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So, 18. August 2019, 13:30 Uhr

ETFs: Anlegen mit gutem Gefühl


30.01.19 13:51
Redaktion boerse-frankfurt.de


ETF-Investoren positionieren sich in marktbreiten Portfolios mit europäischen und japanischen Unternehmen und achten dabei zunehmend auf Nachhaltigkeit. Auch die Abfederung von Schwankungs- und Währungsrisiken spielt eine Rolle. 29. Januar 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Vor dem Hintergrund steigender Aktiennotierungen und nachlassender Marktschwankungen verbuchen Händler ansehnliche Volumina im Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds. "Das ETF-Aufkommen ist bei uns im Januar traditionell höher", beschreibt Rick van Leeuwen von IMC. Investoren beschäftigten sich zum Jahresbeginn mit ihren Geldanlagen und nutzten ETFs dabei verstärkt als technisches Investment-Tool. In der vergangenen Woche zählten europäische und US-Aktien marktbreiter Indizes wie S&P 500-, MSCI Europe- und Euro Stoxx 50-Tracker zu den beliebtesten Werten. "Bei allen verbuchen wir rege Bewegung in beide Richtungen mit einem Verkaufsüberhang." 

Über alle Anlageklassen hinweg mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Zu- und Abflüssen sowie einem Hang hin zu Aktien: So beschreibt Sophia Wurm die Gemengelage im ETF-Geschäft der Commerzbank. Die etwa 37.000 Transaktionen der vergangenen Woche bewegten sich dabei auf eher durchschnittlichem Niveau. 

Schwankungen minimieren


Trotz geringerer Ausschläge bei Aktien beschäftigten sich Investoren auffallend häufig mit Minimum Volatility-Strategien, wie Wurm berichtet. Ausgeglichen in beide Richtungen gehandelt würden Produkte, die sich am MSCI World Minimum Volatility (WKN A1J781) und MSCI Euro Minimum Volatility Index (WKNs A1J783) orientieren. Letztere (WKN A2H57F) landeten bei den UniCredit-Kunden nach Angaben von Oliver Kilian hingegen unterm Strich in den Depots. Portfolios, die sich am MSCI Europe Momentum Index (WKN A12DPN) orientieren, gingen Wurm zufolge überwiegend raus. "Nach dem verstärkten Aufbau von Positionen vor einigen Wochen, stellten Anleger diese nun wieder glatt", begründet die Händlerin. Der Referenzindex zielt auf Wertpapiere europäischer Industrieländer, die sechs und zwölf Monate nach dem letzten Neugewichtungstag die beste Performance aufwiesen. 

Währungsrisiken abfangen  

Hinter den Abflüssen aus S&P 500-ETFs, mit (WKN A1C5E9) und ohne Währungsabsicherungs-Komponente (WKN A0YEDG) und den Zuflüssen zu MSCI USA- (WKNs A1XB5V) sowie MSCI USA Euro Hedged-Produkten (WKN A1W5DE) vermutet Kilian Umschichtungen. Die Auswirkungen der Währungsschwankungen zwischen einer Fremdwährung und der Indexwährung werden etwa bei letzterem laut Emittenten durch den Verkauf von Devisenterminkontrakten mit einem Monat Laufzeit verringert.


KilianKilian  

Japanische Aktien mit Wohlfühlfaktor gesucht


Japan ist bei den Kunden der UniCredit ein Thema. Kilian spricht von einem eindeutigen Trend hin zu japanischen Aktien im MSCI Japan (WKN A1C5E6). Auf Nachhaltigkeit fokussierten sich Käufer von Indexfonds, die sich am MSCI Japan Socially Responsible Index (WKN A14UX8) orientieren. Der Referenzindex berücksichtigt nur Unternehmen, die im Vergleich mit der Konkurrenz in ihrem Sektor über ein hohes Rating in den Bereichen Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung verfügen. 

Auch in Wurms Statistik belegen japanische Werte etwa im Nikkei 225 Index (WKN DBX0NJ) einen vorderen Rang. "Käufe stehen im Vordergrund." 

Europäische Bluechips ins Depot


Eindeutigen Zuspruch registriert Kilian für Tracker des marktbreiten Euro Stoxx 50 Index (WKNs A0YF4H, A2H59LDBX1EU) verschiedener Anbieter. Bei Betrachtung einzelner Länderindizes fielen Abgaben italienischer (WKN A0D8Q2) und deutscher Bluechips (WKNs LYX0AC593393) besonders ins Gewicht. "MDAX-Tracker (WKN 593392) waren wiederum unterm Strich gesucht." 

Brasilianische Aktien überzeugen


ETFs mit Aktien aufstrebender Staaten machen bei der Commerzbank bemerkenswerte 9 Prozent der Umsätze mit Aktien-ETFs aus. Hinter der starken Nachfrage verbergen sich Wurm zufolge gleichermaßen Verkäufe und Käufe insbesondere von MSCI Emerging Markets-Produkten. 

Kilians Kunden trennten sich zumeist von ihren MSCI Emerging Markets-Positionen (WKNs A2H58JA1JM6G). Ebenso gingen MSCI Emerging Markets Latin America- (WKN A2H58P) und MSCI Mexico-ETFs (WKN DBX0ES) in Summe raus. Rege gehandelt und überwiegend gekauft würden brasilianische Werte im MSCI Brazil Index (WKN A0HGWA), der seit Jahresbeginn gut 11 Prozent im Plus liegt. 

Raus aus Hochzinsanleihen


Im Handel mit Rentenwerten sieht Wurm eine Tendenz raus aus hiesigen Kurzläufern (WKN A0Q4RZ). Schwellenländer-Bonds in lokaler Währung etwa basiert auf dem Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Liquid Government Index (WKN A1JJTV) seien rege in beide Richtungen gefragt. 

Ein- bis dreijährige europäische Bonds (WKN A1JKSV) kommen bei den Kunden der UniCredit besonders gut an "Hier verbuchen wir höhere Zuflüsse", präzisiert Kilian. Das gelte auch für Euro-Staatsanleihen mit Laufzeiten bis zu einem (WKN A0RGEL) und drei bis fünf Jahren (WKN A0LGP6). Von ihren Hochzins-Bonds nähmen Anleger tendenziell Abstand. Aus den Depots raus gingen zum Beispiel Euro High Yield Corporate Bond-Portfolios (WKN A1C3NE). 

von: Iris Merker
29. Januar 2019, © Deutsche Börse AG

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