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Do, 7. Juli 2022, 6:37 Uhr

Linde

WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001

Linde kaufen


06.02.04 16:54
Vereins- und Westbank

Robert Czerwensky, Analyst der Vereins- und Westbank stuft die Aktie der Linde AG (ISIN DE0006483001 / WKN 648300) weiterhin mit "kaufen" ein.

Nachdem Air Liquide für das Geschäftsjahr 2003 ein Umsatzplus von 5% verkündet habe, das vor allem auf das gute Abschneiden des 4. Quartals und das gute Ergebnis in Asien/Pazifik zurückzuführen sei, dürfte auch bei Linde der Gasebereich gute Q4-Zahlen präsentieren können (BPK 24.3.). Bei der Fördertechnik rechne man vorerst noch mit einem verhaltenen Ergebnis, nachdem CEO Reitzle der Presse gegenüber auf den schwachen Auftragseingang, der eine Konjunkturerholung noch nicht widerspiegle, hingewiesen habe. Aufgrund dessen könnte ein deutlicher Restrukturierungserfolg bei der Fördertechniksparte weiterhin vom schwachen Marktwachstum verzögert werden.

Trotz der Restrukturierungsmaßnahmen, die das Nettoergebnis belasten würden, rechne man mit einer Dividende von EUR 1,13 auf Vorjahresniveau (AR-Sitzung 15.3.). Nach dem von Restrukturierungsmaßnahmen geprägten Geschäftsjahr 2003 sei aufgrund der konjunkturellen Belebung und aufgrund der Kostensenkungsmaßnahmen eine Ergebnisverbesserung in 2004 absehbar. Als Signal an den Kapitalmarkt, dass Linde vor dem Turnaround stehe, dürfte das Unternehmen auf Dividendenkontinuität setzen.

Man setze weiter darauf, dass der CEO ein Jahr nach seinem Amtsantritt gute Zahlen vorlegen werde, um zu beweisen, dass Linde Potenzial habe. Um den Anforderungen der Hauptanteilseigner Deutsche Bank, Commerzbank und Allianz (Beteiligung insgesamt 32%) gerecht zu werden, müsse der CEO den Unternehmenswert weiter steigern, so dass ein höherer Ausstiegskurs möglich werde. Reitzle setze weiterhin nicht auf externe Zukäufe (Messer, BOC) sondern auf interne Restrukturierungserfolge und die Fokussierung auf das Kerngeschäft, was man aufgrund der aktuellen Nettoverschuldung begrüße.

Neben Verkäufen von Randaktivitäten wie den 50%igen Anteil an der GCE-Group (Gas-Kontrollgerätehersteller) gehöre zur Fokussierung der Ausbau des Gasegeschäftes in Zentral- und Osteuropa. Nach der juristischen Ausgliederung des Kältetechnikbereiches zum Jahresanfang müsse jetzt ein Joint-Venture-Partner gefunden werden, der die Abspaltung des Bereiches vorantreiben könne (Zeithorizont 1 bis 2 Jahre).

Berücksichtige man den bei der Messer-Übernahme gezahlten EBITDA-Multiplikator nach einem Premiumabschlag von 15% (8,5x EBITDA) bei der Sum-of-the-Parts-Bewertung von Linde, so würde sich ein fairer Wert von EUR 55 je Aktie ergeben, den man für langfristig erreichbar halte, wenn die Fördertechniksparte gut laufe und die Kältetechnik veräußert worden sei. Durch den Verkauf von Randaktivitäten und den Ausbau des Industriegasebereiches in Zentral- und Osteuropa rechtfertige Linde eine stärkere Bewertung analog reiner Industriegaseunternehmen, woraus sich zusätzliches Bewertungspotenzial ableiten lasse.

Vor dem Hintergrund des weiterhin bestehenden Kurspotenzials bis zu dem neuen Kursziel bei EUR 49 bestätigen die Analysten der Vereins- und Westbank ihr "kaufen"-Rating für die Aktie der Linde AG.





 
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