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Di, 7. Februar 2023, 17:15 Uhr

NanoFocus

WKN: 540066 / ISIN: DE0005400667

NanoFocus kann Großaufträge von Solarindustriezulieferern buchen


24.03.11 12:18
MIDAS Research

Mannheim (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von MIDAS Research, Thomas Schießle, stuft die NanoFocus-Aktie nach wie vor mit dem Rating "langfristiger Kauf" ein.

Das Geschäftsjahr 2011 habe für die NanoFocus AG gut angefangen und verspreche auch weiterhin einen sehr erfreulichen Verlauf zu nehmen, so die Einschätzung des Fachanalysten Thomas Schießle. Denn die Ordertätigkeit sei bereits im Startquartal erfreulich rege und es seien für die Analysten keine Anzeichen zu erkennen, dass dieser positive Trend in den kommenden Monaten nicht anhalten sollte.

Im als "Übergangsjahr" charakterisierten Jahr 2011 sehe die MIDAS-Schätzung bis heute einen Anstieg der Jahreserlöse um ca. 30% auf EUR 8,8 Mio. und ein EBIT von rund EUR 0,75 Mio. vor. Anpassungsbedarf? Es bleibe nach Erachten der Analysten zunächst abzuwarten, wann und in welcher Höhe neuerliche Nachrichten dieser Art aus Oberhausen kämen. Die "Hannover Messe" Anfang April und erst recht die "Control" vier Wochen später in Stuttgart dürften wichtige Veranstaltungen und Termine sein.

Vor noch nicht allzu langer Zeit hätten die Kritiker des Unternehmens vor den Gefahren des ab 2009 umgesetzten Strategiewechsels gewarnt, der durch eine Fokussierung auf Entwicklungsprojekte - nach ihrer Meinung - das Risiko erhöhen bzw. das Erlöswachstum dämpfen könnte. Der Strategieschwenk, so Analyst Schießle, sei aber unausweichlich gewesen, denn bis dato habe die Gewinnschwelle nicht nachhaltig überschritten werden können. Der neue "One-Stop-Shop"-Ansatz habe das in der Vergangenheit dominierende Kleinseriengeschäft abgelöst und eröffne die Chance auf kräftig steigende Stückzahlen.

Zentrale Stellschraube der Expansion seien eben gerade diese kundenspezifischen Projekte, betone der Analyst von MIDAS Research, denn diese würden nicht nur das Entwicklungsrisiko senken, sondern auch den Abverkauf durch Abrufvereinbarungen absichern. Zusätzliches Personal (z.B. Key Accounter) und angepasste Führungstechniken würden in der nächsten Zeit erfolgsentscheidend.

Die jüngste Auftragsentwicklung gebe dem Management recht. Die Oberhausener Experten für industrielle Messtechnik hätten soeben weitere, bedeutende Aufträge aus der Solarzulieferindustrie verbucht. Das Auftragsvolumen mit einer Reihe von Kunden betrage insgesamt EUR 1,1 Mio. für eine Anzahl von Oberflächenanalysesysteme, die auch in die Fertigung von Solarzellen verschiedenster Zellengenerationen integriert werden sollten.

Die optischen Analysesysteme aus Oberhausen würden die Entwicklung und Umsetzung technischer Innovationen in der Photovoltaikproduktion durch hochpräzise 3D-Oberflächenanalysen unterstützen. Für die Branche sei eine kontinuierliche Überwachung der Produktionsparameter bis in den Mikro- und Nanometerbereich immer wichtiger, um qualitativ hochwertige, leistungsstarke und energieeffiziente Solarzellen herzustellen. In enger Abstimmung mit den Kunden seien produktionskritische Oberflächenparameter bestimmt sowie neue Produktionsparameter definiert und gemeinschaftlich erarbeitet worden. Vieles spreche deshalb dafür, dass die erfreuliche Auftragsentwicklung nicht kurzfristig wieder abbrechen werde.

Der Zielmarkt Solar sei in der MIDAS-Planung mit einer spürbaren, mehrjährigen Nachfragesteigerung eingebucht. In den kommenden Jahren sei weltweit mit einem deutlichen Wachstum des dynamischen Solarmarktes zu rechnen. Für Photovoltaikhersteller und -zulieferer bedeute dies sowohl eine steigende Nachfrage, aber auch einen erhöhten Preis- und Konkurrenzdruck. Neben der Effizienzsteigerung von Solarzellen rücke immer mehr auch die Optimierung von Produktionsmethoden in den Fokus der Investitionsentscheidungen. Durch innovative Inspektionstechnologien lasse sich die Entwicklung effizienter Fertigungstechniken beschleunigen. Dadurch könnten Kosten reduziert und der Output gesteigert werden.

Aber auch aus den übrigen fünf Kernmärkten sei dem Vernehmen nach erfreuliches Kundeninteresse zu registrieren. Zumal auch das Basisgeschäft, das für rund EUR 5 Mio. p.a. stehe, in der Breite der industriellen und akademischen Forschung und Entwicklung nicht von schwindenden Budgets gekennzeichnet sei, wie man in Zeiten zunehmender öffentlicher Defizite erwarten könnte. Vielmehr sorge die wachsende Zahl an Drittmittelprojekten für Nachfrageimpulse auch in diesem für NanoFocus wichtigen Kundenkreis.

Über ein mehrjährig angelegtes Medizintechnik-Projekt sei bereits berichtet worden. Auf Folge- und Neuaufträge aus der Kundengruppe der Halbleiter- und Elektronikindustrie sollte man - so die Erwartungen der Analysten - nicht allzu lange warten müssen. Die dort verabschiedeten Entwicklungsbudgets und spezifischen Technologiethemen würden vermehrte Nachfrage erwarten lassen. Ganz ähnlich laute die Einschätzung für die wichtige Kundengruppe der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer.

Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt liege auf Verbesserungen der mechanischen Präzision bei Antrieben, eines der Paradeeinsatzfelder der industriellen 3D-Oberflächeninspektion von NanoFocus. Gelinge es in den F&E-Abteilungen, die NanoFokus-Geräte zu platzieren, würden - mittelfristig und mit hoher Wahrscheinlichkeit - die Orders für den Einsatz in den Fertigungslinien folgen, wenn bis dahin Produktionstechnik und Organisation auf ein neues Präzisionsniveau - auch mit Hilfe der Oberflächeninspektion von NanoFocus - gehoben worden seien. Dieses strategische Ziel gelte es bei allem kurzfristigen Erfolg, den die Analysten am hohen Auftragsbestand ablesen könnten, nicht aus den Augen zu verlieren, sei die "Inline"-Inspektion doch der Schlüssel für ein neues Unternehmenskapitel.

Die in Angriff genommene Ausweitung der Fertigungskapazitäten komme also zur richtigen Zeit. Nun gelte es, die hohen Ansprüche der Kunden auch in der neuen Produktionsumgebung, die schließlich die Basis für das mittelfristige Erlöswachstum lege, zu erfüllen. Und das nicht nur für den Großauftrag aus der Solarzellenfertigung, sondern auch für die übrigen Kernmärkte des NanoFocus-Strategiekonzepts.

Die Analysten von MIDAS Research empfehlen die Aktie von NanoFocus unverändert zum langfristigen Kauf. (Analyse vom 24.03.2011) (24.03.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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