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Do, 7. Juli 2022, 6:36 Uhr

Porsche Vz (alt)

WKN: 693773 / ISIN: DE0006937733

Porsche kaufen


03.02.04 17:24
Vereins- und Westbank

Marc-René Tonn, Analyst der Vereins- und Westbank, stuft die Aktie von Porsche mit dem Rating "kaufen" ein.

Porsche habe im Rahmen der Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahreszahlen am 23. Januar die Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr hätten die Zuffenhausener angekündigt, neben Absatz und Umsatz auch den Ertrag steigern zu wollen. Bislang sei lediglich ein "Ertrag auf hohem Niveau" avisiert worden.

Die Konkretisierung der Ertragsprognose sei jedoch vor dem Hintergrund eines unter den Erwartungen liegenden Halbjahresergebnisses (EBT: EUR 207,0 Mio., +11,5% vs. VuWe: EUR 231,6 Mio.). Nach Erachten der Analysten hätte jedoch vor dem Hintergrund der geringen Bedeutung des Halbjahresergebnisses (in 2002/03 lediglich 19,9% des Jahresgewinns) der bessere Ausblick stärker im Fokus stehen sollen.

So hätten die 911er-Verkäufe in H1 2002/03 noch mit 4,3% im Plus gelegen, während im Geschäftsjahr 14% weniger verkauft worden sei. In 2003/04 dürfte eine gegenteilige Entwicklung einsetzen. Nachdem das Minus der margenstärksten Modellreihe zum Halbjahr noch bei 25,9% gelegen habe, würden die Analysten für das Gesamtjahr lediglich mit einem Minus von 6,7% rechnen. Darüber hinaus habe Porsche in H1 2002/03 den Umsatz und Ertrag für einen Entwicklungsauftrag von VW aus dem Gemeinschaftsprojekt Cayenne/Touareg verbucht. Insofern dürfte der Ertragsanstieg über die vollen zwölf Monate höher ausfallen als in H1.

Die Analysten der Vereins- und Westbank heben ihre Prognosen für Absatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr an. Beim Absatz reduziere man die Schätzungen für die 911er-Reihe auf 25.966 (bisher: 27.088), hebe aber im Gegenzug die Erwartungen für den Cayenne auf 34.280 (bisher: 32.370) und den Konzern auf 75.151 (bisher: 74.363) an.

Der Umsatz dürfte dagegen währungsbedingt niedriger ausfallen, als bislang von den Analysten erwartet. Man rechne mit Erlösen von EUR 6,3 Mrd. (+12,2%) in 2003/04. Ihre Ertragsprognose heben die Analysten der Vereins- und Westbank für das EBT von EUR 1,04 Mrd. auf EUR 1,07 Mrd. an. Das EPS prognostiziere man nun mit EUR 37,81 (bisher: EUR 35,92). Trotz der rückläufigen Sportwagen-Nachfrage dürfte Forsche entsprechend auch in 2003/04 und 2004/05 neue Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis ausweisen.

Ausschlaggebend für diesen Erfolg sei neben der positiven Mix-Entwicklung bei der 911er-Reihe auch der Cayenne. Offenbar steuere das SUV schneller und in stärkerem Umfang positiv zur Ertragsmarge bei, als bislang von den Analysten erwartet.

Dabei seien zusätzlich die Aufwendungen für die Entwicklung der neuen Produkte bei 911er (VuWe: Q4 2004) und Boxster (VuWe: Q2 2005) zu berücksichtigen, die nach den Regeln des HGB von Porsche im Vorfeld der Einführung den Ertrag belasten würden. Vor diesem Hintergrund erscheine die Ertragsstärke der Zuffenhausener noch deutlicher.

Aufgrund der langfristigen Hedging-Politik habe die gegenwärtige Dollar-Schwäche in den kommenden zwei Jahren keinen Einfluss auf die Ergebnisse von Porsche. Aufgrund der höheren Ergebnisannahme in 2003/04 und 2004/05 habe sich das faire Wert in dem DCF-Modell der Analysten auf EUR 521 (bisher: EUR 520) erhöht. Bei diesem Kursniveau läge der Porsche-Kurs ca. 3% unter den historischen Höchstständen. Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten bezüglich der Sportwagen-Nachfrage in 2004 und 2005 und dem durch die Vorbereitung der neuen Modelle gedämpften Ertragswachstum erachte man es derzeit als unwahrscheinlich, dass neue Höchstkurse erreicht würden.

Beim gegenwärtigen Kursniveau notiere die Porsche-Aktie mit einem KGV auf Basis des erwarteten Gewinns in 2003/04 von 12,1 und 11,0 auf Basis 2004/05. Damit notiere die Aktie auf Basis 2004 auf einem vergleichbaren Niveau wie BMW und Volkswagen. Vor dem Hintergrund der unterstellten Vorsteuer-Marge von 17,1% in 2003/04 und den Wachstumsaussichten nach dem Modellwechsel bei den Sportwagen erachte man dieses Niveau als zu niedrig. Unter Berücksichtigung eines 30%igen Premiums für die herausragende Margensituation und langfristigen Wachstumsaussichten der Zuffenhausener bei gleichzeitig langfristigem Hedging, leite sich aus dem Bewertungsvergleich ein fairer Wert von EUR 533 ab. Vor dem Hintergrund der Bewertungsmodelle hebe man das Kursziel für die Porsche-Aktie von EUR 520 auf EUR 525 an.

Das Anlageurteil für die Porsche-Aktie ändern die Analysten der Vereins- und Westbank auf "kaufen" von "neutral/trading buy", nachdem der Kurs in den vergangenen Wochen nachgegeben habe. Aus Timing-Gesichtspunkten würde man die Absatzzahlen aus den USA (03.02. abends) für Käufe abwarten, da der Vorjahresmonat noch relativ stabile Sportwagen-Verkäufe aufgewiesen habe und der Januar 2004 von den Schneefällen an der Ostküste negativ beeinflusst worden sei.





 
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