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Intercell

WKN: A0D8HW / ISIN: AT0000612601

Intercell-Aktie: Neun-Monats-Zahlen nach der Gewinnwarnung im Rahmen der Erwartungen


09.11.12 16:18
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Analystin von Erste Group Research, Vladimira Urbankova, stuft die Intercell-Aktie unverändert mit "halten" ein.

In der Mitte der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die Zahlen für die ersten neun Monate 2012 präsentiert. Wegen der schwächeren Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro im 3. Quartal (Rückgang um 30,7% im Jahresvergleich auf EUR 3,5 Mio.) sowie der wesentlich niedrigeren Erlösen aus Kooperationen seien die kumulierten Umsatzerlöse in Q1bis Q3 2012 im Jahresvergleich um 1,2% auf EUR 25,6 Mio. gesunken. Die Finanzierungskosten seien im Jahresvergleich wesentlich gestiegen (zuletzt im Zusammenhang mit der abgeschlossenen BB BIOTECH Finanzierungsrunde).

Nichtsdestotrotz habe Intercell vor allem durch eine weitere massive Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (um 38,8% auf EUR 14,3 Mio., unterstützt durch Kostensenkungsmaßnahmen sowie den zeitlichen Ablauf der klinischen Studien) geschafft, den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 29,2% auf EUR 14,6 Mio. zu reduzieren. Die Cashposition Ende September 2012 habe EUR 59,3 Mio. betragen.

Der Periodenverlust sei im Rahmen der Erwartungen der Analysten gewesen (ihre Schätzung für den Nettoverlust sei EUR 15,0 Mio. gewesen) und habe die Guidance der Firma vom Oktober 2012 bestätigt (Q1-Q3 2012 Nettoverlust von EUR 14,5 bis 15 Mio.). Intercell habe bekannt gemacht, dass, basierend auf der größten Ixiaro Bestellung durch das US-Militär seit Produkteinführung, starke Umsätze von EUR 8,5 Mio. bis EUR 10,5 Mio. in Q4 2012 zu erwarten seien. Nichtsdestotrotz habe das Management für das Gesamtjahr 2012 den zum letzten Mal heruntergeschraubten Ergebnisausblick mit einem Nettoverlust in der Bandbreite EUR 20 bis 24 Mio. bestätigt.

In ihrer nächsten Analyse (in Vorbereitung) planen die Analysten von Erste Group Research ihre Schätzungen für Erlöse sowie Aufwendungen anzupassen und die leichte Verzögerung im Pseudomonas Programm sowie die Beendigung der Impfpflasters Programm Kooperation mit GSK zu reflektieren (was als Konsequenz die Revidierung des 12-Monats-Kursziels nach unten haben wird). Auf der anderen Seite (obwohl die Resultate zuletzt schwächer ausgesehen hätten) sei es positiv, dass die Firma in der letzten Zeit besser mit Investoren kommuniziere, was für eine Rückkehr des Vertrauens der Investoren spreche. Zudem sei durch die im diesen Jahr abgeschlossene Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung die finanzielle Position von Intercell mittelfristig deutlich stärker geworden.

Der wichtige Newsflow aus dem F&E Bereich (die Resultate der entscheidenden Pseudomonas Studie) würden nun erst in der zweiten Hälfte 2013 erwartet und die Analysten würden denken, dass sich die Investoren noch nicht beeilen müssten, um die Intercell Aktie zu kaufen.

Die Analysten von Erste Group Research bestätigen ihre "halten"-Empfehlung für die Intercell-Aktie. Das Kursziel werde bei EUR 2,60 gesehen. (Analyse vom 09.11.2012) (09.11.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte
Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes
Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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