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Di, 31. Januar 2023, 17:16 Uhr

Gigaset

WKN: 515600 / ISIN: DE0005156004

EQS-News: Gigaset AG veröffentlicht Bericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2022: Phones mit plus 2,3%, Professional mit plus 8,8% Steigerung auf Neun-Monatssicht (deutsch)


22.11.22 07:30
dpa-AFX

Gigaset AG veröffentlicht Bericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2022: Phones mit plus 2,3%, Professional mit plus 8,8% Steigerung auf Neun-Monatssicht



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EQS-News: Gigaset AG / Schlagwort(e):


Quartals-/Zwischenmitteilung/9-Monatszahlen


Gigaset AG veröffentlicht Bericht zum dritten Quartal und den ersten neun


Monaten 2022: Phones mit plus 2,3%, Professional mit plus 8,8% Steigerung


auf Neun-Monatssicht



22.11.2022 / 07:30 CET/CEST


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Pressemeldung


Bocholt, 22. November 2022




Gigaset AG veröffentlicht Bericht zum dritten Quartal und den ersten neun


Monaten 2022


Phones mit plus 2,3%, Professional mit plus 8,8% Steigerung auf


Neun-Monatssicht



* Neun-Monatsumsatz insgesamt um 3,8 % gesteigert



* Marge belastet durch Materialverfügbarkeit und Inflation



* EBITDA mit EUR 7,7 Mio im Neun-Monatszeitraum unverändert deutlich


positiv



Bocholt, 22. November 2022 - Die Gigaset AG (ISIN: DE0005156004), ein


international agierendes Unternehmen im Bereich der


Kommunikationstechnologie, hat heute den Bericht für das dritte Quartal und


die ersten neun Monate 2022 veröffentlicht. In den ersten neun Monaten 2022


steigerte Gigaset den Umsatz insgesamt um 3,8 %. Das EBITDA reduzierte sich,


blieb aber unverändert deutlich positiv. Im dritten Quartal 2022 generierte


das Unternehmen ein Umsatzplus von 8,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In


diesem Betrachtungszeitraum sank das EBITDA, beeinflusst durch mangelnder


Materialverfügbarkeit und stark gestiegene Einkaufspreise, deutlich.



Der Umsatz in den ersten neun Monaten 2022 erhöhte sich auf EUR 159,7 Mio


(9M 2021: EUR 153,9 Mio). Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und


Abschreibungen (EBITDA) der ersten neun Monate sank auf EUR 7,7 Mio - nach


EUR 11,0 Mio im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz im dritten


Quartal verbesserte sich auf EUR 56,4 Mio (Q3 2021: EUR 52,0 Mio) - trotz


bestehender Materialengpässe infolge gestörter Lieferketten sowie der


weltweiten Unsicherheiten infolge des seit Februar 2022 andauernden Ukraine


Kriegs. Das EBITDA des dritten Quartals sank auf EUR 1,9 Mio (Q3 2021: EUR


6,8 Mio). Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) ging im dritten


Quartal auf EUR -2,2 Mio zurück (Q3 2021: EUR 3,3 Mio).



"Wir sehen uns mit einer neuen Realität im Bereich Logistik und


Materialverfügbarkeit konfrontiert", so Thomas Schuchardt, CFO der Gigaset


AG. "Entsprechend wurde durch Beschaffungs- und Lieferkettenprobleme unser


Ergebnis in den ersten neun Monaten des Jahres belastet. In diesem


herausfordernden Umfeld sichern uns unsere langjährigen und guten


Beziehungen mit unseren Lieferanten eine bestmögliche Versorgung mit


Vorprodukten und Rohstoffen. Da Gigaset den Großteil der notwendigen


Materialien und Komponenten in US-Dollar bezahlt, schlagen die mit Beginn


des Ukraine-Kriegs einsetzenden Wechselkurs-Effekte ebenfalls negativ zu


Buche. Den stärksten Effekt hat die Abwertung des Euros gegenüber dem


US-Dollar. Dies führte zu einer deutlichen Steigerung der Materialkosten für


Gigaset. Von besonderer Bedeutung ist für uns in diesem Kontext die Kosten


im Griff zu haben und die außergewöhnliche Unsicherheit zu managen."



Digitalisierung bietet Wachstumschancen


Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt.


Viele Unternehmen haben innerhalb kürzester Zeit die Arbeitsweise umgestellt


und neue Geschäftsmodelle oder Vertriebswege erschlossen. Doch im


internationalen Vergleich hinkt die Bundesrepublik weiter deutlich


hinterher. Deshalb sind für die digitale Transformation in Zukunft noch


größere Anstrengungen nötig - vor allem im Bereich der IT- und


Telekommunikationsstrukturen. Gigaset sieht sich - auch im Kontext


geopolitischer Spannungen - gerüstet, um von dieser Entwicklung zu


profitieren.



Geschäftsverlauf nach Geschäftsbereichen


Der Umsatz in den überwiegend auf Privatkunden ausgerichteten


Geschäftsbereichen Phones, Smartphones und Smart Home summierte sich in den


ersten neun Monaten 2022 auf EUR 115,4 Mio - eine Verbesserung um 1,9 %


gegenüber dem Vorjahreszeitraum (9M 2021: EUR 113,2 Mio). Die Entwicklung im


Einzelnen:



Phones


Der Geschäftsbereich Phones liegt im Berichtszeitraum 2022 mit EUR 102,2 Mio


über dem Vorjahresniveau mit EUR 99,9 Mio. Der Absatz bei Phones zeigt eine


Steigerung um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was insbesondere auf


die fortwährende Stabilisierung des Absatzes von Schnurlostelefonen


zurückgeführt werden kann. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz auf


EUR 38,9 Mio - ein starkes Plus von 31,3 % im Vergleich zum


Vorjahreszeitraum (Q3 2021: EUR 29,7 Mio).



Obwohl sich der europäische Markt für Schnurlostelefone insgesamt weiter


rückläufig entwickelt, bleibt er hart umkämpft. Gigaset behauptet sich


weiterhin als Anbieter erster Wahl für Premiumtelefone mit eigener Station


oder hinter Routern. Im internationalen Verdrängungswettbewerb sollen


weitere Marktanteile gewonnen werden. Ein wichtiger Umsatztreiber und


Prestige-Erfolg ist die intensivierte Zusammenarbeit mit der Telekom


Deutschland. Diese setzt seit Juli 2022 in ihren Telekom Shops sowie im


Telekom Online Shop auf DECT-Schnurlostelefone von Gigaset.



Smartphones


Der Geschäftsbereich Smartphones hat mit einem Neunmonatsumsatz von EUR 12,2


Mio zwar das Vorjahresniveau gehalten (9M 2021: EUR 12,2 Mio). Die gute


Umsatzentwicklung aus dem ersten Halbjahr ließ sich zuletzt aber nicht


weiter fortsetzen. Der Umsatz von EUR 2,6 Mio im dritten Quartal bedeutet


einen deutlichen Rückgang um -35,8 % gegenüber dem Vorjahr (Q3 2021: EUR 4,0


Mio).



Das allgemeine Wachstum des Smartphone-Marktes hat sich in den letzten


Jahren verlangsamt. Eine Entwicklung, die auch Gigaset spürt. Um diesen


Bereich zu stärken, setzt Gigaset weiterhin auf den Ausbau des Geschäfts mit


Smartphones im Bereich der B2B-Partnerschaften als Ergänzung zum


existierenden B2C-Angebot.



Smart Home


Die Entwicklung im Geschäftsfeld Smart Home ist für Gigaset nach wie vor


unbefriedigend. Der Umsatz sank im abgelaufenen Neunmonatszeitraum leicht


auf EUR 1,0 Mio (9M 2021: EUR 1,1 Mio). Die Nachfrage nach Smart Home


Produkten hat sich damit seit Beginn der Pandemie noch immer nicht erholt.



Der Absatz von Smart Home-Anwendungen dürfte sich in absehbarer Zukunft


zurückhaltender als ursprünglich erwartet entwickeln. Gigaset geht dennoch


davon aus, mit seinen vier Anwendungsfeldern Sicherheit, Energie, Komfort


und Hilfe für pflegebedürftige Menschen weitere Marktanteile zu gewinnen. Um


sein Smart Home Portfolio einer breiteren Zielgruppe zugänglich zu machen,


setzt Gigaset auch hier zunehmend auf Partnerschaften; zu den jüngsten in


diesem Bereich gehören die Zusammenarbeit mit Home Connect Plus und der


Connectivity Standards Alliance (matter).



Professional


Der Umsatz im Geschäftsbereich Professional hat im Neunmonatszeitraum auf


EUR 44,3 Mio zugelegt. Das ist eine Steigerung um 8,8 % gegenüber dem


Vorjahreszeitraum (9M 2021: EUR 40,7 Mio). Dabei war der Umsatz im dritten


Quartal deutlich um -19,5 % auf EUR 14,5 Mio gesunken (Q3 2021: EUR 18,0


Mio). Die insgesamt positive Entwicklung ist einerseits durch Nachholeffekte


von Projekten bedingt als auch durch die hohe Nachfrage und neue


Projektumsetzungen.



Der Bereich der Geschäftskundentelefonie wird nach Einschätzung von Gigaset


zunehmend von IP- und Cloud-basierten Lösungen geprägt. Diese neuen


Technologien dürften vor allem in Europa die traditionelle


Übertragungstechnik weiter verdrängen. Die für entsprechende Gespräche


benötigte Hardware wird davon aber unberührt bleiben. Gigaset als Hersteller


im B2B-Bereich mit enger Anbindung an Cloud-Partner will hiervon


profitieren.



"Wir befinden uns in einer Situation, die geprägt ist von außergewöhnlicher


Unsicherheit. Dennoch sehen wir positiv in die Zukunft: Neue, auf den Kunden


ausgerichtete Produkte, langfristig angelegte Kooperationen mit starken


Partnern und unsere Produktion "Made in Germany", die uns außergewöhnliche


Flexibilität bei der Produktion ermöglicht, sind wichtige Assets für unseren


Erfolg", ergänzt Klaus Wessing, CEO der Gigaset AG.



Erläuterungen zum Ausblick 2022


Auch im vierten Quartal 2022 bestehen weiterhin verschiedene Unsicherheiten


und Risiken. Wichtige Einflussfaktoren hier sind die weitere Entwicklung der


chinesischen Corona-Politik, die Materialverfügbarkeit auf den


Beschaffungsmärkten sowie der Ukraine-Krieg, der vor allem in Europa zu


Lieferengpässen, massiv gestiegenen Energiepreisen und hoher Inflation


geführt hat. Ebenso wirken sich Wechselkurs-Effekte negativ aus. Den


stärksten Effekt hat die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar.


Gigaset sieht sich weiterhin in Abhängigkeit der beschriebenen externen,


nicht selbst beeinflussbaren Faktoren.



Angesichts dieser Themen rechnen die führenden


Wirtschaftsforschungsinstitute mit einer Rezession in Deutschland. Dies und


eine womöglich steigende Arbeitslosigkeit dürften sich negativ auf das


Konsumverhalten der Verbraucher auswirken. Potentielle Treiber einer


langfristigen Inflation sind die Kosten für eine höhere Resilienz der


Wirtschaft durch Deglobalisierung, die Kosten der Dekarbonisierung zum


Schutz des Klimas und die demografischen Veränderungen, die für einen Kampf


um Nachwuchstalente auf dem Bewerbermarkt sorgen. Diese Faktoren haben einen


potentiell negativen Einfluss auf die Produktionskosten, die seitens des


Unternehmens nicht ohne weiteres auf Kunden umgelegt werden können. Dies


würde in der Konsequenz die Margen-Qualität reduzieren und sich damit


negativ auf verschiedene Kennzahlen auswirken.



Adjustierter Ausblick des Vorstands für 2022


Eine veränderte Informationslage sowie eine aktuelle Bewertung des weiteren


Geschäftsverlaufs in 2022 haben den Vorstand der Gigaset AG am Freitag, den


18. November 2022 zu einer Anpassung der bisherigen Unternehmensprognose


veranlasst. Dies wurde dem Kapitalmarkt via Ad hoc Meldung und begleitender


Presseinformation kenntlich gemacht. Unter Ausschluss einer plötzlichen,


deutlichen Verschlechterung der Corona-Situation oder der


Lieferkettenproblematik erwartet Gigaset für das Geschäftsjahr 2022 nun


folgende Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:



1. Bislang prognostizierte das Unternehmen einen leichten Anstieg im


Umsatz und EBITDA gegenüber Vorjahr sowie einen moderat positiven Free


Cashflow. Nun wird von einem Umsatzanstieg ausgegangen, der zwischen EUR


235 Mio. und EUR 250 Mio. liegen wird (2021 EUR 217,1 Mio.).



2. Beim EBITDA wird ein nun ein Ergebnis unter Vorjahresniveau im Bereich


von EUR 6 Mio. bis EUR 15 Mio. erwartet (2021 EUR 16,5 Mio.).



3. Der im Ausblick angenommene moderat positive Free Cashflow für 2022


wird bestätigt. Hier wird ein Ergebnis zwischen EUR 0,1 Mio. und 3 Mio.


erwartet (2021 minus EUR 14,2 Mio.).



Der vollständige Bericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten


2022 steht hier zum Download zur Verfügung.



Die Gigaset AG, Bocholt, ist ein international agierendes Unternehmen im


Bereich der Kommunikationstechnologie. Die Gesellschaft ist Europas


Marktführer bei DECT-Telefonen und rangiert auch international mit etwa 850


Mitarbeitenden und Vertriebsaktivitäten in über 50 Ländern an führender


Stelle. Die Geschäftsaktivitäten beinhalten neben DECT-Schnurlostelefonen,


Android-basierte Smartphones, Cloud-gestützte Smart Home Anwendungen sowie


Geschäftstelefonie-Lösungen für SoHo, KMU und Enterprise-Kunden. Das


Traditionsunternehmen blickt auf eine 175-jährige Firmengeschichte zurück


und zeichnet sich in besonderer Weise durch seine Produktion "Made in


Germany" aus. Hauptsitz der Gesellschaft ist Bocholt, Deutschland. Ferner


werden ein Software-Entwicklungs-Zentrum in Wroclaw, Polen sowie zahlreiche


Vertriebsniederlassungen in Europa und Asien unterhalten.



Die Gigaset AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und


unterliegt damit den höchsten Transparenzanforderungen. Die Aktien werden an


der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol GGS (ISIN: DE0005156004)


gehandelt.



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22.11.2022 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


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Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate


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Sprache: Deutsch


Unternehmen: Gigaset AG


Frankenstr. 2


46395 Bocholt


Deutschland


Telefon: +49 (0)89 444 456 866


Fax: +49(0)89 444 456 930


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ISIN: DE0005156004


WKN: 515600


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Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover,


München, Stuttgart, Tradegate Exchange


EQS News ID: 1492973





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1492973 22.11.2022 CET/CEST



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