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Sa, 4. Februar 2023, 21:03 Uhr

Conergy

WKN: A1KRCK / ISIN: DE000A1KRCK4

Conergy verkaufen


25.01.10 13:42
SES Research/ Warburg Gruppe

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Dr. Karsten von Blumenthal, stuft die Aktie von Conergy (ISIN DE0006040025 / WKN 604002) weiterhin mit "verkaufen" ein.

Conergy habe hinsichtlich des umstrittenen langfristigen Wafervertrags eine Einigung mit MEMC erzielt.

Der Vertragsumfang werde von USD 4 Mrd. auf weniger als USD 1 Mrd. reduziert: Damit würden die Liefermengen jetzt im Rahmen von Conergys Beschaffungsanforderungen liegen. Zudem sollte Conergy davon profitieren, dass sich die Preise am Marktpreis orientieren würden. Bisher habe der Vertrag deutlich höhere Waferpreise enthalten.

Die flexibleren Beschaffungsbedingungen würden es Conergy ermöglichen, Ingots statt Wafer zu kaufen. Damit könne Conergy sein Wafering in der eigenen Fabrik unter Nutzung der eigenen Wafersägen durchführen.

Im Jahr 2008 habe Conergy die Vorauszahlung an MEMC abgeschrieben. Die teilweise Aufwertung der daraus folgenden Forderung führe 2009 zu einem positiven Einmaleffekt von EUR 34 Mio., der nicht cash-wirksam sei.

Mit der Neuverhandlung des Wafervertrags sei der Fortbestand von Conergy vorläufig gesichert. Es würden jedoch noch weitere Herausforderungen existieren: Die Finanzschuld liege bei EUR 303 Mio., davon EUR 236 Mio. kurzfristig (Q3 2009). Der Revolverkredit (EUR 250 Mio.) sei Mitte 2010 fällig, die Covenants seien nur bis Dezember 2009 ausgesetzt worden.

2010e werde der Einspeisetarif in Deutschland um ca. 25% verringert. Conergy dürfte 2009e mehr als 50% seines Umsatzes im deutschen Markt erwirtschaftet haben. Unter der Annahme einer ähnlichen Quote für 2010 bleibe das Exposure von Conergy auf dem wohl stark umkämpften Heimatmarkt weiterhin hoch.

Obwohl die Kapazitätsauslastung in der Fabrik in Frankfurt/Oder in Abhängigkeit von der Nachfrage 2010e nun signifikant auf 60 bis 80% MW steigen dürfte, sollten die Modulpreise durch asiatische Wettbewerber um 15 bis 20% gedrückt werden. Damit dürfte die Fabrik weiterhin eher eine Belastung als ein Asset darstellen.

Der Newsflow könnte durch die schwierigen Refinanzierungsverhandlungen mit den Banken belastet werden. Zwar dürften Vorzieheffekte die Nachfrage in Q1 beflügeln, allerdings sollte sich diese in Q2 durch die Reduzierung des Einspeisetarifs in Deutschland abschwächen. Darüber hinaus könnte das erste Quartal noch durch den harten Winter belastet werden.

Die Schätzungen würden angehoben, um die verbesserten Beschaffungsbedingungen einfließen zu lassen. Die positiven Effekte würden größtenteils durch einen höheren Preisdruck aufgrund der erhöhten Reduzierung der Einspeisevergütung in Deutschland kompensiert.

Ein aktualisiertes DCF-Modell führe zu einem neuen Kursziel von EUR 0,50 (alt: EUR 0,40). Ein EV/EBITDA von 30 für 2010 und ein KGV von 17 für 2011 würden auf eine anspruchsvolle Bewertung hindeuten.

Die Analysten von SES Research bestätigen ihre "verkaufen"-Empfehlung für die Conergy-Aktie. (Analyse vom 25.01.2010) (25.01.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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