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Di, 31. Januar 2023, 9:06 Uhr

Industriemetalle weiter im Aufwärtstrend


04.02.13 12:49
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Nach einem guten Start in das neue Jahr befand sich Gold im Laufe des letzten Monats in einer volatilen Seitwärtsbewegung und schloss mit einem Kurs von 1.663 USD je Feinunze leicht im Minus, so Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Nach der Bekanntgabe der indischen Regierung, die Goldsteuer erneut erhöhen zu wollen, sei auf einen Rückgang spekuliert worden. "Die ganzen Diskussionen rund um die Steuererhöhung waren allerdings mehr ein Thema für die Medien als für die Märkte", habe Siegel gesagt. Indien gelte als größter Goldimporteur der Welt, denn das gelbe Metall spiele eine große Rolle bei Hochzeiten und religiösen Festivitäten. Da die Steueranhebung aber schon lange erwartet worden sei, hätten sich die Händler schon im Vorfeld mit dem Edelmetall eingedeckt. Somit habe der Goldpreis kaum auf die Nachricht reagiert und sei stabil geblieben. Silber habe im Januar ein leichtes Plus von 3,4 Prozent verbuchen können und mit 31,41 USD pro Feinunze abgeschlossen. Die gute Performance sei u. a. auch aus der Korrelation zu den Industriemetallen zu erklären, die im letzten Monat stark angezogen hätten.

Platin und Palladium hätten im Januar ebenfalls glänzen können. Mit einem Plus von 8,9 bzw. 5,5 Prozent gehe der Aufwärtstrend der Industriemetalle weiter. Platin habe mit einem Kurs von 1.678 USD je Feinunze abgeschlossen und sei damit zum ersten Mal seit zehn Monaten wieder teurer als Gold. Die Platin-Tochter (ISIN ZAE000013181/ WKN 856547) des südafrikanischen Rohstoff-Riesen Anglo American habe angekündigt, wegen mangelnder Produktivität die Platinförderung zu verringern. 14.000 Stellen sollten gestrichen werden, was eine Reduzierung von 400.000 Unzen Platin pro Jahre bedeuten würde.

Nach massiven Protesten der Gewerkschaften seien die Massenentlassungen vorerst aufgeschoben worden. "Die kritische Lage in Südafrika und die weiterhin gute Stimmung im Automobilsektor werden die Platingruppenmetalle Platin, Palladium und Rhodium weiter antreiben", erkläre Siegel. Vor allem werde das extrem volatile Rhodium derzeit nicht beachtet.

Trotz einer leichten Erholung zu Monatsanfang hätten die Aktien der Minengesellschaften den positiven Entwicklungen der physischen Metalle noch nicht folgen können. Der Xau-Minenindex sei im Januar um rund neun Prozent gefallen. Die Aktien hätten einheitlich negativ abgeschlossen und wieder Bewertungsniveaus von Mitte 2012 erreicht. "Auf der anderen Seite sind die Einstiegsvoraussetzungen so gut wie seit 2008 nicht mehr", habe der Rohstoffexperte gesagt.

Der Aufwärtstrend der Edelmetalle halte weiter an, die Stimmung auf den Aktienmärkten sei positiv. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe zuletzt wieder die 14.000er Punkte-Marke geknackt und auch die DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900)-Werte würden weiter anziehen. Die Notenbanken würden den Markt anhaltend mit billigem Geld fluten und die Staatsschuldenkrisen würden ungelöst bleiben.

"Die Voraussetzung sprechen deutlich für einen weiteren Aufwärtstrend der Edelmetalle und ich bin fest davon überzeugt, dass die Minenaktien davon profitieren werden. Die aktuelle Unterbewertung ist weiterhin rational nicht zu erklären", habe Siegel gesagt.

Die Entwicklung der Basismetalle sei im Januar unterschiedlich verlaufen. Nickel habe aus der Seitwärtsbewegung ausbrechen können, sei auf 18.358 USD pro Tonne gestiegen und damit den höchsten Stand seit Anfang Oktober 2012 erreicht. Auch Kupfer und Blei hätten von den positiven Konjunkturaussichten in Asien und den USA profitieren können und im Januar 4,6 bzw. 1,7 Prozent zugelegt. Die gute Performance von Nickel und Kupfer bringe ein weiteres Metall in die Sichtweite der Investoren. Rhodium, Zink und Aluminium würden weiterhin in einer stabilen Seitwärtsbewegung verharren. (04.02.2013/ac/a/m)




 
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