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Di, 7. Februar 2023, 17:17 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Fairer Goldpreis mittlerweile bei 1.800 USD


02.03.12 11:26
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Zwar sind die Kurssprünge bei den Edelmetallen im Februar nicht so stark ausgefallen wie noch im Januar, dennoch ist die Stimmung weiterhin positiv, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Die Gründe lägen auf der Hand: "Europäische Banken bekommen die größte Liquiditätsspritze aller Zeiten. Der Geldhahn bleibt aufgedreht und treibt die Inflation langsam aber stetig nach oben", erkläre Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH. Unter diesen Bedingungen sei es nicht verwunderlich, dass Investoren nach wertbeständigen Sachwerten greifen würden - erst recht, wenn die Zinsen künstlich niedrig gehalten würden. Siegel gehe sogar noch einen Schritt weiter: "Da nichts daraufhin deutet, dass sich an diesem inflationären Umfeld mittelfristig etwas ändert, sehe ich mittlerweile die fairen Preise für Sachwerte deutlich höher", erkläre der Experte.

Während Siegel Gold zuvor bei einem Preis von 1.700 USD pro Feinunze als fair bewertet gesehen habe, halte er diesen aktuell für nicht mehr haltbar und korrigiere ihn auf 1.800 USD nach oben. "Hätten wir dieses Jahr kein Schaltjahr, wäre der Februar für Gold ein positiver Monat gewesen. Vor dem 29. Februar, als Bernanke in seiner Rede vor dem US-Kongress angekündigt hat, die Geldschwemme zu begrenzen, legte das gelbe Metall in USD gerechnet um mehr als drei Prozent zu", erkläre Siegel.

Silber sei im selben Zeitraum sogar mit mehr als elf Prozent nach oben geprescht. "Da der Silbermarkt um ein vielfaches kleiner als der Goldmarkt ist und hier außerdem mehr Spekulanten aktiv sind, fallen die Preisauf- und Abschwünge auch deutlich stärker aus", erkläre der Edelmetallexperte. Selbst wenn Bernanke vorerst keine Signale für weitere Liquiditätsmaßnahmen geliefert habe und der Gold- und Silberkurs daraufhin abgerutscht seien, sehe Siegel den grundsätzlichen Aufwärtstrend ungebrochen. "Ich vermute, dass Gold dieses Jahr auf mehr als 2.000 USD steigt. Dann wird auch Silber jenseits der 50 USD neue Höchststände erreichen", sei sich Siegel sicher.

Nicht so gut wie Silber aber dennoch bemerkenswert habe sich Platin entwickelt. Auch wenn das Edelmetall Gold noch nicht wieder habe überholen können, habe es im Februar mit fast sechs Prozent eine ordentliche Aufholjagd hingelegt. "Da Platin vor allem in der Automobilindustrie genutzt wird und somit auch als Konjunkturindikator gesehen werden kann, macht der Preisanstieg deutlich, dass wir von einer Rezession noch weit entfernt sind", so Siegel.

Rhodium, das vor allem als Beiprodukt der Platinproduktion gefördert werde, verdiene aktuell besondere Aufmerksamkeit. "Nachdem die Unze im Jahr 2008 mehr als 10.000 USD gekostet hat, fiel der Preis im Januar dieses Jahres auf 1.350 USD. Nach dieser Bodenbildung bietet das Edelmetall mit einem Preis von aktuell etwa 1.500 USD demnach ein enormes Kurspotenzial", erkläre der Experte.

Während Goldminenaktien im Januar stark ins neue Jahr gestartet seien, hätten sie sich im Februar auf hohem Niveau stabil entwickelt. "Einige Gewinnmitnahmen, vor allem bei kurzfristig orientierten Anlegern, haben hier für leichte Abschläge gesorgt", so Siegel. Silberminenaktien hingegen hätten an ihre Jahresauftaktentwicklung angeknüpft und weiter zugelegt. Die aktuelle Berichtsaison mache erneut deutlich, dass ein Großteil der Minengesellschaften auf sehr soliden Füßen stehe und beim aktuellen Goldpreis hohe Gewinne einfahre.

Nach dem im Januar angekündigten Öl-Embargo gegen den Iran habe Rohöl mit Verzögerung im Februar eine regelrechte Rally hingelegt. Als Grund für den mehr als zehnprozentigen Anstieg der Sorte Brent im abgelaufenen Monat sehe Siegel einerseits die überschüssige Liquidität am Markt, andererseits die große Verunsicherung wegen der Entwicklungen in Nahost. "Offensichtlich erweist sich für den Iran die Suche nach neuen Abnehmern als doch nicht so einfach, wie gedacht. Das Land könnte auf einem Teil seines Öls sitzen bleiben und das Angebot am Markt somit drücken", räume er ein. "Fest steht aber auch hier, dass der hohe Ölpreis alles andere als ein Zeichen für eine bevorstehende Rezession ist." (02.03.2012/ac/a/m)





 
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