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Di, 17. Mai 2022, 20:20 Uhr

Hewlett-Packard

WKN: 851301 / ISIN: US4282361033

Hewlett-Packard langfristiger Kauf


04.12.08 08:34
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Hewlett-Packard ein langfristiger Kauf.

Der Technologiesektor sei eines der Segmente, die einigermaßen unbeschadet durch die Wirtschaftsschwäche kommen dürften. Zumindest diejenigen Unternehmen, die über eine starke Marktposition verfügen würden, wie der Computerbauer Hewlett-Packard. Die jüngsten Zahlen würden beweisen, dass der weltweit führende PC-Hersteller weiter auf Kurs sei. Mit einem einstelligen KGV sei die Aktie außerdem so günstig bewertet wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Der Kursrutsch an den Aktienmärkten habe dafür gesorgt, dass auch absolute Qualitätstitel derzeit zu Schnäppchenpreisen zu haben seien, wie die Aktie von Hewlett-Packard. Nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg im gerade zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2007/08 (bis Ende Oktober) sehe Vorstandschef Mark Hurd das Unternehmen trotz der erwarteten weltweiten Rezession auch für die Zukunft gut aufgestellt. Wenngleich das konjunkturelle Umfeld laut Vorstand schwieriger und weniger vorhersehbar werde, rechne er damit, dass Hewlett-Packard dank seines massiven Kostensenkungsprogramms gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. Erst kürzlich habe der Konzern angekündigt, weltweit 24.600 Stellen zu streichen und damit nahezu 8% der weltweiten 320.000 Jobs. Mit der Maßnahme wolle die Gesellschaft jährlich mehr als 1 Mrd. US-Dollar einsparen.

Der Konzern sei gut aufgestellt. Nachdem im Jahr 2002 die Akquisition von Compaq abgeschlossen worden sei, habe Hewlett-Packard im Mai dieses Jahres eine weitere wegweisende Übernahme gemeldet. Für einen Preis von 25 US-Dollar je Aktie sei der IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) übernommen worden. Die Transaktion habe ein Volumen von rund 13,9 Mrd. US-Dollar. EDS sei einer der weltweit führenden IT-Dienstleister und einer der größten Outsourcing-Spezialisten. Durch die Übernahme habe sich Hewlett-Packard knapp hinter IBM als weltweite Nummer zwei bei IT-Services etabliert und gleichzeitig die Abhängigkeit vom PC-Geschäft weiter verringert. Zudem erziele der Konzern inzwischen mehr als zwei Drittel der Erlöse außerhalb des Heimatmarktes.

Im vierten Quartal 2007/08 habe Hewlett-Packard die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Der Umsatz habe sich dank der Übernahme von EDS um 20% auf 33,60 Mrd. US-Dollar erhöht. Auf vergleichbarer Basis habe das Plus bei 5% gelegen. Der Nettogewinn habe sich um 4% auf 2,11 Mrd. US-Dollar verbessert. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) habe 1,03 US-Dollar je Aktie erreicht und damit zwei Cents über den durchschnittlichen Analystenprognosen gelegen.

Die erfreuliche Entwicklung sei vor allem auf den starken Absatz bei Notebooks zurückzuführen gewesen. Während die Erlöse mit Desktop-PCs, Druckern und Servern rückläufig gewesen seien, hätten sich die Erlöse mit Notebooks um 21% erhöht. Daneben hätten auch die neuartigen Mini-Laptops, die so genannten Netbooks, dazu beigetragen, dass das PC-Geschäft unter dem Strich um 10% zugelegt habe. Der größte Wachstumstreiber sei dank des starken Euro die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit einem Umsatzplus von 22% gewesen. Die Zahlen würden vor allem im direkten Vergleich mit dem Erzrivalen Dell beeindrucken. Dieser habe im abgelaufenen Quartal ein Umsatzminus von 3% verzeichnet. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika seien die Erlöse sogar um 5% zurückgegangen.

Auch der Ausblick, den Hewlett-Packard gegeben habe, habe durchaus überzeugen können. Nachdem im Gesamtjahr 2007/08 der Umsatz um 13% auf 118,4 Mrd. US-Dollar und der Gewinn um 15% auf 8,3 Mrd. US-Dollar habe verbessert werden können, habe das Management seine Prognose fürs laufende Geschäftsjahr 2008/09 bestätigt. Die Erlöse sollten um 8% bis 10% klettern und in einer Spanne zwischen 127,5 und 130 Mrd. US-Dollar liegen. Das EPS solle zwischen 7% und 11% auf 3,88 bis 4,03 US-Dollar wachsen.

Dass der Konzern heute so gut da stehe, verdanke er vor allem Firmenchef Mark Hurd, der 2005 das Zepter von der glücklosen Carly Fiorina übernommen habe. Nur ein Jahr später habe Hewlett-Packard den Konkurrenten Dell als weltweit führenden PC-Hersteller abgelöst und seine Marktstellung seitdem weiter festigen können. Den jüngsten Daten des Marktforschungsunternehmens Gartner zufolge komme Hewlett-Packard derzeit auf einen Marktanteil von 18,4% und nehme damit mit gebührendem Abstand die führende Position vor Dell ein. Der ehemalige Branchenprimus komme auf einen Anteil von 13,6%. Auf Platz drei hole der taiwanesische Computerbauer Acer mit mittlerweile 12,5% deutlich auf.

Der weltweit führende PC-Hersteller verfüge weiterhin über gute Perspektiven. Auch in den nächsten Jahren dürfte Hewlett-Packard zweistellige Gewinnzuwächse ausweisen können. Die Aktie, die sich noch bis Ende September äußerst stabil gehalten habe, sei im Zuge des Einbruchs an den Märkten massiv unter Druck geraten und habe in der Spitze mehr als 40% verloren. Auf dem aktuellen Niveau werde der im Dow Jones gelistete Titel gerade noch mit einem KUV von 0,7 und einem KGV von acht gehandelt. Damit sei der Wert so günstig wie zuletzt Anfang der 90er Jahre. Damals sei ein gigantischer Kursanstieg gefolgt, in dessen Verlauf die Notierung innerhalb von knapp zehn Jahren um mehr als 2.000% zugelegt habe. Wenngleich die ganz hohen Wachstumsraten der Vergangenheit angehören würden, würden zumindest deutlich höhere Notierungen gerechtfertigt erscheinen.

Der Technologiesektor werde durch die Finanzkrise und die laufende Rezession deutlich weniger betroffen sein als andere Branchen. Insbesondere Firmen mit einer starken Marktposition wie Hewlett-Packard würden den Abschwung gut überstehen. Der Konzern sei sowohl nach Marktsegmenten als auch nach Regionen deutlich breiter aufgestellt als die Konkurrenz und damit für die Krise gut gerüstet. Zudem sei der Titel mit einem KGV von acht so günstig bewertet wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr.

Angesichts der stabilen Geschäftsentwicklung sollte sich der Einstieg in die Aktie des Technologie-Blue-Chip Hewlett-Packard lohnen, so die Experten von "Aktienservice Research". Auf Sicht eines Jahres erscheine eine Rückkehr des Aktienkurses in den Bereich zwischen 45 und 50 US-Dollar durchaus realistisch. Der empfohlene Stopp-Loss liege bei 29,00 USD. (Aktien Ausgabe 494 vom 03.12.2008) (04.12.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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