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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Marktstimmung: "DAX-Werte, nun doch international begehrt?"


04.04.19 07:42
Redaktion boerse-frankfurt.de


Die hiesigen Anleger waren scheinbar beim Kurssprung deutscher Aktien nicht dabei. Dies sollte dem Markt eine Stütze sein. Zusammenfassung 

Die "Pessimismus-Spirale" ist nach Ansicht von Joachim Goldberg offenbar zum Stehen gekommen. Nachlassende Angst vor einer Rezession in den USA habe dem DAX seine 470 Punkte Gewinn seit vergangenen Mittwoch verschafft - immerhin gut 4 Prozent. Allerdings sind die Positionierungen der von uns befragten mittelfristig orientierten Anleger kaum verändert. So findet es der Verhaltensökonom bemerkenswert, dass weder die professionellen noch die privaten Anleger den Anstieg zu Gewinnmitnahmen genutzt hätten. Als Käufer waren sie aber auch nicht dabei. 

Für Goldberg könnten internationale Akteure ihre Einstellung gegenüber deutschen Aktien geändert haben, auch weil sie noch günstig im Vergleich zu US-amerikanischen scheinen. Die Stimmung hierzulande bleibe moderat und so dürfte vor allem bei institutionellen Akteuren noch Kaufbedarf bestehen, aber nur auf deutlich günstigerem Niveau. "Der DAX präsentiert sich überraschend robust." 3. April 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wie schnell sich doch ökonomische Einschätzungen ändern können. Die Rede ist allerdings nicht vom Zustand der Eurozone, deren Wachstumsaussichten sich aufgrund entsprechender Daten bis zu Wochenanfang weiter einzutrüben schienen und sich erst heute früh wieder ein wenig aufhellten. Vielmehr scheinen die Finanzmarktakteure von den neuerwachten Wachstumsaussichten in den USA mittlerweile stark beeindruckt zu sein. Dies lässt sich zumindest an einem Anstieg des DAX von 4,1 Prozent (stichtagsbezogen) seit unserer vergangenen Erhebung ablesen. Denn die Pessimismus-Spirale vieler Kommentatoren hat sich angesichts der jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten offenbar in Wohlgefallen aufgelöst. Dabei hatte der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, noch am vergangenen Freitag von der US-Notenbank eine sofortige Leitzinssenkung von 50 Basispunkten gefordert, als ob sich die dortige Wirtschaft kurz vor dem Abgrund befände.

Nun ist alles anders gekommen. Zwar sind die gestrigen globalen Wachstumseinschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach wie vor pessimistisch geblieben, aber ein paar gute Zahlen aus den USA haben die Finanzmarktteilnehmer offensichtlich zum Umdenken gebracht. Zumal die vielerorts beobachtete Zinsstrukturkurve in den USA bezüglich ihres als besonders wichtig angesehenen Verhältnisses zwischen T-Bills mit dreimonatiger und Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit seit Wochenbeginn nicht mehr invertiert ist. Mit anderen Worten: Der Vorbote einer möglichen Rezession hat sich zumindest in den USA wieder zurückgezogen.

Allerdings scheinen die von uns wöchentlich befragten institutionellen Marktteilnehmer mit mittelfristigem Handelshorizont vom jüngsten starken Anstieg des DAX fast unbeeindruckt zu sein. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index hat gegenüber der Vorwoche gerade einmal um 4 Punkte auf einen Stand von +14 Punkte angezogen. Dabei ist bemerkenswert, dass der überraschend starke Anstieg des Börsenbarometers per Saldo nicht zu größeren Gewinnmitnahmen der Optimisten aus der Vorwoche geführt hat.

Wenn sich Aussitzen lohnt


Aber auch bei den Privatanlegern schien zumindest zum Befragungszeitpunkt noch ein gewisses Überraschungsmoment angesichts der positiven DAX-Entwicklung größere Gewinnmitnahmen verhindert zu haben. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index dieses Panels bleibt gegenüber der Vorwoche unverändert bei +17, wobei sich die Polarisierung zwischen Bullen und Bären etwas erhöht hat. Da sich die Optimisten unter den Privatanlegern in der Vorwoche im Gegensatz zu ihren institutionellen Pendants mit Engagements deutlich unter Wasser befanden, hätte man durchaus mit einigen Glattstellungen in der Nähe des Jahreshochs - dieses war allerdings zum Befragungsbeginn gestern Nachmittag noch nicht erreicht - rechnen können.

Viel interessanter scheint indes, dass ein großer Teil der seit unserer vergangenen Befragung aufgelaufenen Kursgewinne des DAX offenbar nicht auf heimische Nachfrage zurückzuführen ist. Gut möglich, dass langfristige Kapitalzuflüsse (auch aus dem Ausland) - noch vor zwei Wochen stellten wir fest, dass Aktien der Eurozone bei internationalen Fondsmanagern besonders unbeliebt waren - nicht nur zum Run auf deutsche, sondern, eines Besseren belehrt, auch auf Euroland-Werte geführt haben. Zumal die vernachlässigten Aktien der Eurozone im Vergleich zu den ebenfalls gestiegenen US-Papieren relativ günstig ausgesehen haben.

Der heute festgestellte Optimismus der heimischen Akteure ist angesichts der Entwicklung des DAX vor allem in der relativen Sicht auf sechs Monate geradezu moderat. Und auch in der absoluten Betrachtung kann man keineswegs von Euphorie sprechen. Vielmehr dürfte vor allen Dingen bei den institutionellen Akteuren noch Kaufbedarf bestehen, aber wenn möglich natürlich nur auf deutlich günstigerem Niveau. Es ist diese Nachfrage, die dem DAX gerade bei deutlicheren Rücksetzern eine gute Stütze sein wird. Kurz um: Der DAX präsentiert sich überraschend robust.

3. April 2019, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de 

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

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Video-Kommentar von Joachim Goldberg


 



Sentiment-Index institutioneller Anleger 


Bullish Bearish Neutral
Total 46% 32% 22%
ggü. letzter Erhebung +3% -1% -2%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.870 (+470 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +14 Punkte (Stand Vorwoche: +10 Punkte)




Sentiment-Index privater Anleger 


Bullish Bearish Neutral
Total 49% 32% 19%
ggü. letzter Erhebung +1% +1% -2%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.870 (+470 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: +17 Punkte (Stand Vorwoche: +17 Punkte)



Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie. 




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