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Di, 31. Januar 2023, 9:17 Uhr

Minenaktien: Der Markt hat eine ganz neue Qualität


01.11.12 11:03
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Noch bis September kannten Gold und Silber nur eine Richtung: Es ging steil aufwärts, so Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Im Oktober allerdings hätten sich Edelmetalle insgesamt wieder rückläufig entwickelt. Während Gold rund 3 Prozent verloren habe, sei Silber mit minus 6,3 Prozent wie gewohnt mehr als doppelt so stark eingebrochen. Zwar habe das gelbe Metall Anfang Oktober noch die hartnäckige Schwelle von 1.800 USD gestreift. Dennoch sei es bis Monatsende dann wieder auf 1.719,85 USD runter gegangen.

Martin Siegel sehe die jüngsten Rückschläge aber entspannt: "Jede langfristige Aufwärtsbewegung wird von zwischenzeitlichen Korrekturphasen unterbrochen, ohne dass sich damit auch gleich eine Trendumkehr abzeichnen muss." Auf kurzfristige Kurskorrekturen hätten laut Siegel auch die Short-Positionen der so genannten Commericals hindeuten können, die auf Gold und Silber an der US-Terminbörse Comex im Laufe der letzten Wochen signifikant aufgebaut worden seien. "Seit 2001 befinden sich die Edelmetallpreise - allen voran Gold und Silber - in einem stabilen Aufwärtstrend. Daran ändern auch temporäre Konsolidierungen nichts wie etwa 2004, 2008 oder zuletzt nach dem Allzeithoch im August 2011."

Auch Platin und Palladium hätten zunächst noch ordentlich zugelegt, auch weil einige Minen Südafrikas von heftigen Streiks betroffen gewesen seien. Nach nur wenigen Tagen seien beide Edelmetalle dann aber parallel zu Gold unter Druck geraten und hätten jeweils 5,6 bzw. 4,9 Prozent verloren. "Vor allem die gedämpften Aussichten für die Automobilindustrie, die mittel- bis langfristig einen negativen Trend auslösen könnten, sind als Hauptursache für den Preiseinbruch zu sehen", erkläre Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften seien zu Monatsbeginn noch der anhaltend positiven Entwicklung der physischen Metalle gefolgt. Auch als Gold, Silber und Co. langsam unter Druck geraten seien, hätten sich Gold- und Silberaktien größtenteils weiter stabil gehalten und sich damit deutlich robuster entwickelt als die physischen Metalle. Erst in der zweiten Monatshälfte hätten auch die Aktien nachgeben müssen und seien zusammen mit dem Goldpreis gefallen. "Trotz der Kursrückgänge bin ich mit der Entwicklung der Minenaktien in diesem Monat sehr zufrieden", erkläre der Edelmetallexperte.

"Kam es in der Vergangenheit zu Rückschlagen beim Goldpreis, dann brachen Minenaktien meist um ein Vielfaches stärker ein. Im Oktober jedoch konnten Minenaktien ihre relative Stärke zum Goldpreis ausbauen. Das ist eine ganz neue Qualität des Marktes." Folgende Zahlen seien laut Siegel Beleg dafür: Während Gold im Oktober rund ein Drittel seiner seit August gemachten Gewinne wieder habe abgeben müssen, sei beispielsweise der XAU-Index kaum zurückgefallen.

Die Basismetalle hätten im Oktober einheitlich negativ geschlossen. Besonders bei den wichtigen Industriemetallen sei es zu stärkeren Rückschlägen gekommen, so etwa bei Nickel (minus 13,2 Prozent) Kupfer (minus 4,4 Prozent) und Aluminium (minus 3,1 Prozent). Interessanterweise hätten auch hier die Basismetallaktien ein ganz anderes Bild abgegeben. So hätten etwa die Aktienkurse großer Rohstoffkonzerne wie BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) um 3,1 Prozent, Rio Tinto (ISIN GB0007188757/ WKN 852147) um 6,9 Prozent oder Vale (ISIN BRVALEACNPA3/ WKN 897998) um 2,3 Prozent zugelegt. "Die relative Stärke der Aktien zu den physischen Metallen wird hier sogar noch deutlicher als bei Edelmetallen", erkläre Siegel.

Den Grund für die relative Stärke gegenüber physischen Metallen sehe Siegel in der Aktie als flexibleres Investment. "Investitionen in Aktien gehen einfach leichter und schneller als in die physischen Märkte, sodass Aktienanleger auf die zunehmenden Inflationserwartungen schneller reagieren können." (01.11.2012/ac/a/m)




 
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