Anbieters, dessen Datenschutzbestimmungen und eventuell eingeräumte Widerspruchsmöglichkeiten verweisen wir auf das Impressum und die Datenschutzerklärung des jeweiligen Drittanbieters.




powered by stock-world.de


Marktstimmung: "Die Blase der Anderen"
Hiesige Anleger agieren eher misstrauisch. ...
ETFs: Nachhaltigkeit klar im Vorteil
Anleger bevorzugen Welt- und US-Aktien ...
Organisation der Börse
Die Frankfurter Wertpapierbörse ist mit dem elektronischen ...
So funktioniert Börse
Börse ist nicht so abstrakt, wie sie Neulingen erscheinen ...

 
Weitere Analysen & News
SAP wieder mit Momentum nach oben
Call auf SAP: 127 Prozent Chance von Harald Zwick - 16.04.2021, 08:30 Uhr SAP profitiert von seiner ...
Deutsche Bank: Kursziel höher!
Die Analysten von JPMorgan haben das Kursziel für die Aktien der Deutschen Bank vor Quartalszahlen ...
Silber, ein Wundermetall, auch über die Jahrtausend [...]
Kaum ein Metall hat im Lauf der Zeit so viele Funktionen und auch das Interesse der Menschen auf sich ...