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Mo, 20. Mai 2019, 17:07 Uhr

Wochenausblick: Kurze Verschnaufpause


18.03.19 13:11
Redaktion boerse-frankfurt.de


Vor dem nächsten Akt im Brexit-Drama und dem Zinsentscheid der Federal Reserve lehnen sich Anleger lieber nicht zu weit aus dem Fenster. Längerfristig sehen Analysten weiteres Aufwärtspotenzial für Aktien. 18. März 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ein Plus von knapp 2 Prozent verbuchte der DAX in der vergangenen Woche und verabschiedete sich bei einem Stand von 11.685 Punkten mit einem neuen Jahreshoch aus dem Handel. Für Zuversicht sorgte unter anderem die Senkung der chinesischen Mehrwertsteuer ab April und das von Peking auf den Weg gebrachte Gesetz, das ausländischen Investoren faireren Wettbewerb bringen soll. Marktteilnehmer werteten diese Maßnahmen und das scheinbar kurz vor dem Abschluss stehende Währungsabkommen zwischen China und den USA als Friedensangebot im Handelsstreit. 

Nach der starken Aufwärtsbewegung rechnet Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer nun zunächst mit Ermüdungserscheinungen. "Viele Anleger werden sich sicher auch mit Blick auf die vor uns liegende ereignisreiche Woche eher vorsichtig positionieren." 

Profis steigen wieder ein


Gemessen an den US-Fondsmanagern endete mit Zuflüssen von über 14 Milliarden US-Dollar die Zurückhaltung institutioneller Anleger am Aktienmarkt, wie Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank feststellt. Allein am vergangenen Dienstag seien 12 Milliarden US-Dollar in Unternehmensanteile investiert worden. US-Werte stünden ganz oben auf der Kaufliste, während Aktien aus Europa und den Emerging Markets mehrheitlich verkauft würden. Mit einem Wert von 0,32 deute zudem der von der Citigroup veröffentlichte Macro Risk Index auf höhere Risikofreude.

Vorgezogene Frühlingsgefühle?


Die bemerkenswerte Robustheit der Aktienmärkte stuft Schickentanz als vorweggenommenes konjunkturelles Frühlingsszenario ein. Nach den deutlichen Zuwächsen steige allerdings das Risiko eines durch schwächere makroökonomische Daten ausgelösten "Kaltlufteinbruchs". Die Berichtssaison ende derzeit und perspektivisch folgten die Zwischenberichte über das insgesamt deutlich schwächere erste Quartal. 

Aktien bleiben attraktiv


Robert Halver schließt nicht aus, dass Anleger zunächst Gewinne einstreichen und so zu höheren Schwankungen am Aktienmarkt beitragen. Eine mögliche Lösung im US-chinesischen Handelsstreit wird nach Auffassung des Baader Bank-Analysten aber die Stimmung in der globalen Wirtschaft insgesamt verbessern, was wiederum für Aktien spreche. 

Trotz zehnjährigem Bullenmarkt in den USA sieht auch Claudia Windt von der Helaba noch kein baldiges Ende der Hausse. Die Bewertung von US-Aktien bewege sich noch im Normalbereich, und mit den jüngsten geldpolitischen Kehrtwenden der Notenbanken blieben die Anlagealternativen weiterhin dünn gesät. 

Anleger hoffen auf längere Frist


Nach gefühlt endlosen Streits zum EU-Austritt der Briten deutet derzeit vieles auf eine Fristverlängerung um drei Monate. Die britische Premierministerin werde voraussichtlich in dieser Woche im Unterhaus darüber abstimmen lassen. Anleger hoffen nach Ansicht von Windt geradezu, dass die Verschiebung über die Mitte dieses Jahres hinausreicht. Die längere Debatten- und Abstimmungspause könnten Aktien dann für ihre Geburtstagsparty nutzen. 

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Montag, 18. März 

8:00-20:00 Uhr. Tag der Aktie. Kaufaufträge über 1.000 Euro für alle 30 DAX-Werte und 11 DAX-ETFs sind heute an der Börse Frankfurt bei acht Direktbanken ohne Gebühren. Mehr Infos auf boerse-frankfurt.de/tagderaktie.

Deutschland: Änderungen der Indexzusammensetzung wird wirksam. U.a. kommen Knorr-Bremse und Dialog Semiconductor in den MDAX.

Mittwoch, 20. März 

19.00 Uhr. USA: Zinsentscheid Federal Reserve. In dieser Woche steht die US-Zentralbank im Fokus. Zwar werden die Währungshüter den Leitzins höchst wahrscheinlich unverändert zwischen 2,25 und 2,5 Prozent belassen und damit den Dreimonatsrhythmus für Erhöhungen beenden. Investoren interessierten sich daher für die Projektionen und ob sich diese von den Einschätzungen im Dezember 2018 unterscheiden. Während die Finanzmärkte in diesem Jahr von einer Zinspause ausgehen, rechnet die Helaba mit noch einem Zinsschritt bis Ende 2019, der vor dem Hintergrund einer robusten US-Konjunktur aber verkraftbar sei. Mittwoch, 20. März 

19.00 Uhr. USA: Zinsentscheid Federal Reserve. In dieser Woche steht die US-Zentralbank im Fokus. Zwar werden die Währungshüter den Leitzins höchst wahrscheinlich unverändert zwischen 2,25 und 2,5 Prozent belassen und damit den Dreimonatsrhythmus für Erhöhungen beenden. Investoren interessierten sich daher für die Projektionen und ob sich diese von den Einschätzungen im Dezember 2018 unterscheiden. Während die Finanzmärkte in diesem Jahr von einer Zinspause ausgehen, rechnet die Helaba mit noch einem Zinsschritt bis Ende 2019, der vor dem Hintergrund einer robusten US-Konjunktur aber verkraftbar sei. 

Freitag, 22. März 

10.00 Uhr. Euroraum: Einkaufsmanagerindizes März. Nach der jüngsten Produktionsschwäche sieht die DekaBank ein Auslaufen der Sondereffekte. Dies werde sich in den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes widerspiegeln. Spürbare Verbesserungen der Daten würden aber von den nach wie vor vorhandenen Belastungen eines schwächeren Welthandels sowie der Unsicherheit rund um den Brexit erschwert. Der Konsens liegt bei einem leicht festeren Indikator von 49,6 Punkten nach 49,3 Punkten im Februar, womit sich der Wert weiter im rezessiven Bereich befinde. 

von: Iris Merker 18. März 2019, 
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