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WKN: A1E89S / ISIN: DE000A1E89S5

Business Media China bringt chinesischer Energiemarkt die Wende zum Besseren?


06.12.10 16:26
SdK AktionärsNews

München (aktiencheck.de AG) - Der Experte von "SdK AktionärsNews", Reinhard Hock, rät interessierten Anlegern bei der Aktie von Business Media China (BMC AG) (ISIN DE0005250401 / WKN 525040) die weitere Entwicklung abzuwarten.

Zuletzt seien die Experten ausführlich in ihrem Schwarzbuch Börse 2009 auf die prekäre Situation eingegangen, in die die BMC AG in den letzten Jahren geraten sei. Neben der Wirtschaftskrise sei dafür vor allem ein groß angelegter Betrugsfall in den eigenen Reihen bei einer chinesischen Tochtergesellschaft verantwortlich gewesen.

Demzufolge habe es auch nicht verwundert, dass für 2009 erneut ein hoher Verlust habe ausgewiesen werden müssen. Dieser sei mit 10 Mio. Euro zwar geringer ausgefallen als im Vorjahr (-16,1 Mio. Euro), habe aber dazu geführt, dass das Eigenkapital auf nur noch 707.000 Euro abgeschmolzen sei. Der starke Umsatzrückgang sei auch darauf zurückzuführen gewesen, dass ab August 2009 damit begonnen worden sei, einzelne Tochtergesellschaften zu veräußern, um dadurch die Liquidität für BMC zu sichern.

Dieser Prozess sei 2010 fortgesetzt worden, sodass BMC nur noch über zwei Minderheitsbeteiligungen an der BMC Advertising (40%) und an der BMC China (30%) verfüge. Erst genannte konzentriere sich auf die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen das frühere Management in China. Ob BMC aber jemals einen Cent bekommen werde, scheine mehr als fraglich, da in China die Uhren nun mal etwas anders ticken würden.

Aussichtsreicher erscheine die Schadensersatzklage gegen den ehemaligen Vorstand Klaus M. Hilligardt. Um Liquiditätsengpässe zu beseitigen, sei die Forderung für 4 Mio. Euro an ein Factoringunternehmen verkauft worden. BMC partizipiere zusätzlich mit 30%, falls die 4 Mio. überschritten werden sollten. Maximal könnten der Gesellschaft so 5,8 Mio. Euro zufließen, wie den Aktionären auf der diesjährigen Hauptversammlung am 3. November in Stuttgart mitgeteilt worden sei. Wann dies der Fall sein werde, stehe allerdings in den Sternen, da sowohl Hilligardt als auch die D&O-Versicherung die Ansprüche zurückgewiesen hätten, sodass nun der Klageweg beschritten werden müsse.

Dem neuen Vorstand sei es in einem wahren Kraftakt gelungen, mit der Vergangenheit weitgehend abzuschließen und die drohende Insolvenz abzuwenden. Die Frage stelle sich nun, welche Perspektiven BMC habe. Im Vorfeld der Hauptversammlung sei den Anteilseignern unmissverständlich klargemacht worden, dass die Aufnahme eines neuen Investors die einzige Überlebenschance sei. Mit der GTI sei auch ein Investor gefunden worden, der jedoch für einen Einstieg mindestens 75% der BMC-Aktien übernehmen wolle. Dazu werde ein Kapitalschnitt 10:1 durchgeführt. Danach werde das Grundkapital von ca. 600.000 Euro auf 2 Mio. Euro erhöht - unter Ausschluss des Bezugsrechts.

GTI werde alle neuen Aktien übernehmen, um so die gewünschte Mehrheit zu erhalten. Für die Kleinaktionäre sicher kein Traumszenario, aber die Alternative wäre wohl nur die Insolvenz gewesen. GTI plane in China zwei Energiemessen zu etablieren. Veranstaltet würden diese von BMC China. Nach Aussage des GTI-Gründers Michael Zhang sollten beide Messen bereits ab 2011 Gewinne abwerfen. Des Weiteren werde der Geschäftsbereich "Energie" aufgebaut, der den Technologietransfer im Energiesektor von Europa nach China vermitteln solle, um an den Marktchancen im Chinesischen Markt für erneuerbare Energien teilzunehmen. Zhang sehe hier sehr gute Möglichkeiten für profitable Geschäfte. Allerdings sei den BMC-Aktionären in der Vergangenheit schon so manches versprochen worden - gerade im Bezug auf Chancen in China - sodass eine gewisse Skepsis angebracht scheine.

Interessierte Anleger sollten bei der Business Media China-Aktie auf alle Fälle erstmal die weitere Entwicklung abwarten, so die Experten von "SdK AktionärsNews". (Ausgabe 226 vom 06.12.2010) (06.12.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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