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So, 18. August 2019, 13:10 Uhr

Wochenausblick: Unternehmen liefern Impulse


28.01.19 14:13
Redaktion boerse-frankfurt.de


Hoffnung auf Fortschritte im Zollstreit zwischen China und den USA sowie positive Ergebnisse aus den Konzernzentralen bestimmen das Bild an den Finanzmärkten. 28. Januar 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Rund 0,7 Prozent legte der Deutsche Aktienindex DAX in der vergangenen Woche zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 8 Prozent zu Buche. Gleichzeitig kommen Dow Jones Industrial, S&P 500 und Nasdaq 100 auf Gewinne von über 7, 6 und 6,7 Prozent. Zweistellige Zuwachsraten gibt es für die Aktienmärkte in Brasilien, der Türkei und Russland. 

Markus Reinwand von der Helaba sieht in den Diskussionen über schwaches Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig anziehenden Märkten keinen Widerspruch. Da Aktien den Konjunkturzyklus vorwegnähmen, sei die Schwäche mittlerweile eingepreist. Der weit verbreitete Pessimismus erhöhe die Wahrscheinlichkeit positiver Überraschungen. 

Vorsichtige Prognosen


Diese könnten unter anderem aus den Chefetagen der Konzerne kommen. In den USA öffnen in dieser Woche nicht weniger als 34 Prozent der S&P 500- Unternehmen und in Europa 22 Prozent der Stoxx 600-Titel ihre Bücher, wie Chris-Oliver Schickentanz anmerkt. Unterm Strich wird die laufende Berichtsaison nach Ansicht des Commerzbank-Analysten vermutlich für Rückenwind sorgen. Das sieht Thomas Metzger ähnlich. Das erwartete Gewinnwachstum der S&P 500-Unternehmen sei in den letzten Wochen immer weiter nach unten korrigiert worden. Insofern geht der Analyst vom Bankhaus Bauer davon aus, dass die tatsächlichen Ergebnisse die Erwartungen größtenteils schlagen können. Wie gewohnt werden Anleger stärker auf die Ausblicke der Firmen achten. "So lange wir keinen Durchbruch bei den übergeordneten Themen Handelsstreit und Brexit sehen, dürften sich die Unternehmen hier allerdings nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", schätzt Metzger. 

China und die USA bestimmen das Bild  

Nach der vorläufigen Einigung auf eine Übergangsfinanzierung bis zum 15. Februar im bislang längsten Government Shutdown der USA blicken Anleger mit Spannung auf die geplante Reise von Chinas Vizepremier Liu He nach Washington, wo die Gespräche über die künftigen Handelsbeziehungen der beide Wirtschaftsriesen fortgesetzt werden. Bleibt ein Übereinkommen aus, wird sich der Zollstreit ausweiten. 

Wenn die Vernunft noch eine Rolle spielt, werden die Handelspartner - unter anderem aufgrund bereits sichtbarer Reibungsverluste des Konflikts in der Wirtschaft - bald eine Lösung finden, wie Robert Halver meint. Mit dem Ausbleiben neuer Negativschlagzeilen werden die Aktienmärkte nach Auffassung des Baader Bank-Analysten ihre Erholung fortsetzen. Als ein Indiz für zunehmenden Optimismus wertet Halver die steigende Investitionsquote der US-Fondsmanager.


HalverHalver  

Europäische Aktien mit Nachholpotenzial


Solange nicht zumindest ein oder zwei der derzeitigen geopolitischen Bremsklötze überwunden werden, könnten die Märkte Metzger zufolge zunächst in einer übergeordneten volatilen Seitwärtsbewegung gefangen bleiben. Gelinge dies allerdings, böten gerade europäische Aktien sowie Titel aus den Emerging Markets etwa gegenüber US-Werten interessante Perspektiven. "In beiden Segmenten sind mittlerweile viele Risikofaktoren ausreichend eingepreist", urteilt der Analyst. Die aktuelle Skepsis vieler Marktteilnehmer eröffne antizyklisch denkenden, langfristig orientierten Investoren derzeit selektiv gute Einstiegmöglichkeiten in risikoreichere Anlagekategorien. Ein Engagement setze aber die Bereitschaft und Geduld voraus, auch schwierige Marktphasen aushalten zu können. 

DAX mit Luft nach oben  

Aus technischer Perspektive erarbeitete sich der DAX nach Auffassung von Christoph Geyer mit dem jüngsten Anstieg weiteres kurzfristiges Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 11.500 Punkten. Ob diese Marke tatsächlich erreicht werde, sei derzeit noch offen, da die Indikatoren vor Verkaufssignalen stünden oder diese bereits generiert hätten. In den kommenden Wochen müssen Anleger nach Auffassung des Charttechnikers der Commerzbank hingegen mit einer DAX-Korrektur im neuen Aufwärtstrend rechnen.


GeyerGeyer  

Brexit auf die längere Bank schieben


In der Brexit-Saga wird in dieser Woche ein weiteres Kapitel aufgeschlagen. Am Dienstag stimmt das britische Unterhaus über den vorliegenden Plan von Theresa May ab. Englischen Medien zufolge soll die Premierministerin einen ungeregelten Brexit im Rahmen interner Regierungsgespräche ausgeschlossen haben. Viele Beobachter erwarten, dass sich die Parlamentarier für eine Verlängerung der Austrittsfrist aussprechen werden. 

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten


Hierzulande veröffentlichen mit SAP und Siemens zwei Schwergewichte ihre Zahlen. Freitag steht unter anderem die Deutsche Bank im Rampenlicht. 

Mittwoch, 30. Januar 

20.00 Uhr. USA: Zinsentscheid Federal Reserve. Konkrete Entscheidungen hinsichtlich einer erwarteten Pause im Zinserhöhungszyklus wird die US-Notenbank nach Ansicht von Analysten vermeiden. Eine mögliche Veränderung des Zinsniveaus stehe ohnehin erst im März an. Das aktuelle Statement zum Zinsentscheid wird nach Ansicht der Deka-Bank bedingt durch den Stillstand der US-Behörden und den dadurch fehlenden ökonomischen Datenveröffentlichungen erschwert. Dazu werde US-Notenbankchef Powell womöglich eine Anmerkung machen. Trotz schlechterer Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen können sich die US-Arbeitsmarktzahlen laut Helaba aber immer noch sehen lassen. 

von: Iris Merker
28. Januar 2019, © Deutsche Börse AG

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