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Do, 28. Mai 2020, 1:19 Uhr

Palladium

WKN: COM015 / ISIN: XC0009665529

WARUM SIND DIE EDELMETALL-AUFGELDER SO STARK GESTIEGEN?


04.04.20 07:02
Benjamin Summa

wir haben Sie in den vergangenen Krisen-Tagen fortlaufend darüber informiert, dass sich der physische Markt stark vom Papiergoldmarkt abgekoppelt hat. Das Ergebnis sind deutlich gestiegene Aufgelder. Das liegt an verschiedenen Dingen, vor allem an der Knappheit der zur Verfügung stehenden Münzen und Barren. Die größten Barrenproduzenten in der Schweiz (Argor Heraeus etc.) produzieren beispielsweise wegen der Corona-Krise aktuell nicht. Hier werden rund 70 Prozent des weltweiten Minengoldes verarbeitet. Zudem sind die Refinanzierungskosten für Edelmetallleihen um ein Vielfaches gestiegen und die Frachtraten für internationale Flüge sind um den Faktor 10 bis 40 höher als normal.


Die Spreads für das Absichern von Risiken betragen normalerweise rund 30 Cents zwischen Ankauf und Verkauf. Nunmehr sind es aber oftmals einige Dollar – in der Spitze waren es 98 Dollar pro Feinunze. Das sind rund 2.800 Euro pro Kilogramm.


Und last but not least haben einige Produzenten ihre Aufgelder erhöht, weil auch deren Beschaffungskosten gestiegen sind.


Am Höhepunkt der Finanzkrise mussten Goldkäufer ein Aufgeld von bis zu 13 Prozent auf den Goldwert für die Unzenmünze Krügerrand bezahlen. Dieses Niveau wurde inzwischen wieder bei einigen Gattungen erreicht bzw. überschritten.


Was bedeutet dieses Aufgeld, das auch Spread genannt wird, konkret?


Es handelt sich um die Differenz zwischen Verkaufs- und Rücknahmepreis. Grundsätzlich hängt die Höhe des Spreads vor allem von zwei Faktoren ab: von der Art und vom Gewicht des jeweiligen Edelmetalls. So fallen bei Goldprodukten die Spreads zwischen An- und Verkauf aufgrund ihrer Mehrwertsteuerfreiheit in der Regel deutlich geringer aus als bei SilberPlatin und Palladium. Außerdem kann man vor allem Goldbarren (teilweise auch Goldmünzen) attestieren, dass die Differenz zwischen beiden Preisen mit zunehmendem Gewicht dahinschmilzt. Weil bei der Herstellung schwerer Goldbarren bzw. -münzen die entstandenen Kosten auf einen höheren Materialwert verteilt werden können, sind die prozentualen Spreads bei Schwergewichten erheblich geringer als bei Leichtgewichten. Während ein Kilogramm-Goldbarren bei normaler Marktlage ein Spread von etwas mehr als zwei Prozent aufweist, kann diese Kennzahl bei einem Goldbarren mit einem Gewicht von einem Gramm auf über 20 Prozent ansteigen.


Aber derzeit leben wir leider nicht in normalen Zeiten.



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