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Bayer

WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017

Bayer kaufen


25.09.08 09:52
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" empfehlen die Aktie von Bayer zu kaufen.

Die Bayer-Aktie habe in den letzten Wochen und Monaten zu den stabilsten DAX-Titeln gezählt. So sei der jüngste Ausverkauf an der Aktie des Pharmakonzerns praktisch spurlos vorübergegangen. Neben der technischen Stärke würden auch die gute Marktposition und die günstige fundamentale Bewertung für einen Einstieg sprechen. Die Bayer-Aktie sollte auf Sicht der nächsten Monate neue Höchstkurse erklimmen können.

Von dem Lipobay-Skandal, der die Bayer-Aktie zwischen 2001 und 2003 um mehr als 80% habe einbrechen lassen, habe sich das Leverkusener Unternehmen in den vergangenen Jahren bestens erholen können. Mit der Konzentration auf die drei wachstumsstarken Geschäftsbereiche Gesundheit (HealthCare), Ernährung (CropScience) und hochwertige Materialien (MaterialScience), die weitgehend eigenständig operieren würden, habe sich der Konzern erfolgreich für die Zukunft positioniert. Die Neuorganisation und die konsequente Portfolio-Straffung hätten dafür gesorgt, dass Bayer im Geschäftsjahr 2007 bei Umsatz und Gewinn neue Rekordwerte habe erzielen können. Die positive Entwicklung schlage sich auch in steigenden Kursen nieder. Seit 2003 zeige die Richtung stetig nach oben. Anfang des Jahres habe der DAX-Wert sogar ein neues historisches Hoch markiert.

In den letzten Wochen hätten auf dem Parkett zunehmend Spekulationen um eine mögliche Übernahme Bayers durch den US-Konzern Pfizer, das größte Pharmaunternehmen der Welt, kursiert. Vorstandschef Werner Wenning habe zuletzt eingeräumt: "Ausschließen kann man gar nichts, in der heutigen Zeit erst recht nicht". Dennoch würden sich die Leverkusener gegen Übernahmen gut gewappnet sehen. Der beste Schutz gegen eine Übernahme sei laut Wenning eine hohe Marktkapitalisierung. Und diese habe sich innerhalb der letzten fünf Jahre auf gut 42 Mrd. Euro immerhin verdreifacht. Damit sei Bayer selbst für den Branchenprimus Pfizer nicht gerade ein Leichtgewicht.

Vielmehr schließe Vorstandschef Wenning nicht aus, dass Bayer seine Gesundheitssparte selbst durch weitere Zukäufe stärken könnte. Aufgrund des nach wie vor stark fragmentierten Pharmamarkts halte Wenning weitere Übernahmen für wahrscheinlich. Die wichtigste Akquisition Bayers in den letzten Jahren sei der Kauf von Schering Mitte 2006 gewesen. Bis zum Jahresende solle die Integration des Berliner Pharmaunternehmens weitgehend abgeschlossen sein. Dabei sollten die Synergieeffekte in Zusammenhang mit dem Schering-Kauf deutlich höher ausfallen als zunächst angenommen. So beziffere Bayer die jährlichen Synergien auf rund 800 Mio. Euro. Ursprünglich habe der Konzern nur 700 Mio. Euro angepeilt.

Der Bayer-Chef halte weiter Ausschau nach geeigneten Übernahmemöglichkeiten. Erst vor gut einer Woche habe der Konzern einen kleineren Zukauf gemeldet: Für 210 Mio. Euro übernehme die Tochtergesellschaft Bayer HealthCare das nicht börsennotierte Kölner Biotechunternehmen DIREVO Biotech. Die patentierte Protein-Engineering-Plattform von DIREVO Biotech setze High-Throughput-Technologien für die schnelle Auffindung und Optimierung von biologisch-pharmazeutischen Wirkstoffen ein. Durch die Übernahme wolle Bayer die Biologika-Forschungskompetenz in seiner pharmazeutischen Division Bayer Schering Pharma verstärken.

Bayer baue also seine Marktposition gezielt weiter aus und setze seinen Erfolgskurs fort. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen dank der erstmaligen ganzjährigen Konsolidierung von Schering den Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft um 12% auf 32,4 Mrd. Euro gesteigert. Der EBITDA-Gewinn vor Sondereffekten habe sich um 21% auf 6,8 Mrd. Euro verbessert. Eine hohe Steuerrückerstattung sowie Buchgewinne unter anderem aus dem Verkauf der Labordiagnostik-Sparte hätten dafür gesorgt, dass der Konzerngewinn einen Sprung von 1,7 auf 4,7 Mrd. Euro gemacht habe.

Die positive Tendenz setze sich auch in diesem Jahr fort. Im ersten Halbjahr seien die Erlöse um 3% auf 17,05 Mrd. Euro gestiegen. Das EBITDA-Ergebnis sei um 14% auf 3,83 Mrd. Euro geklettert, während sich der bereinigte Gewinn je Aktie um 15% auf 2,62 Euro verbessert habe. Für das Gesamtjahr wie auch für 2009 würden Analysten mit einem Gewinnanstieg um rund 10% rechnen.

Der Konzern zeige sich von der weltweiten Konjunkturabschwächung also weitgehend unberührt und sei weiterhin auf Wachstumskurs. Angesichts der guten Aussichten sei die Aktie günstig bewertet. Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für 2009 liege gerade einmal bei zwölf. Ein nettes Zubrot sei für Anleger die Ausschüttung, die in den vergangenen Jahren stetig angehoben worden sei. Aktuell belaufe sich die Dividendenrendite auf rund 2,5%.

Für die Bayer-Aktie spreche auch die relative Stärke, die der DAX-Titel seit Monaten an den Tag lege. Gegenüber dem Jahrestief, das im März bei unter 46 Euro erreicht worden sei, habe die Notierung bis dato um rund 20% zulegen können. Selbst der Ausverkauf in der vergangenen Woche sei an Bayer nahezu spurlos vorübergegangen. Ende letzter Woche sei der Kurs sogar auf den höchsten Stand seit Februar geklettert. Aus charttechnischer Sicht gelte es nun, den Widerstand bei knapp 58 Euro zu überwinden. Gelinge der Sprung über diese Hürde, stehe einem Angriff auf das Allzeithoch, das im Januar bei gut 66 Euro markiert worden sei, nichts mehr im Wege.

Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf die drei wachstumsstarken Sparten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien sei der Bayer-Konzern relativ resistent gegen Konjunkturschwankungen und hervorragend positioniert, um seinen Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortzusetzen. Für die Aktie spreche neben der günstigen Bewertung auch ihre beachtliche relative Stärke. Auf Sicht der nächsten Monate würden neue Höchstkurse im Bereich von 70 Euro durchaus realistisch erscheinen.

Die Experten von "Aktienservice Research" raten die Aktie von Bayer zu kaufen. (Aktien Ausgabe 484 vom 24.09.2008) (25.09.2008/ac/a/d)




 
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