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K+S

WKN: KSAG88 / ISIN: DE000KSAG888

K+S-Aktie: auch im dritten Quartal auf Kurs


15.11.12 09:28
Aktienservice Research

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Nach Meinung der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von K+S (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88) ein langfristiger Kauf.

Im bisherigen Jahresverlauf habe es einige Aspekte gegeben, die dem hessischen Salz- und Düngemittelanbieter K+S in die Karten gespielt hätten. Dabei hätten beispielsweise die diesjährigen Dürren in den USA für einen Preisanstieg bei den Getreidepreisen gesorgt. Um von den erhöhten Preisen in einem noch höheren Maße zu profitieren, hätten die Bauern verstärkt Düngemittel nachgefragt. Auf der anderen Seite hätten den Hessen im Salzgeschäft die ungewöhnlich milden Witterungsbedingungen zu schaffen gemacht. Gleichzeitig hätten sich die asiatischen Landwirte mit Bestellungen zurückgehalten, was einen Ausbruch beim K+S-Aktienkurs nach oben verhindert habe. Jedoch sollten diese Effekte spätestens im Jahr 2013 überwunden werden.

Zwischen Juli und September sei die Nachfrage in den für K+S relevanten Märkten angesichts des attraktiven Preisniveaus für Agrarrohstoffe weiterhin auf einem guten Niveau gewesen. Dagegen habe K+S mit der Nachfrageschwäche in China und Indien zu kämpfen gehabt, jedoch nicht so stark wie die Branchenkonkurrenz Potash Corp. (ISIN CA73755L1076 / WKN 878149) und Uralkali. Dabei habe der kanadische Branchenprimus Potash in diesem Jahr mehrfach sein Gewinnziel senken müssen. Auch der russische Rivale Uralkali habe sein Produktionsziel wegen der Marktschwäche zurückgenommen.

Beide Unternehmen seien sehr stark von der Düngemittelnachfrage in China und Indien abhängig und hätten vor allem in Indien einen Nachfragerückgang verbuchen müssen. Die Gründe dafür lägen zum einen in der anhaltenden Schwäche der indischen Währung, weshalb Importe jeglicher Art für Inder teurer würden. Zum anderen hätten die indischen Landwirte zuletzt mit auslaufenden Subventionen fertig werden müssen, was sich negativ auf die Nachfrage ausgewirkt habe.

Dagegen sei K+S im Vergleich zur Branchenkonkurrenz weit weniger vom Asiengeschäft abhängig. Für das Unternehmen würden Europa sowie Nord- und Südamerika die Hauptabsatzgebiete bilden. In den ersten neun Monaten habe K+S in Europa einen Umsatzanteil von rund 40% erzielt, gefolgt von Nordamerika (25%), Südamerika (19%) und Asien (13%). Insgesamt habe die K+S Gruppe den Umsatz im dritten Quartal um 63,1 Mio. Euro bzw. 7% auf 916,6 Mio. Euro steigern können. Dieser Anstieg sei hauptsächlich auf einen währungs- und mengenbedingten Umsatzanstieg im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie einen währungsbedingten Anstieg im Geschäftsbereich Salz zurückzuführen.

In den ersten neun Monaten sei der Umsatz der K+S Gruppe trotz der im ersten Quartal witterungsbedingt niedrigeren Umsätze im Geschäftsbereich Salz leicht um 1% auf 2,99 Mrd. Euro gestiegen. Dabei seien in den ersten neun Monaten 60% des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfallen, gefolgt von Salz (36%) sowie den ergänzenden Geschäftsbereichen (4%).

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 10% auf 213,8 Mio. Euro verbucht werden müssen (Q3/11: 237,2 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten habe das EBITDA 793,8 Mio. Euro erreicht. Dies entspreche einem Rückgang von 8% (9M/11: 864,8 Mio. Euro). Zwischen Juli und September 2012 habe das operative Ergebnis EBIT I 156,7 Mio. Euro betragen und damit 25,1 Mio. Euro bzw. 14% unter dem Wert des Vorjahresquartals gelegen. Für diese Rückgänge verantwortlich gewesen seien vor allem die gestiegenen Energie- und Frachtkosten im Bereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie das witterungsbedingt schwächere Voreinlagerungsgeschäft mit Auftausalz im Geschäftsbereich Salz. Das operative Ergebnis habe in den ersten neun Monaten bei 625,3 Mio. Euro und damit um 11% unter dem Wert des Vorjahres (9M/11: 698,4 Mio. Euro) gelegen.

Schleppend sei es einmal mehr im Salzgeschäft geluafen. Aufgrund der sehr milden und zum Teil trockenen Witterungsverhältnisse in Westeuropa in diesem und im vergangenen Jahr seien die Lagerbestände sowohl auf Produzenten- als auch auf Kundenseite gut gefüllt. Deshalb würden sich Abnehmer wie zum Beispiel Straßenmeistereien mit Bestellungen zurückhalten. Auch die Auftausalzregionen an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in Kanada seien von relativ hohen Lagerbeständen infolge des außergewöhnlich milden Winters zu Beginn des Jahres gekennzeichnet gewesen. Die meisten Produzenten hätten auf diese Situation mit Produktionskürzungen reagiert.

Aufgrund der Schwächen im Salzgeschäft und der Nachfrageschwäche nach Düngemitteln in Asien sei der Ausblick des Managements für das Gesamtjahr 2012 ein wenig vorsichtiger ausgefallen. Somit gehe der Konzern sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis davon aus, am unteren Ende der bisherigen Prognosen zu landen.

Bisher habe K+S für das Gesamtjahr 2012 einen Umsatz zwischen 3,9 und 4,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,0 Mrd. Euro) erwartet. Doch nun werde davon ausgegangen, dass der Umsatz in etwa einen Wert am unteren Ende der Spanne von rund 3,9 Mrd. Euro erreichen sollte. Einer der Gründe für die vorsichtigere Prognose liege darin, dass die nordamerikanischen und russischen Produzenten im Oktober weitere Produktionskürzungen angekündigt hätten, aufgrund der nach wie vor ausstehenden Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern. So wolle man das Angebot der reduzierten Nachfrage in diesen Märkten anpassen. Hinzu kämen die durch die milden Witterungsbedingungen verursachten Schwächen im Salzgeschäft.

Beim EBITDA für die K+S Gruppe im Jahr 2012 sei bisher mit einem Wert zwischen 1,05 und 1,13 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,15 Mrd. Euro) und beim operativen Ergebnis EBIT I zwischen 820 bis 900 Mio. Euro (Vorjahr: 906,2 Mio. Euro) gerechnet worden. Auch bei diesen Kennzahlen würden die asiatische Nachfrageschwäche und die Probleme im Salzgeschäft für Prognosen am unteren Ende der Spanne sorgen.

Wesentlich optimistischer würden dagegen die Erwartungen für das Jahr 2013 auf Unternehmensseite aussehen. Demnach solle sich der Weltkaliabsatz spürbar erhöhen. Dabei stütze sich diese Einschätzung auf die für die Landwirte weiterhin attraktiven Getreidepreise und das zu erwartende Ende der Kaufzurückhaltung in China und Indien. Im Geschäftsbereich Salz sei im Jahr 2013 sowohl für den nordamerikanischen als auch für den europäischen Auftausalzmarkt vom Durchschnitt langjähriger Absatzwerte auszugehen. Nachdem die Nachfrage im Jahr 2012 sowohl in Europa als auch in Nordamerika aufgrund der außergewöhnlich milden Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres unterdurchschnittlich gewesen sei, sollte sich der Auftausalzabsatz wieder entsprechend erhöhen.

Das schwächelnde Salzgeschäft und die Kaufzurückhaltung in China und Indien hätten in den vergangenen Monaten auf die Anlegerstimmung rund um die K+S-Aktie gedrückt, so dass das Papier in diesem Jahr eine sehr schwache Performance hingelegt habe. Dabei könnte die aktuell sehr attraktive Bewertung der Aktie mit einem 2013er-KGV von 10,5 und einer Dividendenrendite von 4% eine gute Einstiegschance für Investoren bieten. Denn Faktoren wie das witterungsbedingt ungewöhnlich schwache Salzgeschäft und die aktuell geringe Düngemittelnachfrage aus Asien sollten im kommenden Jahr überwunden werden und für eine anziehende Nachfrage in diesen Geschäftsbereichen sorgen.

Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von K+S ein langfristiger Kauf. Das Stop-loss-Limit empfehle man, bei 29,80 EUR zu platzieren. (Aktien Ausgabe 545 vom 14.11.2012) (15.11.2012/ac/a/d)



Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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