LANGUAGE ACCESS NETWORK INC
WKN: A0MLKP / ISIN: US5158591066Language Access Network; Vorstandsinterview
24.10.07 12:12
Global SmallCap Report
Siegen (aktiencheck.de AG) - Language Access Network Inc. (ISIN US5158591066 / WKN A0MLKP) ist ein amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Columbus, das seinen Kunden Audio- und Videoübersetzungsdienstleistungen anbietet. Die Aktie kann an der Frankfurter Wertpapierbörse mit dem Symbol "L9N" gehandelt werden. Das folgende Interview hat Global SmallCap Report mit dem CEO & COO des Unternehmens Language Access Network Inc., Michael Guirlinger, geführt.
Global SmallCap Report: Herr Guirlinger, würden Sie uns bitte etwas über die Geschichte von Language Access Network erzählen und uns einen Eindruck von Ihrem Geschäftsmodell vermitteln?
Michael Guirlinger: Language Access Network wurde im Jahr 2004 mit der Intention gegründet, Krankenhäusern und dem Gesundheitssektor einschließlich der Apotheken qualitativ hochwertige Übersetzungen per Video anzubieten. Wie Sie unseren Informationsunterlagen entnehmen können, wollen wir unsere Dienstleistungen auch auf andere Sektoren wie die Justiz, staatliche Einrichtungen, privat geführte Organisationen wie das Rote Kreuz, Finanzinstitutionen und die Homeland Security ausweiten. Einen Teil des Jahres 2004 sowie fast das gesamte Jahr 2005 haben wir darauf verwendet, die optimale Hard- und Software für unser System zu entwickeln. Gegen Ende des Jahres 2005 hatten wir mit dem Ohio State University Medical Center gerade einmal einen namhaften Kunden in unserem Portfolio.
Heute sind es bereits über 20 Kliniken, darunter das Memorial Sloan Kettering in New York, das Children’s Medical Center in Dallas, das Boston Medical Center und Henry Ford Health Systems in Detroit. Diese Kliniken sind repräsentativ für die Art von Kunden, die unser System nutzen: Es handelt sich um erstklassige Einrichtungen, die im Hinblick auf Patientenservice und OP-Service sowie in zahlreichen weiteren Kategorien zu den 100 besten Kliniken in den USA zu zählen sind. Wir stellen unser System auch in CVS-Apotheken, Supermärkten und Apotheken der Kette Kroger sowie Apotheken von Walgreens bereit. Alle drei sind auf der 250 US-Unternehmen umfassenden Liste, die von Fortune herausgegeben wird, aufgeführt. Zusammen beträgt der Marktanteil dieser Unternehmen im Pharma-Einzelhandel der USA mehr als 30%. Unser Geschäftsmodell sieht vor, unsere Dienstleistungen über einen privaten Netzwerk-Backbone in den USA anzubieten.
Dies bedeutet, dass wir die Anforderungen des 1996 ins Gesetz aufgenommenen "Health Insurance Portability and Accounting Act" und die Privatsphäre der Patienten sogar übertreffen. Unsere Dienstleistungen werden wie bei einem Handygespräch abgerechnet: Unsere Kunden kaufen Pakete, die mindestens 1000 Minuten pro Monat enthalten. Wir beabsichtigen, uns im Segment für Kliniken und Apotheken in den Jahren 2008 und 2009 einen signifikanten Marktanteil zu sichern.
Global SmallCap Report: Sie wurden im Jahr 2006 zum CEO und COO von Language Access Network berufen. Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend, sich dem Unternehmen anzuschließen? Mit welcher Vision sind Sie an Ihre Aufgabe herangegangen?
Michael Guirlinger: Ich habe mich Language Access Network auf Einladung des Vorstandsvorsitzenden Laurence Sturtz angeschlossen. Er hat als Berater für ein anderes börsennotiertes Unternehmen gearbeitet, für das ich als CEO tätig war. Meine Vision für Language Access Network ist es, den 22% der US-Bevölkerung, die nur eingeschränkt Englisch sprechen oder zur Gruppe der Schwerhörigen oder Tauben zu zählen sind, einen qualitativ hochwertigen, jederzeit einsatzfähigen Video-Übersetzungsdienst zur Verfügung zu stellen.
Wir sind überzeugt, dass wir mit der Bereitstellung einer solchen Dienstleistung - die die Verständigung verbessern wird, ein geringeres Risiko beinhaltet und die Wahrscheinlichkeit teurer Nachuntersuchungen bei Patienten, die bei ihrem ersten Besuch die geleistete Hilfe aufgrund sprachlicher Defizite nicht nachvollziehen konnten - einen Beitrag zur Senkung der Kosten im US-Gesundheitssystem leisten können. Wir streben es an, unsere Dienstleistung zukünftig auch auf internationalen Märkten anzubieten.
Global SmallCap Report: Welche Ziele verfolgen Sie gemeinsam mit Ihrem Management-Team? Können Sie uns etwas über die beteiligten Personen und deren Kompetenzen erzählen?
Michael Guirlinger: Wir haben mit unserer Tochtergesellschaft iBeam Solutions ein proprietäres System namens "Interpreter Call Tracking System" ("ICTS") entwickelt. Diese Technologie ermöglicht es den Kunden und uns, den Einsatz des Systems unmittelbar nachzuvollziehen. Wir zeichnen auch demographische Informationen auf, um diejenigen Einrichtungen mit dem höchsten Anteil der nur bedingt Englisch sprechenden Patienten identifizieren zu können. Darüber hinaus bieten wir eine 24 Stunden am Tag besetzte Hotline an, um technische Probleme aufzunehmen. Des Weiteren schulen wir das Personal im Umgang mit "MARTTI". "ICTS" ermöglicht den Regulierungsbehörden Zugriff auf die erbrachten Dienstleistungen und bietet den Krankenkassen der Patienten eine Handhabe, um gegen Rechnungen vorzugehen. Dieses Feature ist unserem CIO Eric Schmidt zu verdanken, einem Netzwerk-Ingenieur, der das Microsoft Gold-Zertifikat erworben hat.
Erika Shell Castro ist für unsere Übersetzungsdienstleistungen verantwortlich. Aufgrund ihrer Arbeit mit beschränkt Englisch sprechenden Personen hat sie landesweit Anerkennung erfahren. Erika Shell Castro ist zweisprachig aufgewachsen und hat für einen großen regionalen Anbieter von Gesundheitsleistungen einen Übersetzungsdienst aufgebaut.
Bonnie Harmston ist unsere Vizepräsidentin für National Accounts. Sie verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Bereich Übersetzungsdienstleistungen. Unser Präsident Andrew Panos hat Language Access Network gegründet und fungiert heute als Marketingdirektor. Vor der Gründung des Unternehmens war Andrew Panos bereits mehr als 20 Jahre lang im Bereich Marketing tätig.
Global SmallCap Report: Ihr wichtigstes Produkt, "MARTTI", wird allerorts als revolutionär bezeichnet. Würden Sie uns bitte von den Vorteilen dieses Systems erzählen und auch auf das Marktpotenzial eingehen?
Michael Guirlinger: Wir sind der Ansicht, dass es sich bei "MARTTI" um ein revolutionäres Produkt handelt: 1. Das System bietet 365 Tage im Jahr rund um die Uhr Zugriff auf die Dienste medizinisch geschulter Übersetzer. 2. Das System ermöglicht ein Zusammenspiel zwischen Patient und Gesundheitsversorger, das den Ansprüchen beider Parteien genügt. Darüber hinaus wird es dem Krankenhaus ermöglicht, den Anforderungen von "Title IV" sowie den Vorschriften der Gesetze für Amerikaner mit Behinderungen zu entsprechen. 3. "MARTTI" schmälert durch die Einbeziehung von "non-verbaler" Kommunikation die Vorbehalte und Ängste der Beteiligten und lässt damit die Wahrscheinlichkeit, verstanden zu werden, steigen. Auch kulturelle Unterschiede werden berücksichtigt. 4. Die Bereitstellung der Dienstleistung erfolgt zu signifikant geringeren Kosten. 5. Es gibt in den USA die Vorschrift, dass ein schlecht Englisch sprechender Patient, der medizinisch versorgt wurde und innerhalb von 30 Tagen erneut behandelt werden muss, für diese spezifische Behandlung nicht erneut zur Kasse gebeten werden kann, sofern die Erstbehandlung von seiner Krankenkasse übernommen wurde. 6. "MARTTI" beschleunigt den Registrierungs- und Abrechnungsprozess und für Patienten kann somit eine schnellere und genauere Diagnose erstellt werden. 7. Unser Unternehmen bietet mehr als 150 Sprachen an. 8. "MARTTI" kann je nach Umgebung mit oder ohne Verkabelung betrieben werden. Wir bedienen sämtliche Technologieplattformen. 9. "MARTTI" ist das einzige System, das auch bei tauben und schwerhörigen Patienten eingesetzt werden kann. Diese Gruppe macht mehr als 2% der US-Bevölkerung aus.
In den USA gibt es mehr als 7.000 Krankenhäuser und 65.000 Apotheken. Das Marktpotenzial im Hinblick auf die Anzahl möglicher Kunden und den in deren Umfeld einzusetzenden "MARTTI"-Systemen ist enorm.
Global SmallCap Report: Welche Vorteile bietet "MARTTI" verglichen mit dem Einsatz traditioneller Übersetzer?
Michael Guirlinger: Für unseren Videoservice verwenden wir gerne den Überbegriff "Deutung". Darüber hinaus bieten wir auch Übersetzungsservices für Dokumente in mehr als 150 Sprachen. Dolmetscher können nur an einem Ort zur gleichen Zeit sein. "MARTTI" hingegen ist mobil und kann an mehreren Orten eingesetzt werden. "MARTTI" wird niemals krank und beschwert sich nicht, "MARTTI" arbeitet auch gerne um 3 Uhr morgens. Wir bieten unseren Kunden einen Entscheidungsbaum an, mit dessen Hilfe sie bestimmen können, wann "MARTTI" zum Einsatz kommt und wann möglicherweise auf einen Dolmetscher zurückgegriffen werden sollte.
Global SmallCap Report: Im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern: Wo sehen Sie die Wettbewerbsvorteile Ihres Unternehmens und was würden Sie als Schwäche von Language Access Network charakterisieren?
Michael Guirlinger: Derzeit haben wir keine echten Wettbewerber, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr Video- und Audiodienstleistungen für mehr als 150 Sprachen anbieten. Es gibt lediglich einige Audio-Anbieter, die auch ein oder zwei Sprachen in Form von Videoservices offerieren. Es ist interessant, dass wir einige Krankenhäuser in unserem Kundenportfolio haben, die ihr traditionelles Audiosystem durch "MARTTI" ersetzt haben. Die Herausforderung - als Schwäche möchte ich es nicht bezeichnen - von Language Access Network ist es, so viele Anbieter aus dem Bereich Gesundheitsfürsorge wie möglich über die Verfügbarkeit von "MARTTI" zu informieren und sie davon zu überzeugen, das System auch einzusetzen.
Global SmallCap Report: In den vergangenen Monaten hat Ihr Unternehmen eine Reihe von Kooperationen mit medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern bekannt gegeben. Können Sie uns zu diesen Vereinbarungen ein paar Details nennen? Dürfen die Anleger in den nächsten Wochen auf weitere "Big News" hoffen?
Michael Guirlinger: Was Kooperationen angeht, kann sich Language Access Network sehr glücklich schätzen. Wir sind eine Zusammenarbeit mit AT&T eingegangen, um ein eigenes Netzwerk anbieten zu können. Darüber hinaus arbeiten wir bei der Herstellung unseres Systems "MARTTI" sehr eng mit EnovateIT zusammen, um den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Wir stellen dem Boston Medical Center, einer der zehn bedeutendsten Kliniken in den USA, die weitgehend auf drahtlose Technologien und eine Kommunikation ohne Papier setzen, unsere Dienstleistungen zur Verfügung. Vor kurzem haben wir das Krankenhaus Memorial Sloan Kettering in New York als Kunden gewonnen. Diese Einrichtung gehört zu den fünf besten Krebskliniken des Landes.
Auch das Parkland-Krankenhaus in Houston, das im Hinblick auf die OP-Auslastung landesweit auf Platz drei liegt, zählt zu unseren Kunden. Des Weiteren sei noch Henry Ford Health Systems genannt, die größte Betreibergesellschaft von Krankenhäusern im Südosten Michigans.
Anleger sollten bei der Suche nach "Big News" auch darauf achten, mit welcher Kontinuität wir neue Vertragsabschlüsse auf dem gesamten Gebiet der USA bekannt geben. Darüber hinaus sollten sie auch den Pressemitteilungen, die sich auf die Erschließung neuer vertikaler Märkte beziehen, Beachtung schenken.
Global SmallCap Report: Sind Sie mit der Entwicklung Ihres Unternehmens im Jahr 2007 zufrieden? Welche Ziele haben Sie und Ihr Team sich für das kommende Jahr gesteckt?
Michael Guirlinger: Es mag banal klingen, aber ich bin mit unserer Entwicklung niemals zufrieden, auch wenn es uns in diesem Jahr gelungen ist, Kunden aus allen erdenklichen Bereichen zu gewinnen. Für 2008 haben wir uns vorgenommen, noch mehr Servicevereinbarungen mit Kunden aus zusätzlichen Bundesstaaten der USA abzuschließen und unsere Präsenz in Florida, Ohio, Michigan, Massachusetts, New York, Kalifornien und Texas zu verstärken.
Global SmallCap Report: Laut Ihrem Geschäftsplan könnte Language Access Network im zweiten Quartal 2008 den Break-even erreichen. Ist dieser Zeitplan noch aktuell?
Michael Guirlinger: Ich bitte darum zu beachten, dass unser Geschäftsplan den Break-even für das Jahr 2008 vorsieht, es aber keine Garantie dafür gibt. Wir arbeiten allerdings Tag für Tag hart, um dieses Ziel zu erreichen.
Global SmallCap Report: Was dürfen die Investoren im Hinblick auf die Entwicklung der Aktie von Language Access Network in den kommenden Jahren erwarten?
Michael Guirlinger: Nun, ich bin selbst Aktionär und hoffe natürlich darauf, dass die Aktie eine überdurchschnittliche Kursentwicklung nehmen wird. Ich bin aber auch realistisch genug um zu wissen, dass der Kurs unserer Aktie seinen Weg gehen wird, wenn es uns gelingt, unseren Geschäftsplan gut umzusetzen.
Global SmallCap Report: Herr Guirlinger, wir bedanken uns für das Interview. (Ausgabe vom 24.10.2007) (24.10.2007/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Global SmallCap Report: Herr Guirlinger, würden Sie uns bitte etwas über die Geschichte von Language Access Network erzählen und uns einen Eindruck von Ihrem Geschäftsmodell vermitteln?
Michael Guirlinger: Language Access Network wurde im Jahr 2004 mit der Intention gegründet, Krankenhäusern und dem Gesundheitssektor einschließlich der Apotheken qualitativ hochwertige Übersetzungen per Video anzubieten. Wie Sie unseren Informationsunterlagen entnehmen können, wollen wir unsere Dienstleistungen auch auf andere Sektoren wie die Justiz, staatliche Einrichtungen, privat geführte Organisationen wie das Rote Kreuz, Finanzinstitutionen und die Homeland Security ausweiten. Einen Teil des Jahres 2004 sowie fast das gesamte Jahr 2005 haben wir darauf verwendet, die optimale Hard- und Software für unser System zu entwickeln. Gegen Ende des Jahres 2005 hatten wir mit dem Ohio State University Medical Center gerade einmal einen namhaften Kunden in unserem Portfolio.
Heute sind es bereits über 20 Kliniken, darunter das Memorial Sloan Kettering in New York, das Children’s Medical Center in Dallas, das Boston Medical Center und Henry Ford Health Systems in Detroit. Diese Kliniken sind repräsentativ für die Art von Kunden, die unser System nutzen: Es handelt sich um erstklassige Einrichtungen, die im Hinblick auf Patientenservice und OP-Service sowie in zahlreichen weiteren Kategorien zu den 100 besten Kliniken in den USA zu zählen sind. Wir stellen unser System auch in CVS-Apotheken, Supermärkten und Apotheken der Kette Kroger sowie Apotheken von Walgreens bereit. Alle drei sind auf der 250 US-Unternehmen umfassenden Liste, die von Fortune herausgegeben wird, aufgeführt. Zusammen beträgt der Marktanteil dieser Unternehmen im Pharma-Einzelhandel der USA mehr als 30%. Unser Geschäftsmodell sieht vor, unsere Dienstleistungen über einen privaten Netzwerk-Backbone in den USA anzubieten.
Dies bedeutet, dass wir die Anforderungen des 1996 ins Gesetz aufgenommenen "Health Insurance Portability and Accounting Act" und die Privatsphäre der Patienten sogar übertreffen. Unsere Dienstleistungen werden wie bei einem Handygespräch abgerechnet: Unsere Kunden kaufen Pakete, die mindestens 1000 Minuten pro Monat enthalten. Wir beabsichtigen, uns im Segment für Kliniken und Apotheken in den Jahren 2008 und 2009 einen signifikanten Marktanteil zu sichern.
Global SmallCap Report: Sie wurden im Jahr 2006 zum CEO und COO von Language Access Network berufen. Welche Gründe waren für Sie ausschlaggebend, sich dem Unternehmen anzuschließen? Mit welcher Vision sind Sie an Ihre Aufgabe herangegangen?
Michael Guirlinger: Ich habe mich Language Access Network auf Einladung des Vorstandsvorsitzenden Laurence Sturtz angeschlossen. Er hat als Berater für ein anderes börsennotiertes Unternehmen gearbeitet, für das ich als CEO tätig war. Meine Vision für Language Access Network ist es, den 22% der US-Bevölkerung, die nur eingeschränkt Englisch sprechen oder zur Gruppe der Schwerhörigen oder Tauben zu zählen sind, einen qualitativ hochwertigen, jederzeit einsatzfähigen Video-Übersetzungsdienst zur Verfügung zu stellen.
Wir sind überzeugt, dass wir mit der Bereitstellung einer solchen Dienstleistung - die die Verständigung verbessern wird, ein geringeres Risiko beinhaltet und die Wahrscheinlichkeit teurer Nachuntersuchungen bei Patienten, die bei ihrem ersten Besuch die geleistete Hilfe aufgrund sprachlicher Defizite nicht nachvollziehen konnten - einen Beitrag zur Senkung der Kosten im US-Gesundheitssystem leisten können. Wir streben es an, unsere Dienstleistung zukünftig auch auf internationalen Märkten anzubieten.
Global SmallCap Report: Welche Ziele verfolgen Sie gemeinsam mit Ihrem Management-Team? Können Sie uns etwas über die beteiligten Personen und deren Kompetenzen erzählen?
Michael Guirlinger: Wir haben mit unserer Tochtergesellschaft iBeam Solutions ein proprietäres System namens "Interpreter Call Tracking System" ("ICTS") entwickelt. Diese Technologie ermöglicht es den Kunden und uns, den Einsatz des Systems unmittelbar nachzuvollziehen. Wir zeichnen auch demographische Informationen auf, um diejenigen Einrichtungen mit dem höchsten Anteil der nur bedingt Englisch sprechenden Patienten identifizieren zu können. Darüber hinaus bieten wir eine 24 Stunden am Tag besetzte Hotline an, um technische Probleme aufzunehmen. Des Weiteren schulen wir das Personal im Umgang mit "MARTTI". "ICTS" ermöglicht den Regulierungsbehörden Zugriff auf die erbrachten Dienstleistungen und bietet den Krankenkassen der Patienten eine Handhabe, um gegen Rechnungen vorzugehen. Dieses Feature ist unserem CIO Eric Schmidt zu verdanken, einem Netzwerk-Ingenieur, der das Microsoft Gold-Zertifikat erworben hat.
Erika Shell Castro ist für unsere Übersetzungsdienstleistungen verantwortlich. Aufgrund ihrer Arbeit mit beschränkt Englisch sprechenden Personen hat sie landesweit Anerkennung erfahren. Erika Shell Castro ist zweisprachig aufgewachsen und hat für einen großen regionalen Anbieter von Gesundheitsleistungen einen Übersetzungsdienst aufgebaut.
Bonnie Harmston ist unsere Vizepräsidentin für National Accounts. Sie verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Bereich Übersetzungsdienstleistungen. Unser Präsident Andrew Panos hat Language Access Network gegründet und fungiert heute als Marketingdirektor. Vor der Gründung des Unternehmens war Andrew Panos bereits mehr als 20 Jahre lang im Bereich Marketing tätig.
Global SmallCap Report: Ihr wichtigstes Produkt, "MARTTI", wird allerorts als revolutionär bezeichnet. Würden Sie uns bitte von den Vorteilen dieses Systems erzählen und auch auf das Marktpotenzial eingehen?
Michael Guirlinger: Wir sind der Ansicht, dass es sich bei "MARTTI" um ein revolutionäres Produkt handelt: 1. Das System bietet 365 Tage im Jahr rund um die Uhr Zugriff auf die Dienste medizinisch geschulter Übersetzer. 2. Das System ermöglicht ein Zusammenspiel zwischen Patient und Gesundheitsversorger, das den Ansprüchen beider Parteien genügt. Darüber hinaus wird es dem Krankenhaus ermöglicht, den Anforderungen von "Title IV" sowie den Vorschriften der Gesetze für Amerikaner mit Behinderungen zu entsprechen. 3. "MARTTI" schmälert durch die Einbeziehung von "non-verbaler" Kommunikation die Vorbehalte und Ängste der Beteiligten und lässt damit die Wahrscheinlichkeit, verstanden zu werden, steigen. Auch kulturelle Unterschiede werden berücksichtigt. 4. Die Bereitstellung der Dienstleistung erfolgt zu signifikant geringeren Kosten. 5. Es gibt in den USA die Vorschrift, dass ein schlecht Englisch sprechender Patient, der medizinisch versorgt wurde und innerhalb von 30 Tagen erneut behandelt werden muss, für diese spezifische Behandlung nicht erneut zur Kasse gebeten werden kann, sofern die Erstbehandlung von seiner Krankenkasse übernommen wurde. 6. "MARTTI" beschleunigt den Registrierungs- und Abrechnungsprozess und für Patienten kann somit eine schnellere und genauere Diagnose erstellt werden. 7. Unser Unternehmen bietet mehr als 150 Sprachen an. 8. "MARTTI" kann je nach Umgebung mit oder ohne Verkabelung betrieben werden. Wir bedienen sämtliche Technologieplattformen. 9. "MARTTI" ist das einzige System, das auch bei tauben und schwerhörigen Patienten eingesetzt werden kann. Diese Gruppe macht mehr als 2% der US-Bevölkerung aus.
In den USA gibt es mehr als 7.000 Krankenhäuser und 65.000 Apotheken. Das Marktpotenzial im Hinblick auf die Anzahl möglicher Kunden und den in deren Umfeld einzusetzenden "MARTTI"-Systemen ist enorm.
Michael Guirlinger: Für unseren Videoservice verwenden wir gerne den Überbegriff "Deutung". Darüber hinaus bieten wir auch Übersetzungsservices für Dokumente in mehr als 150 Sprachen. Dolmetscher können nur an einem Ort zur gleichen Zeit sein. "MARTTI" hingegen ist mobil und kann an mehreren Orten eingesetzt werden. "MARTTI" wird niemals krank und beschwert sich nicht, "MARTTI" arbeitet auch gerne um 3 Uhr morgens. Wir bieten unseren Kunden einen Entscheidungsbaum an, mit dessen Hilfe sie bestimmen können, wann "MARTTI" zum Einsatz kommt und wann möglicherweise auf einen Dolmetscher zurückgegriffen werden sollte.
Global SmallCap Report: Im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern: Wo sehen Sie die Wettbewerbsvorteile Ihres Unternehmens und was würden Sie als Schwäche von Language Access Network charakterisieren?
Michael Guirlinger: Derzeit haben wir keine echten Wettbewerber, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr Video- und Audiodienstleistungen für mehr als 150 Sprachen anbieten. Es gibt lediglich einige Audio-Anbieter, die auch ein oder zwei Sprachen in Form von Videoservices offerieren. Es ist interessant, dass wir einige Krankenhäuser in unserem Kundenportfolio haben, die ihr traditionelles Audiosystem durch "MARTTI" ersetzt haben. Die Herausforderung - als Schwäche möchte ich es nicht bezeichnen - von Language Access Network ist es, so viele Anbieter aus dem Bereich Gesundheitsfürsorge wie möglich über die Verfügbarkeit von "MARTTI" zu informieren und sie davon zu überzeugen, das System auch einzusetzen.
Global SmallCap Report: In den vergangenen Monaten hat Ihr Unternehmen eine Reihe von Kooperationen mit medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern bekannt gegeben. Können Sie uns zu diesen Vereinbarungen ein paar Details nennen? Dürfen die Anleger in den nächsten Wochen auf weitere "Big News" hoffen?
Michael Guirlinger: Was Kooperationen angeht, kann sich Language Access Network sehr glücklich schätzen. Wir sind eine Zusammenarbeit mit AT&T eingegangen, um ein eigenes Netzwerk anbieten zu können. Darüber hinaus arbeiten wir bei der Herstellung unseres Systems "MARTTI" sehr eng mit EnovateIT zusammen, um den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Wir stellen dem Boston Medical Center, einer der zehn bedeutendsten Kliniken in den USA, die weitgehend auf drahtlose Technologien und eine Kommunikation ohne Papier setzen, unsere Dienstleistungen zur Verfügung. Vor kurzem haben wir das Krankenhaus Memorial Sloan Kettering in New York als Kunden gewonnen. Diese Einrichtung gehört zu den fünf besten Krebskliniken des Landes.
Auch das Parkland-Krankenhaus in Houston, das im Hinblick auf die OP-Auslastung landesweit auf Platz drei liegt, zählt zu unseren Kunden. Des Weiteren sei noch Henry Ford Health Systems genannt, die größte Betreibergesellschaft von Krankenhäusern im Südosten Michigans.
Anleger sollten bei der Suche nach "Big News" auch darauf achten, mit welcher Kontinuität wir neue Vertragsabschlüsse auf dem gesamten Gebiet der USA bekannt geben. Darüber hinaus sollten sie auch den Pressemitteilungen, die sich auf die Erschließung neuer vertikaler Märkte beziehen, Beachtung schenken.
Global SmallCap Report: Sind Sie mit der Entwicklung Ihres Unternehmens im Jahr 2007 zufrieden? Welche Ziele haben Sie und Ihr Team sich für das kommende Jahr gesteckt?
Michael Guirlinger: Es mag banal klingen, aber ich bin mit unserer Entwicklung niemals zufrieden, auch wenn es uns in diesem Jahr gelungen ist, Kunden aus allen erdenklichen Bereichen zu gewinnen. Für 2008 haben wir uns vorgenommen, noch mehr Servicevereinbarungen mit Kunden aus zusätzlichen Bundesstaaten der USA abzuschließen und unsere Präsenz in Florida, Ohio, Michigan, Massachusetts, New York, Kalifornien und Texas zu verstärken.
Global SmallCap Report: Laut Ihrem Geschäftsplan könnte Language Access Network im zweiten Quartal 2008 den Break-even erreichen. Ist dieser Zeitplan noch aktuell?
Michael Guirlinger: Ich bitte darum zu beachten, dass unser Geschäftsplan den Break-even für das Jahr 2008 vorsieht, es aber keine Garantie dafür gibt. Wir arbeiten allerdings Tag für Tag hart, um dieses Ziel zu erreichen.
Global SmallCap Report: Was dürfen die Investoren im Hinblick auf die Entwicklung der Aktie von Language Access Network in den kommenden Jahren erwarten?
Michael Guirlinger: Nun, ich bin selbst Aktionär und hoffe natürlich darauf, dass die Aktie eine überdurchschnittliche Kursentwicklung nehmen wird. Ich bin aber auch realistisch genug um zu wissen, dass der Kurs unserer Aktie seinen Weg gehen wird, wenn es uns gelingt, unseren Geschäftsplan gut umzusetzen.
Global SmallCap Report: Herr Guirlinger, wir bedanken uns für das Interview. (Ausgabe vom 24.10.2007) (24.10.2007/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
24.10.07
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24.09.07
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