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Mi, 5. Mai 2021, 22:53 Uhr

Aktienmärkte Abwärtstrend voraus


02.03.10 11:28
WIN-Guide

Münster (aktiencheck.de AG) - Die Gegenbewegung an den Aktienmärkten ist nach gut anderthalb Wochen möglicherweise schon vor dem Ende, so die Experten vom Börsenbrief "WIN-Guide".

Nach der Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation zwischen Oktober und Dezember, die eine mögliche Top-Bildung signalisiere, sei im Januar beim HSCEI der Angriff auf die alten Tops im Ansatz stecken geblieben. Es sei ein drastischer Kursrutsch gefolgt, von dem sich der HSCEI auch in den letzten zwei Wochen kaum habe erholen können. Hintergrund sei die geldpolitische Vollbremsung der chinesischen Regierung (u. a. ein zwischenzeitlicher Kreditstopp), die eine Überhitzung auf dem boomenden Immobilienmarkt befürchte.

In Summe habe der HSCEI in den letzten Wochen damit zu den schwächsten Performern unter den bedeutenden Leitindices gezählt, neue Engagements würden hier derzeit riskant erscheinen. Da der Markt allerdings als einer der ersten in eine Konsolidierungsphase eingetreten sei, könnte er auch als einer der ersten wieder herausfinden. Schließlich werde die Regierung sicher wieder auf das Gaspedal treten, bevor es an der Börse allzu brenzlig werde.

Der amerikanische Leitindex sei nach dem Absturz im Januar im Zuge der Gegenbewegung bis in die starke Widerstandszone bei 10.500 Punkten vorgedrungen. Ein Dauerfeuer von schwachen Konjunkturnachrichten habe dann einen Angriff auf das Jahreshoch bei 10.750 Punkten verhindert.

So seien zuletzt die Verkäufe neuer Eigenheime mit 309.000 (-11,2 Prozent zum Vormonat) auf ein Allzeittief gefallen (seit Beginn der Messungen in den 1960er Jahren), die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten sich zwei Mal in Folge unerwartet drastisch erhöht und die Auftragseingänge bei langlebigen Wirtschaftsgütern hätten unter Bereinigung des volatilen Transportsektors mit einem Minus von 0,6 Prozent enttäuscht (erwartet worden sei +1,0 Prozent). Der Index erscheine damit sichtbar angeschlagen.

Der deutsche Markt führe derzeit kaum ein Eigenleben und hänge am Rockzipfel der USA. Verständlich, schließlich scheine eine dauerhafte wirtschaftliche Wende in Europa ohne Stimulus aus Übersee kaum denkbar. Vergleichbar zum US-Pendant sei der hiesige Leitindex daher zuletzt an der Widerstandszone bei 5.750 Punkten gescheitert.

Schaffe der DAX in den nächsten Tagen nicht den Sprung über diese Marke, resp. der Dow über die 10.500, sei die Basis für einen mittelfristigen Abwärtstrend gelegt. Der HSCEI befindet sich aus der Sicht der Experten vom Börsenbrief "WIN-Guide" ohnehin schon in diesem Modus. Insofern sei derzeit erhöhte Vorsicht angesagt.

Mit ihren Long-Spekulationen auf den Dow haben sich die Experten vom Börsenbrief "WIN-Guide" im Trading-Depot rechtzeitig mit einer zweistelligen Rendite verabschiedet, eine Neupositionierung erfolgt wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen. Sie würden unverändert auf gute Einstiegsmöglichkeiten in ausgeprägten Schwächephasen lauern. (Ausgabe vom 26.02.2010) (02.03.2010/ac/a/m)