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So, 22. Mai 2022, 12:11 Uhr

Intel

WKN: 855681 / ISIN: US4581401001

Intel langfristiger Kauf


22.01.09 09:33
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Intel ein langfristiger Kauf.

Nach einer herben Gewinnwarnung sei die Intel-Aktie zuletzt erneut unter Druck geraten. Die Tiefs vom November 2008 seien dabei jedoch nicht unterschritten worden. Für Anleger mit Weitsicht biete sich auf dem aktuellen Niveau eine günstige Einstiegsgelegenheit. Denn eines sei sicher: Als unangefochtener Branchenprimus im Chipbereich werde Intel gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Alles andere als erfreulich seien die Zahlen gewesen, die Intel am vergangenen Donnerstag präsentiert habe: Im vierten Quartal sei der Nettogewinn des Chipherstellers um 90% auf nur noch 234 Mio. US-Dollar oder 0,04 US-Dollar je Aktie eingebrochen. Der Umsatz sei um 23% auf 8,23 Mrd. US-Dollar gesunken. Vor allem die Abschreibung von mehr als 1 Mrd. US-Dollar für die Übernahme der Internetfirma Clearwire habe das Ergebnis im Schlussquartal belastet. Gleichzeitig sei die für Branchenkenner wichtige Bruttomarge von fast 59% im dritten Quartal auf knapp über 53% abgerutscht. Weil der Konzern den Markt bereits in der vorangegangenen Woche mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung auf das schwache Ergebnis vorbereitet habe, sei der Einbruch jedoch nicht mehr überraschend gekommen.

Wegen des schwachen Schlussquartals habe Intel auch im Gesamtjahr 2008 Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verkraften müssen. Während die Erlöse mit 37,59 Mrd. US-Dollar nur um 2% unter dem Vorjahreswert gelegen hätten, sei der Nettogewinn gegenüber 2007 um 24% auf 5,29 Mrd. US-Dollar gesunken. Auf die jüngsten Umsatzeinbußen infolge der wirtschaftlichen Schwäche reagiere der US-Konzern mit Sparmaßnahmen. So wolle man sich mit Neuakquisitionen erst einmal zurückhalten. Zudem würden bis auf weiteres keine neuen Mitarbeiter eingestellt.

Probleme bereite dem weltweit führenden Chip-Hersteller derzeit der stagnierende PC-Markt. Und dies trotz des Erfolgs der Mini-Notebooks, der so genannten Netbooks. In diesen kommt häufig der stromsparende Atom-Prozessor zum Einsatz, mit dem Intel neue Maßstäbe in Sachen Leistungsfähigkeit und Größe gesetzt habe. Großen Wert lege Intel trotz Finanz- und Wirtschaftskrise auch weiterhin auf Forschung und Entwicklung, um künftig noch leistungsfähigere Chips auf den Markt bringen zu können. Wachstumspotenzial sehe das Unternehmen insbesondere im weiteren Siegeszug des World Wide Web. Während heute erst ungefähr 1,5 Mrd. Menschen das Internet nutzen würden, sollten es Schätzungen zufolge im Jahr 2020 bereits rund 5 Mrd. sein.

Derzeit erziele Intel noch rund 90% seiner Erlöse im Computerbereich. Diese Abhängigkeit vom PC-Markt wolle der Chipgigant künftig verringern. Unter anderem sollten die Produkte von Intel verstärkt in der Bordelektronik von Autos zum Einsatz kommen. Daneben habe der Konzern den Bereich Unterhaltungselektronik ins Visier genommen und wolle vermehrt Halbleiter für multimediale TV-Geräte oder Satellitenboxen produzieren. Rückenwind könnte dieses Ansinnen von der Allianz bekommen, die der Internetkonzern Yahoo! mit Samsung, Sony, YouTube und der New York Times geschmiedet habe. Dabei sollten die Elektronikkonzerne Sony und Samsung die TV-Geräte herstellen, Yahoo! und YouTube würden die Inhalte für die Verbindung von Fernsehen und Internet liefern. Und Intel dürfte als Lieferant von Chips für die neuen Geräte profitieren.

Keine Frage, das Halbleitergeschäft sei derzeit schwierig und werde es wohl auch erst einmal bleiben. Die Umsätze der Chiphersteller würden voraussichtlich noch bis ins dritte Quartal hinein rückläufig sein. Das große Plus von Intel: Der unangefochtene Branchenprimus habe im Gegensatz zu Konkurrenten wie AMD keinerlei finanzielle Probleme und werde diese Durststrecke somit problemlos überstehen. Mehr noch: Weil der Konzern in der Lage sei, weiterhin viel Geld in Forschung und Entwicklung zu stecken, werde Intel gestärkt aus der Krise hervorgehen und seinen Marktanteil sogar noch ausweiten können.

Nach dem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr werde Intel voraussichtlich auch im Jahr 2009 nochmals deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Analysten würden derzeit einen Umsatzrückgang um 19% prognostizieren. Der Gewinn solle sogar um gut 40% einbrechen. Intel selbst rechne aber bereits für das zweite Halbjahr wieder mit einer Erholung der Gewinnmargen. Ab dem nächsten Jahr dürfte der Profit dann wieder deutlich wachsen. Analysten würden für 2010 derzeit ein Ergebnis von 0,85 US-Dollar je Aktie prognostizieren, woraus sich ein KGV von 16 errechne.

Das schwache vierte Quartal sowie die zu erwartenden Einbußen in den ersten beiden Quartalen 2009 dürften in den aktuellen Kursen bereits eingepreist sein. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Erholung im zweiten Halbjahr verfüge die Aktie des weltweit führenden Chipherstellers über deutliches Aufwärtspotenzial. Interessant sei auch die charttechnische Situation, denn der Kurs habe in den vergangenen Wochen sein altes Tief vom Oktober 2002 gleich mehrfach erfolgreich getestet. Anleger könnten deshalb auf eine Erholung setzen, sollten Engagements aber mit einem Stopp unter den Tiefstkursen vom November absichern.

Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Intel ein langfristiger Kauf. (Aktien Ausgabe 498 vom 21.01.2009) (22.01.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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