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Di, 17. Mai 2022, 20:23 Uhr

Jungheinrich Vz

WKN: 621993 / ISIN: DE0006219934

Jungheinrich kaufen


28.08.08 08:14
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" empfehlen die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934 / WKN 621993, VZ) zu kaufen.

Angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung hätten Maschinenbauwerte in den vergangenen Monaten erheblich unter Druck gestanden. So habe sich der Aktienkurs von Jungheinrich gegenüber dem Allzeithoch im Oktober vergangenen Jahres mehr als halbiert. Auf dem aktuellen Niveau könnte sich jedoch nun ein Einstieg anbieten. Angesichts der langfristig guten Geschäftsaussichten sowie einer günstigen Bewertung habe das Papier gute Chancen auf ein Comeback!

Neben Finanztiteln würden auch konjunktursensitive Branchen zu den größten Verlierern der vergangenen Monate zählen. Wie der Maschinenbausektor, der die weltweite Wirtschaftsabschwächung zu spüren bekomme. Auch Jungheinrich bleibe davon nicht gänzlich verschont. Durch die starke Marktposition in Wachstumsregionen wie Asien und Osteuropa ziehe sich der Hersteller von Gabelstaplern und Flurförderfahrzeugen bislang aber vergleichsweise gut aus der Affäre. Der heftige Kursabschlag der vergangenen Monate erscheine vor diesem Hintergrund daher überzogen.

Gegründet worden sei Jungheinrich 1953 in Hamburg. Noch im gleichen Jahr habe das Unternehmen mit der "Ameise 55" den ersten Vierrad-Elektro-Stapler auf den Markt gebracht und mit dem Aufbau eines eigenen Niederlassungs- und Vertriebsnetzes begonnen. Nur drei Jahre später habe man die Expansion ins Ausland gestartet und bereits 25 Jahre nach der Gründung mehr als die Hälfte der Erlöse jenseits der deutschen Grenzen erzielt. Derzeit stünden vor allem die Wachstumsmärkte Asien und Osteuropa im Fokus. So seien in den vergangenen Jahren Auslandsfilialen unter anderem in China und Thailand sowie in Russland, Lettland, Litauen und der Ukraine gegründet worden. Heute zähle Jungheinrich weltweit zu den vier größten Anbietern in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. In der Lagertechnik sei man die Nummer eins in Europa.

Bislang habe sich der im SDAX gelistete Konzern trotz der schwächeren Konjunkturentwicklung hervorragend geschlagen. Im vergangenen Jahr habe Jungheinrich beim Umsatz erstmals die Marke von 2 Mrd. Euro überschritten. Die Erlöse seien um 14,5% auf den neuen Rekordwert von 2,001 Mrd. Euro geklettert. Besonders stark sei Jungheinrich im Ausland gewachsen, wo die Erlöse um 16,5% gestiegen seien. Der Auslandsanteil an den Erlösen sei damit inzwischen auf 75% gewachsen. Auch beim Gewinn habe der Konzern neue Rekorde erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um fast 19% auf 140 Mio. Euro geklettert, der Nachsteuergewinn habe um 22% auf 82 Mio. Euro zugelegt.

Und auch die Ergebnisse des ersten Halbjahres könnten sich durchaus sehen lassen. Im Zeitraum Januar bis Juni habe der Konzern seinen Umsatz um knapp 9% auf 1,04 Mrd. Euro gesteigert. Das EBIT habe sich um 2% auf 63,5 Mio. Euro erhöht. Die EBIT-Marge sei allerdings von 6,5% auf 6,1% zurückgegangen. Nach Steuern habe Jungheinrich dank einer geringeren Steuerquote mit 41,3 Mio. Euro rund 17% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum verdient. Das EPS habe von 1,04 auf 1,21 Euro zugelegt. Das positive Ergebnis verdanke Jungheinrich unter anderem der erfreulichen Entwicklung in Asien und Osteuropa.

Wegen der sich abschwächenden Weltkonjunktur und gestiegener Rohstoffpreise rechne das Unternehmen für das zweite Halbjahr mit einer nachlassenden Wachstumsdynamik bei der Nachfrage nach Flurförderfahrzeugen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erwarte Vorstandschef Hans-Georg Frey jedoch, dass das weltweite Marktvolumen für Flurförderfahrzeuge in diesem Jahr um rund 3% auf etwa 980.000 ansteigen werde. Vor diesem Hintergrund solle der Auftragseingang auf über 2,2 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Umsatz solle auf mehr als 2,1 Mrd. Euro vorankommen. Allerdings habe der Vorstand auch eingeräumt, dass der operative Gewinn im laufenden Jahr leicht zurückgehen könnte.

Nach dem Kursrutsch der vergangenen Monate sei die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ein echtes Schnäppchen. So belaufe sich der Börsenwert derzeit auf etwas mehr als 550 Mio. Euro - gerade einmal 28% des Jahresumsatzes. Das KGV (2008e) liege bei knapp sieben. Hinzu komme eine attraktive Dividendenrendite von 3,5%. Wenngleich der Gewinn in diesem und dem kommenden Jahr stagnieren oder leicht zurückgehen dürfte, seien die langfristigen Zukunftsperspektiven gut.

Jungheinrich mache drei Viertel der Umsätze im Ausland und sei bestens positioniert, um die aktuelle Wirtschaftsschwäche gut zu überstehen. Zumal sich die Geschäfte insbesondere in Asien und Osteuropa weiterhin sehr positiv entwickeln würden. Angesichts der unverändert guten Aussichten lasse die äußerst günstige Bewertung auf mittlere Sicht Luft für eine deutliche Kurserholung. Daneben seien auch erste Anzeichen einer charttechnischen Bodenbildung erkennbar. In der Region zwischen 15,50 und 16 Euro habe sich der Kurs in den vergangenen Wochen stabilisiert.

Für Anleger mit Weitblick könnte es sich daher momentan durchaus lohnen, erste Positionen in der Aktie von Jungheinrich aufzubauen, so die Experten von "Aktienservice Research". (Aktien Ausgabe 480 vom 27.08.2008) (28.08.2008/ac/a/nw)




 
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