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Sa, 10. Dezember 2022, 9:04 Uhr

Bertrandt

WKN: 523280 / ISIN: DE0005232805

Bertrandt operative Risiken könnten Sentiment belasten


18.08.10 09:46
Montega AG

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Montega AG stufen die Aktie von Bertrandt mit "verkaufen" ein.

Die Bertrandt AG habe heute Zahlen für das dritte Quartal 2009/10 (Geschäftsjahr per 30.09.) berichtet. In den ersten drei Quartalen sei der Konzernumsatz um knapp 4% gestiegen, wobei sich aufgrund der deutlichen Belebung des Automobilgeschäfts in Q3 ein Zuwachs von rund 31% gegenüber dem Vorjahreswert ergeben habe.

Etwas enttäuscht seien die Analysten von der für Q3 berichteten operativen Marge von 9,1% gewesen, die das hohe Niveau des ersten Halbjahres (10,2%) nicht ganz habe halten können, wenngleich dies durch einen Sondereffekt in Höhe von rund 3 Mio. Euro begünstigt gewesen sei (Forschungszuschuss). Ebenso sei der negative Free Cashflow in Höhe von -3,4 Mio. Euro in Q3 aufgefallen, der trotz der üblichen saisonalen Schwankungen durch einen überraschend starken Aufbau des Working Capitals infolge des anziehenden Automobilgeschäfts geprägt gewesen sei.

Die Analysten würden für das für Bertrandt traditionell gute vierte Quartal (Juli-September) von einer anhaltend positiven Umsatzentwicklung ausgehen, da viele OEMs in den Sommermonaten aufgrund von Werksferien Entwicklungstätigkeiten an Ingenieursdienstleister outsourcen würden. Der Margen-Peak dürfte jedoch in H1 2009/10 bereits erreicht worden sein, zumal Bertrandt aufgrund der hohen Abhängigkeit von den Automobilherstellern selten Margen oberhalb von 10% ausweise.

In den nächsten Quartalen würden die Analysten mit einer signifikant höheren Personalkostenquote (macht ca. ¾ des Umsatzes aus) infolge erheblicher Neueinstellungen (ca. 100 neue Mitarbeiter pro Monat) sowie vom Unternehmen erwarteter höherer Bonuszahlungen und Gehälter in 2011 rechnen. Sie würden ferner gewisse Risiken bei der Rekrutierung neuer Ingenieure aufgrund des sich verschärfenden Facharbeitermangels sehen, ein Problem mit dem das Unternehmen bereits in der Vergangenheit zu kämpfen gehabt habe.

Die Entwicklungen rund um die beschlossene Eingliederung des Großaktionärs Porsche (Anteil 25%) in den Volkswagen-Konzern könnten auch für Bertrandt Auswirkungen haben. Porsche habe den Anteil an Bertrandt ursprünglich erworben, um auch in Spitzenzeiten einen zuverlässigen Zugang zu hochwertigen Ingenieursdienstleistungen zu haben. Durch die Einbindung der Marke Porsche in den Volkswagen-Konzern und die stärkere Nutzung der bestehenden F&E-Ressourcen des Konzerns würden die Analysten einen Verkauf des Anteils trotz gegenteiliger Aussagen von Volkswagen für möglich halten.

Trotz der insgesamt positiven operativen Entwicklung des Unternehmens würden die Analysten die deutliche Outperformance der Aktie (Verdopplung in den letzten 12 Monaten) als übertrieben ansehen und Gewinnmitnahmen empfehlen.

Bei einem Kursziel von 30,28 Euro empfehlen die Analysten der Montega AG die Bertrandt-Aktie zum Verkauf. (Analyse vom 18.08.2010)
(18.08.2010/ac/a/nw)





 
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