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So, 26. Mai 2019, 13:57 Uhr

Gewinner und Verlierer der Papierindustrie


10.11.16 12:53
Finanztrends

Lieber Leser,


die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie hat im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine leicht positive Mengenentwicklung verbucht.


Papierindustrie mit leicht positiver Mengenentwicklung


Die Produktion erhöhte sich um 1,1% auf 11,3 Mio Tonnen. Der Gesamtabsatz der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie hat mit insgesamt +0,5% ebenfalls zugelegt. Auslands- und Inlandsabsatz entwickelten sich allerdings unterschiedlich. Während der Inlandsabsatz der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie mit einem Plus von 3% auf 6,3 Mio Tonnen zunahm, ging der Absatz auf den Auslandsmärkten um 2,4% auf 5,1 Mio Tonnen zurück. Ursächlich hierfür war insbesondere der Absatzrückgang in den außereuropäischen Regionen um 9,8%. Positive Impulse kamen dagegen aus Osteuropa.


Positive Entwicklung bei Verpackungen


Während sich die Entwicklung in der Zellstoff- und Papierindustrie positiv gestaltete, verlief die Entwicklung in den einzelnen Sparten sehr unterschiedlich. Die Entwicklung beim Absatz von Verpackungspapieren und -karton, Spezialpapieren sowie Hygienepapieren war spürbar positiv. Bei Mayr-Melnhof lagen sowohl die Produktion als auch die verkaufte Tonnage mit 839.000 Tonnen bzw. 844.000 Tonnen leicht über den Vorjahreswerten. Mit der Übernahme der französischen Ileos hat sich Mayr-Melnhof einen neuen Markt erschlossen: Faltschachteln für die Pharma-, Kosmetik- und Luxusgüterindustrie. Die Nachfrage auf dem europäischen Faltschachtelmarkt verlief verhalten. Durch Effizienzsteigerungen in der Produktion gelang Mayr-Melnhof Packaging eine insgesamt solide Performance.


Rückgang bei grafischen Papieren hält an


Der Absatzrückgang bei den grafischen Papieren hält unvermindert an. Die Schwäche resultierte aus dem Nachfragerückgang bei den gestrichenen grafischen Papieren. Hauptursache für den andauernden Rückgang des Absatzes ist nach wie vor der sich seit Jahren wandelnde Medienkonsum der Verbraucher. Rückläufige Abonnentenzahlen bei Zeitungen und Zeitschriften sowie sinkende Auflagen einerseits und die Verlagerung von Werbeanzeigen in elektronische Medien andererseits verringern die Nachfrage nach grafischen Papieren. Stora Enso hat darauf mit einem Schwenk des Geschäftsmodells reagiert. Weg von den Zeitungspapieren mit niedrigen Margen und hin zu den profitableren Lebensmittelverpackungen. Auf der Drupa präsentierte Stora Enso eine breite Palette von Papier- und Kartonlösungen, die von nachhaltigen Papierherstellungsverfahren bis hin zu innovativem Druck- und Verpackungsdesign reichen. UPM verkauft ein weiteres Papierwerk und hat eine Vereinbarung zum Verkauf des Werkes Schwedt an LEIPA unterzeichnet. LEIPA wird den Standort zur Herstellung von Liner-Produkten umwandeln.


Wie haben sich unsere Unternehmen entwickelt?


Int’l Paper ist seit Anfang des Jahres mit einem Kursgewinn von 30% der Topperformer in der Papierbranche. Der Vergleichsindex S&P brachte es nur auf 5,4%. Auf Platz 2 schaffte es mit 27% die Cham Paper Group. Der Konzern profitierte von der erfolgreichen Umstrukturierung. Die Produktionsverlagerungen und die umfassende Modernisierung der Fabriken in Italien wurden abgeschlossen. Schlusslicht mit -14% ist BIC. Schuld sind die Emerging Markets, dort ist der Umsatz um 10% eingebrochen. Insgesamt hat sich die Branche mit +2,89% positiv entwickelt. Zum Vergleich liegt der Dax mit -4,35% deutlich darunter.


Das wird Amazon ganz und gar nicht schmecken …


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Ein Gastbeitrag von Jens Gravenkötter.


Herzliche Grüße


Ihr Robert Sasse