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Bitcoins Kinder - 99% aller ICOs sind Betrug!


01.03.18 12:48
Max Otte

von Prof. Dr. Max Otte

Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC hat in den letzten Tagen Dutzende Vorladungen und Fragebögen an verschiedenste Technologie-Start-ups versandt, die derzeit über sogenannte Initial Coin Offerings (ICO) versuchen, Geld von unbedarften Anlegern einzusammeln. Die Securities and Exchange Commission will den Krypto-Unternehmern nun also endlich auf den Zahn fühlen.


SEC-Chef Jay Clayton sagte dazu: „Es sollte keine Missverständnisse geben. Wenn Investoren Wertpapiere angeboten und verkauft werden – was bei ICOs der Fall ist – haben sie Anspruch auf den Schutz durch die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze. Verkäufer und andere Marktteilnehmer müssen sich an diese Gesetze halten.“


Und er präzisierte: „Betrüger sind derzeit damit beschäftigt, sowohl den Markt für Kryptowährungen als auch die Blockchain-Technologie für ihre Zwecke einzuspannen. Die verwendeten Methoden sind jedoch so alt wie der Finanzmarkt selbst.“



Clayton hat Recht. In den ersten Wochen dieses Jahres 2018 haben windige Krypto-Start-ups über ICOs bereits mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Marke von 6,5 Milliarden US-Dollar aus dem letzten Jahr wird in diesem Jahr also sicherlich geknackt.


In der vergangenen Woche sprach Sean Gallager, ein ehemaliger SEC-Beauftragter, auf einer Konferenz der Börsenaufsicht in Washington und sagte: „Wir sehen die Spitze des Eisbergs. Die SEC wird nun hart durchgreifen,“ Die Welt der unregulierten ICOs sei wie „der Wolf of Wall Street auf Steroiden“.


„Pump And Dump“ regiert


Und sogar der „Wolf of Wall Street“ höchstpersönlich, Jordan Belfort, hatte im Herbst 2017 vor Investments in ICOs gewarnt. Was hier passiert, sei schlimmer als alles, was er jemals getan habe.


Belfort verglich das Vorgehen der ICO-Betrüger mit seinen eigenen „Pump And Dump“-Methoden aus den 80er-Jahren. Zunächst weckt man bei den Anlegern die große Gier. Und wenig später macht man sich mit dem gesamten Kapital schnell aus dem Staub.



Das Spielfeld für Gauner und Kriminelle wird kleiner


Monatelang wurde bis dato über den Rahmen und die Kompetenzen gestritten. Nun nutzt die SEC endlich ihren Spielraum und nimmt den Regulierungsauftrag an.


Und ihr Engagement trägt bereits Früchte. Robert Cohen, Leiter der Cyber Enforcement Unit der SEC, sagte in der vergangenen Woche, dass mindestens ein Dutzend Start-ups ihre ICOs verzögert hätten aufgrund der Kontaktaufnahme durch die SEC.


Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT), die in Kürze veröffentlicht werden soll, hat ergeben, dass betrügerische Unternehmer bisher rund 300 Millionen US-Dollar durch die Initial Coin Offerings eingenommen haben. Viel von ihnen sind, kurz nachdem die von den Anlegern transferierten Bitcoin- und Ether-Münzen (die beiden wichtigsten Tauschmittel im ICO-Business) in ihren Wallets gelandet waren, einfach verschwunden – auf Nimmerwiedersehen. Die ahnungslosen Anleger waren und sind die Leidtragenden.


Ich kann weiterhin nur sagen: Finger weg! Seit Monaten warne ich vehement vor Bitcoin und all den anderen Kryptowährungen. Fallen Sie bitte nicht auf diese Betrügereien herein, liebe Leser.


Auf gute Investments,


Ihr


Max Otte


P.S.: Kennen Sie schon meinen neuen Börsenclub? Schauen Sie doch einmal vorbei. Es lohnt sich!





Hinweis/Disclaimer:


Max Otte berät, beziehungsweise Unternehmen, an denen Max Otte beteiligt ist, beraten den PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und den Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind.


Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen in einen genannten Titel in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräusserung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.



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