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So, 22. Mai 2022, 12:13 Uhr

Archer-Daniels-Midland

WKN: 854161 / ISIN: US0394831020

Archer Daniels Midland langfristiger Kauf


27.11.08 08:42
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Aktienservice Research" ist Aktie von Archer Daniels Midland (ISIN US0394831020 / WKN 854161) ein langfristiger Kauf.

Mit dem Einbruch der lange haussierenden Agrarpreise in den vergangenen Monaten sei auch der Höhenflug von Agrarwerten jäh gestoppt worden. Nach den deutlichen Kursabschlägen sollte sich ein Blick auf den Sektor wieder lohnen. Für langfristig orientierte Anleger erscheine insbesondere die Aktie von Archer Daniels Midland (ADM) interessant. Der US-Konzern sei der führende Hersteller von Bioethanol.

Der Agrarsektor habe lange Zeit zu den Boombranchen schlechthin gezählt. Die ungebrochene Nachfrage nach Agrarrohstoffen wie Weizen oder Mais habe trotz Rekordernten für Versorgungsengpässe - und damit für steigende Preise - gesorgt und auch die Notierungen von Agrarkonzernen in immer neue Höhen getrieben. Mit der deutlichen Eintrübung der globalen Konjunktur sei es in den vergangenen Monaten aber zu einem massiven Einbruch der Agrarpreise gekommen, der im Zuge der allgemeinen Schwäche an den Börsen zu einem kräftigen Kursrutsch geführt habe. Die Aktie des US-Agrarkonzerns Archer Daniels Midland, die noch im April dieses Jahres ein neues Allzeithoch markiert habe, sei zeitweise um mehr als 70% eingebrochen.

Während die Börsen nach wie vor unweit ihrer Tiefs notieren würden, sei die Aktie von Archer Daniels bereits wieder auf Erholungskurs und habe sich gegenüber dem Tief verdoppelt. Und die Chancen stünden nicht schlecht, dass sich die positive Tendenz mittel- und langfristig fortsetze. Denn der Agrarboom sei mehr als nur eine kurzfristige Modeerscheinung, sondern ein langfristiger Trend. Schätzungen zufolge würden allein in China in den kommenden zehn Jahren mindestens weitere 600 Mio. Menschen in die Mittelschicht aufsteigen. Die Folge: Sie würden ihre Ernährung dem gestiegenen Einkommen anpassen und so für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Agrarrohstoffen sorgen.

Nicht nur davon werde der US-Konzern Archer Daniels Midland profitieren. Vor dem Hintergrund sinkender Ölreserven werde in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach Biokraftstoffen wie Ethanol und Biodiesel anziehen.

Archer Daniels Midland sei ein Hauptprofiteur dieser Entwicklung. Das Traditionsunternehmen aus dem mittleren Westen der USA, das bereits seit mehr als 100 Jahren existiere, verarbeite Mais, Sojabohnen, Weizen und Kakao zu Grundstoffen für die Nahrungsmittelindustrie und zu Treibstoffen. Bei der Produktion von Bioethanol aus Mais würden die Amerikaner mit einer Kapazität von über 4,5 Mrd. Litern sogar die weltweit führende Position einnehmen. Neben Bioethanol produziere Archer Daniels auch Biodiesel, der aus Gemüse und Samenöl gewonnen werde.

Mit der Ölmühle Hamburg, die zum Konzern gehöre, zähle Archer Daniels auch hier zu den führenden Produzenten. Im August habe das Unternehmen mit dem Kauf von Campa Süd die Übernahme einer weiteren deutschen Ölmühle angekündigt, mit der Archer Daniels seine Führungsposition in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte ausbaue und seine Aktivitäten im Bereich der Ölsaatverarbeitung in Mittel- und Osteuropa erweitere.

Wenngleich der drastische Rückgang des Rohölpreises in den vergangenen Monaten den Biosprit-Boom erst einmal ausgebremst habe, ändere dies nichts am langfristigen Trend hin zum Biotreibstoff. Auch wenn sich der Ölpreis vor dem Hintergrund der sich abkühlenden Weltwirtschaft seit Juli gedrittelt habe, sei es kein Geheimnis, dass der weltweite Energiebedarf in den nächsten Jahren weiter zunehmen werde und diese steigende Nachfrage auf ein begrenztes Angebot an Erdöl treffe.

Langfristig wieder steigende Ölnotierungen würden Biokraftstoffe in den nächsten Jahren zu einer echten Alternative werden lassen. Weltweit würden die Regierungen einen höheren Anteil von Biotreibstoff am Benzinverbrauch anstreben. Neben der Verminderung der Abhängigkeit vom Öl werde gerade unter der neuen demokratischen US-Regierung auch der Umweltschutz eine immer wichtigere Rolle spielen.

Archer Daniels sei mit seiner breiten Aufstellung bestens positioniert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (bis Ende Juni) habe der Agrarkonzern einmal mehr die Erwartungen übertroffen. Neben der weiterhin robusten Nachfrage habe Archer Daniels insbesondere von einem deutlichen Anstieg der Absatzpreise profitiert. Vor allem das Segment Ölsaaten habe sich dynamisch entwickelt. Der Umsatz habe einen Sprung um 65% auf 21,16 Mrd. US-Dollar gemacht. Der Nettogewinn sei von 441 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf nun 1,05 Mrd. US-Dollar mehr als verdoppelt worden. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sei von 0,68 US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 1,63 US-Dollar gestiegen. Analysten hätten im Vorfeld lediglich Erlöse von 15,98 Mrd. US-Dollar und ein EPS von 0,69 US-Dollar je Aktie prognostiziert.

Trotz der glänzenden Marktposition und der guten Perspektiven sei die Aktie von Archer Daniels Midland mit einem KGV von knapp über neun ausgesprochen günstig bewertet. Daneben spreche auch die Charttechnik für ein Investment. Denn die Aktie habe im Gegensatz zum breiten Markt bereits eine Bodenbildung eingeleitet und einen kurzfristigen Aufwärtstrend ausgebildet. Zudem sei in dieser Woche der Sprung über die vom Rekordhoch im April ausgehende Abwärtstrendlinie gelungen, die bei knapp 26 US-Dollar verlaufe. Damit stehe mittelfristig deutlich höheren Notierungen nichts mehr im Wege.

Die Aktie von Archer Daniels Midland ist ein Basisinvestment im Agrarsektor, so die Experten von "Aktienservice Research". Der günstig bewertete Titel verfüge nach dem Ausbruch über den mittelfristigen Abwärtstrend über erhebliches Kurspotenzial. Zudem sollte unter dem neuen demokratischen US-Präsidenten Obama das Thema alternative Energien deutlich stärker in den Fokus rücken. Der empfohlene Stopp-Loss liege bei 20,50 USD. (Aktien Ausgabe 493 vom 26.11.2008) (27.11.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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