Hochtief "Outperformer"
06.08.03 17:11
Frankf. Finance Newsletter
Die Experten vom "Frankfurter Finance Newsletter" bewerten den Titel von Hochtief mit "Outperformer".
Die lange Zeit (vor allem in Deutschland) krisengeschüttelte Baubranche, gewinne allmählich wieder Land. In dem Maße, in dem sich die mittelfristigen konjunkturellen Perspektiven aufhellen würden, würden sich auch die Gelegenheiten für Baugesellschaften erhöhen, in ihrem Sektor wieder Gewinne zu schreiben. Noch sei allerdings der Turnaround nicht geschafft, doch zumindest für die großen Player gebe es nunmehr den berühmten Silberstreifen am Horizont. Am deutschen Aktienmarkt sei an erster Stelle die Essener Hochtief AG zu nennen, wenn es um die Analyse aussichtsreicher Bauwerte gehe. Das mit über 33.000 Mitarbeitern größte deutsche Bauunternehmen erbringe mittlerweile rund 84% seiner Leistung im Ausland mit besonderem Schwerpunkt in Nordamerika, wo es über die Tochtergesellschaft Turner aktiv sei.
Hochtief verfüge über eine Marktkapitalisierung von 1,2 Mrd. Euro und eine Bilanzsumme von 7,6 Mrd. Euro 2002. Im vergangenen Jahr habe der Nettogewinn nur 90 Mio. Euro betragen, was vor allem mit dem schwachen heimischen Geschäft und der verlustreichen niederländischen Konzerntochter Ballast Nedam (Verlust minus 143 Mio. Euro) zu tun habe. Unternehmenschef Keitel habe jüngst eine Umstrukturierung der niederländischen Gesellschaft mit dem Ziel der baldigen Rückkehr zur Profitabilität in Aussicht gestellt. Hochtief habe im vergangenen Jahr mit einem Investitionsvolumen von 654 Mio. Euro eine neue Rekordmarke erreicht. Der bereits hohe Vorjahreswert von 556 Mio. Euro sei damit noch einmal übertroffen worden.
Immer wieder werde von außen, aber auch vom Vorstand selbst, eine Verlagerung der Konzernzentrale ins Ausland thematisiert. Anstoß dabei könnte sein, wenn RWE seine Beteiligung am Unternehmen weiter drastisch vermindere. Die Analysten würden diese Verlagerungsspekulationen jedoch als nicht besonders realistisch ansehen, obwohl Hochtief den weitaus größten Teil seines Umsatzes schon im Ausland erwirtschafte. Die Mutmaßung, dass sich RWE vom Aktienpaket trennen solle, sei allerdings nicht neu. Bereits im vorigen Jahr habe RWE seinen Anteil an der Fracommerz-Beteiligungsgesellschaft (Vorschaltgesellschaft bestehend aus Allianz, RWE, Commerzbank, Münchener Rück) deutlich zurückgefahren.
Momentan halte RWE aber noch gut 40% an Hochtief direkt und über Fracommerz weitere 5-6%. Sollte sich die RWE AG zu einem drastischen Veräußerungsschritt durchringen und ihre ehemalige Konzerntochter Hochtief vollends in die Unabhängigkeit entlassen, dürfte dies dem Kurs einen neuerlichen Schub geben. Im Gegensatz zum unmittelbaren Konkurrenten Bilfinger und Berger sei die Hochtief-Aktie vor allem wegen des extrem hohen Internationalisierungsgrades und auch aus charttechnischen Gründen zu bevorzugen. Der Essener Konzern werde zunehmend resistent gegen die deutsche Bauflaute.
Die Aktie notiere zur Zeit bei 18 Euro und habe durchaus Potenzial auf Jahresendsicht bis zu 20 Euro. Im August und September drohe saisonal bedingt erst einmal ein kleiner Rückschritt, doch könnte die Aktie im nächsten Jahr ihre Vorjahreshochs von um die 28 Euro ohne Zweifel wieder in Angriff nehmen. Den Analysten erscheine sogar mittelfristig das Erreichen des Allzeithochs bei 50 Euro wieder denkbar. Voraussetzung hierfür sei aber neben der Notwendigkeit einer spürbaren weltkonjunkturellen Erholung unbedingt auch die Fortschreibung des unternehmensinternen Restrukturierungsprozesses, die Weiterführung der Internationalisierungsstrategie und eine intelligente expansive Investitionspolitik. Hierfür sehe man allerdings gute Chancen.
Die Analysten vom "Frankfurter Finance Newsletter" bewerten den Titel von Hochtief mit "Outperformer" und empfehlen die Aktie zum Kauf mit einem Anlagehorizont von 2 Jahren bei einem formulierten Kursziel von 30 Euro. Des weitern empfehle man bei 15 Euro einen StoppLoss zu setzen.
Die lange Zeit (vor allem in Deutschland) krisengeschüttelte Baubranche, gewinne allmählich wieder Land. In dem Maße, in dem sich die mittelfristigen konjunkturellen Perspektiven aufhellen würden, würden sich auch die Gelegenheiten für Baugesellschaften erhöhen, in ihrem Sektor wieder Gewinne zu schreiben. Noch sei allerdings der Turnaround nicht geschafft, doch zumindest für die großen Player gebe es nunmehr den berühmten Silberstreifen am Horizont. Am deutschen Aktienmarkt sei an erster Stelle die Essener Hochtief AG zu nennen, wenn es um die Analyse aussichtsreicher Bauwerte gehe. Das mit über 33.000 Mitarbeitern größte deutsche Bauunternehmen erbringe mittlerweile rund 84% seiner Leistung im Ausland mit besonderem Schwerpunkt in Nordamerika, wo es über die Tochtergesellschaft Turner aktiv sei.
Hochtief verfüge über eine Marktkapitalisierung von 1,2 Mrd. Euro und eine Bilanzsumme von 7,6 Mrd. Euro 2002. Im vergangenen Jahr habe der Nettogewinn nur 90 Mio. Euro betragen, was vor allem mit dem schwachen heimischen Geschäft und der verlustreichen niederländischen Konzerntochter Ballast Nedam (Verlust minus 143 Mio. Euro) zu tun habe. Unternehmenschef Keitel habe jüngst eine Umstrukturierung der niederländischen Gesellschaft mit dem Ziel der baldigen Rückkehr zur Profitabilität in Aussicht gestellt. Hochtief habe im vergangenen Jahr mit einem Investitionsvolumen von 654 Mio. Euro eine neue Rekordmarke erreicht. Der bereits hohe Vorjahreswert von 556 Mio. Euro sei damit noch einmal übertroffen worden.
Momentan halte RWE aber noch gut 40% an Hochtief direkt und über Fracommerz weitere 5-6%. Sollte sich die RWE AG zu einem drastischen Veräußerungsschritt durchringen und ihre ehemalige Konzerntochter Hochtief vollends in die Unabhängigkeit entlassen, dürfte dies dem Kurs einen neuerlichen Schub geben. Im Gegensatz zum unmittelbaren Konkurrenten Bilfinger und Berger sei die Hochtief-Aktie vor allem wegen des extrem hohen Internationalisierungsgrades und auch aus charttechnischen Gründen zu bevorzugen. Der Essener Konzern werde zunehmend resistent gegen die deutsche Bauflaute.
Die Aktie notiere zur Zeit bei 18 Euro und habe durchaus Potenzial auf Jahresendsicht bis zu 20 Euro. Im August und September drohe saisonal bedingt erst einmal ein kleiner Rückschritt, doch könnte die Aktie im nächsten Jahr ihre Vorjahreshochs von um die 28 Euro ohne Zweifel wieder in Angriff nehmen. Den Analysten erscheine sogar mittelfristig das Erreichen des Allzeithochs bei 50 Euro wieder denkbar. Voraussetzung hierfür sei aber neben der Notwendigkeit einer spürbaren weltkonjunkturellen Erholung unbedingt auch die Fortschreibung des unternehmensinternen Restrukturierungsprozesses, die Weiterführung der Internationalisierungsstrategie und eine intelligente expansive Investitionspolitik. Hierfür sehe man allerdings gute Chancen.
Die Analysten vom "Frankfurter Finance Newsletter" bewerten den Titel von Hochtief mit "Outperformer" und empfehlen die Aktie zum Kauf mit einem Anlagehorizont von 2 Jahren bei einem formulierten Kursziel von 30 Euro. Des weitern empfehle man bei 15 Euro einen StoppLoss zu setzen.
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