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Di, 17. Mai 2022, 20:09 Uhr

Beiersdorf

WKN: 520000 / ISIN: DE0005200000

Beiersdorf langfristiger Kauf


11.12.08 10:13
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Beiersdorf ein langfristiger Kauf.

Gemeinsam mit dem Stahlkonzern Salzgitter werde die Beiersdorf-Aktie kurz vor Weihnachten in die erste deutsche Börsenliga, den DAX, aufsteigen. Dadurch rücke der Hamburger Konsumgüterkonzern noch stärker in den Fokus großer Investoren. Die Aktie bleibe ein solides Langfristinvestment.

Mitte vergangener Woche habe der Arbeitskreis Indices der Deutschen Börse die Veränderungen in den deutschen Indices bekannt gegeben. Wie erwartet müssten sich der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Hypo Real Estate und der vor der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe stehende Autozulieferer Continental aus dem DAX verabschieden. Dafür würden ab dem 22. Dezember die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter und die Papiere des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf in den deutschen Leitindex aufsteigen. Gerade für Großinvestoren, die sich an der Zusammensetzung der Indices orientieren würden, werde die Beiersdorf-Aktie damit weiter in den Mittelpunkt des Interesses rücken.

Doch nicht nur deshalb sei der Aufstieg in Deutschlands erste Börsenliga ein wichtiger Pluspunkt für Beiersdorf. Das Management sehe die Aufnahme in den DAX als wichtigen Meilenstein in der Firmengeschichte. Als eines der 30 führenden börsennotierten Unternehmen könne man das Geschäft auf den internationalen Märkten nun noch besser positionieren als zuvor, so Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas. Abgesehen vom weiter steigenden Bekanntheitsgrad erwarte Quaas durch die DAX-Aufnahme jedoch keine einschneidenden Veränderungen. Der Konzern werde bei seiner Fokussierung auf den Bereich Haut- und Schönheitspflege auch weiterhin die Balance zwischen Kontinuität und Innovationen halten und damit die Tradition der vergangenen 125 Jahre fortführen.

Von der Finanzkrise sehe sich Beiersdorf indes nur wenig betroffen. Die Erfahrung zeige, dass die Beiersdorf-Marken in den weltweiten Märkten ein hohes Vertrauen genießen würden und daher bei einem Rückgang der Nachfrage weniger stark betroffen seien als andere Produkte. Gerade dank seiner starken Marken sei der Konzern hervorragend aufgestellt. Zudem würden die Hamburger viele Produkte herstellen, die den täglichen Bedarf bedienen würden. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Nachfrage nach diesen Produkten einbrechen werde. Deshalb wolle sich Deutschlands größtes Kosmetikunternehmen auch in den nächsten Jahren besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

Gerade für diese schwierigen Zeiten sei Beiersdorf dank seiner starken Fokussierung auf das Geschäft mit verbrauchernahen Markenartikeln bestens gewappnet. Mehr als 80% seiner Umsätze erziele der Hamburger Traditionskonzern mit seinem Geschäftsbereich Consumer. Hier konzentriere sich Beiersdorf mit international starken Marken wie NIVEA, Eucerin, Labello, 8x4 und den Pflastermarken Hansaplast/Elastoplast auf kosmetische Erzeugnisse zur Körper- und Hautpflege sowie Endverbraucherprodukte für Wundversorgung und Gesundheit.

Aber auch von einem möglichen Verkauf der Tochtergesellschaft tesa, über den in der Vergangenheit häufig spekuliert worden sei, distanziere sich der Konzern. Erst in der vergangenen Woche habe man bekannt gegeben, man wolle an seiner Klebstofftochter weiter festhalten. Das Geschäft der Gesellschaft sei angesichts der Krise der Automobilindustrie zwar "nicht so einfach", tesa sei aber gut aufgestellt. Es gebe deshalb keinen Grund, über einen Verkauf nachzudenken, so der Vorstand.

Stattdessen treibe Beiersdorf den Ausbau des Geschäfts voran. Künftig solle die Sparte tesa verstärkt in der Medizin- und Gesundheitstechnik aktiv werden und übernehme dazu die Firma Labtec. Das Forschungsunternehmen aus Langenfeld in Nordrhein-Westfalen erziele einen Jahresumsatz von knapp 9 Mio. Euro und sei spezialisiert auf arzneimittelhaltige Pflaster. Das seien Klebestreifen, mit denen medizinische Wirkstoffe über die Haut aufgenommen werden könnten und nicht durch Tabletten oder Injektionen verabreicht werden müssten. Zum Kaufpreis für Labtec seien keine Angaben gemacht worden.

tesa liefere bereits Spezialfolien für die medizinische Diagnostik, zum Beispiel Teststreifen für Diabetiker. Bislang spiele das Medizingeschäft aber nur eine untergeordnete Rolle. Den Hauptteil des Umsatzes von zuletzt rund 850 Mio. Euro erziele der Bereich Klebstoffe im Industriegeschäft mit Produkten für die Automobil-, Elektronik- sowie die Druck- und Papierbranche. Mit einem stärkeren Fokus auf den Gesundheitsbereich sollte es gelingen, die Sparte künftig konjunkturunabhängiger zu machen.

Trotz der derzeitigen Konsumschwäche halte der Kosmetikhersteller weiterhin an seinen Geschäftszielen fest. Der Vorstand habe die Entwicklung in den einzelnen Märkten der Welt derzeit genau beobacht, so Firmenlenker Quaas. Falls es nötig sein sollte, werde man Investitionen verschieben. Der Konzern halte aber am Ziel fest, schneller zu wachsen als der Markt. Für das laufende Geschäftsjahr 2008 erwarte Beiersdorf ein Umsatzwachstum von mehr als 8%. Beim Ergebnis habe der Traditionskonzern dagegen bereits Abstriche angekündigt. Wegen hoher Investitionen in den Aufbau neuer Marken in China solle der Gewinn weniger stark wachsen als der Umsatz. Für 2009 habe Beiersdorf bis dato noch keine konkrete Prognose abgeliefert. Diese solle im März folgen, wenn sich absehen lasse, wie sich die Konjunktur entwickle.

Dank seines relativ konjunkturresistenten Geschäfts werde Beiersdorf trotz der schwachen Wirtschaftsentwicklung seinen langfristigen Wachstumskurs weiter fortsetzen können. Analysten würden für das kommende Jahr 2009 von einem Umsatz- und Gewinnwachstum im Bereich um 7% ausgehen. Allerdings sei die Aktie, die sich mit einem Rückgang von rund 20% im laufenden Jahr deutlich besser geschlagen habe als der Gesamtmarkt, nicht gerade ein Schnäppchen. Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für 2009 liege derzeit bei 18.
Trotz der nicht unbedingt günstigen Bewertung bleibe die Beiersdorf-Aktie eine aussichtsreiche Investition. Neben der Aufnahme in den DAX würden vor allem das stabile Geschäft, die starken Marken und das langfristige Wachstum für den Konsumwert sprechen. Die Aktie, die den Crash an den Märkten relativ gut überstanden habe, dürfte sich auch künftig besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

Für langfristig orientierte Anleger sollte sich daher der Einstieg in die Beiersdorf-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau bezahlt machen, so die Experten von "Aktienservice Research". (Aktien Ausgabe 495 vom 10.12.2008) (11.12.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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