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Sa, 17. August 2019, 17:04 Uhr

Marktstimmung: "Des einen Freud, des anderen Leid"


24.01.19 07:36
Redaktion boerse-frankfurt.de


Der Anstieg des DAX um weitere 1,3 Prozent gegenüber der Vorwoche hat sowohl bei institutionellen als auch bei Privatanlegern zu Gewinnmitnahmen geführt. Zusammenfassung 

Obwohl die von den Kommentatoren hervorgehobenen globalen Risiken für die Aktienmärkte seit einiger Zeit weitgehend ausgeblendet werden, hat sich die Stimmung bei den institutionellen und privaten Anlegern, die wir allwöchentlich befragen, verschlechtert. Allerdings handelt es sich laut Joachim Goldberg nicht um eine neue Form von Skepsis, sondern überwiegend um Gewinnmitnahmen vormals optimistisch eingestellter Börsianer, die sich ganz besonders über den Kurssprung des DAX am vergangenen Freitag von rund 200 Zählern gefreut haben dürften.

Damit bleibt nur noch ein kleiner Restoptimismus der Investoren erhalten, der den DAX auf dem derzeitigen Niveau weder behindert noch beflügelt. Um einen stärkeren Aufwärtstrend zu etablieren, bedürfte es nach wie vor frischer langfristiger Nachfrage, für deren Vorhandensein es derzeit allerdings wenig Indizien gebe, erklärte der Verhaltensökonom. 23. Januar 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Genau genommen ist seit unserer vergangenen Stimmungserhebung von den globalen Problemen, die derzeit auf der Stimmung der Investoren lasten, praktisch kaum eines gelöst worden. Sei es der Austritt Großbritanniens aus der EU, dessen Schicksal offenbleibt, zumal die britische Premierministerin Theresa May mit ihrem am Montag vorgelegten sogenannten Plan B eigentlich wieder, abgesehen von geringfügigen Änderungen, ihren ursprünglichen Plan A zum Brexit präsentierte. Ein Plan, der naturgemäß weder das britische Unterhaus noch die EU überzeugen konnte. Aber allein schon die Aussicht auf eine Verschiebung einer konkreten Entscheidung in Sachen Brexit und der Wille, etwaige Meinungsverschiedenheiten und Handlungsoptionen innerhalb des britischen Parlaments, aber auch gegenüber der EU zu diskutieren, hat - dies wird an der Stärke des britischen Pfundes sichtbar - vielerorts für einen fast schon überzogenen Optimismus gesorgt. Zeitweise auch hierzulande. Auch, dass im US-chinesischen Handelsstreit bislang womöglich gar keine wichtigen Fortschritte - gerade hinsichtlich der Urheberrechtsverletzungen, derer die USA China immer wieder beschuldigt - erzielt wurden, scheint kaum jemanden beunruhigt zu haben. Genauso wenig wie der sogenannte Government Shutdown in den USA, wo die Teil-Schließung der öffentlichen Einrichtungen, von der rund 800.000 Arbeitskräfte auf Bundesebene betroffen sind, heute bereits den 33. Tag andauert. Und auch die vom Internationalen Währungsfonds gesenkten Prognosen für das globale Wachstum haben die Börsianer bislang nicht wirklich beeindruckt.

Diese vordergründige Gelassenheit wird allerdings nicht bei den von uns wöchentlich befragten mittelfristig orientierten institutionellen Investoren sichtbar. Denn der Optimismus ist dort, gemessen am Börse Frankfurt Sentiment-Index, gegenüber der vergangenen Stimmungserhebung um 11 Punkte auf einen Stand von +3 gefallen. Und da sich die ehemaligen Bullen fast gleichmäßig auf die übrigen beiden Gruppierungen der Bären und der neutral gestimmten Akteure verteilen, kann man eigentlich nicht von einer neuen Skepsis der Akteure sprechen. Vielmehr dürfte vor allen Dingen der für viele überraschende Sprung des DAX am vergangenen Freitag in der Größenordnung von 200 Punkten einerseits für Eindeckungen im Rahmen einer sogenannten Shortsqueeze gesorgt haben. Auf der anderen Seite ergab sich dagegen für eine Reihe von Optimisten unseres Panels die willkommene und von uns auch erwartete Gelegenheit, endlich Gewinne in ausreichender Höhe realisieren zu können. Des einen Freud‘ ist des anderen Leid.

Nur ein paar Gewinnmitnahmen


Auch bei den Privatanlegern ist unser Börse Frankfurt Sentiment-Index gefallen, allerdings nur in einer Größenordnung von 5 Punkten, so dass der Index nur noch einen Stand von +4 aufweist. Auch hier dürfte das Hauptmotiv nicht neu aufgekommene Angst, sondern Gewinnmitnahmen gewesen sein, und das in einer durchaus zufriedenstellenden Größenordnung.

Damit liegen die Sentiment-Indices der institutionellen und der privaten Investoren fast gleichauf, aber insgesamt auf niedrigem Niveau. In absoluten Zahlen herrscht zwar noch ein leichter Optimismus vor, aber gemessen an den Werten der vergangenen Monate kann man bereits von einem relativen, leichten Pessimismus sprechen. Für den DAX hat das zur Folge, dass er zumindest von heimischer Seite auf niedrigerem Niveau (möglicherweise bei 10.850/10.900) durch heimische Nachfrage recht gut unterstützt ist, während an der Oberseite relativ wenig Gegenwind aus weiteren Gewinnmitnahmen droht. Was mögliche langfristige Zuflüsse ausländischen Kapitals angeht, sehen wir derzeit allerdings keine größeren Volumina am Horizont, von denen der DAX nachhaltig profitieren könnte.

23. Januar 2019, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de 

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Video-Kommentar von Joachim Goldberg


 

Sentiment-Index institutioneller Anleger 


Bullish Bearish Neutral
Total 38% 35% 27%
ggü. letzter Erhebung -7% +4% +3%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.040 (+140 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +3 Punkte (Stand Vorwoche: +14 Punkte)




Sentiment-Index privater Anleger 


Bullish Bearish Neutral
Total 40% 36% 24%
ggü. letzter Erhebung -3% +2% +1%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.040 (+140 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: +4 Punkte (Stand Vorwoche: +9 Punkte)



Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie. 




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