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So, 22. Mai 2022, 13:37 Uhr

Rhön-Klinikum

WKN: 704230 / ISIN: DE0007042301

RHÖN-KLINIKUM langfristiger Kauf


10.09.09 08:39
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Einschätzung der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von RHÖN-KLINIKUM (ISIN DE0007042301 / WKN 704230) ein langfristiger Kauf.

Krankenhausprivatisierung sei für Kritiker angeblich der Untergang unseres Gesundheitssystems. Doch der Kostendruck im Klinikbereich nehme zu, die Gewährleistung der Versorgung auf hohem Qualitätsniveau solle aber erhalten bleiben. Die Lösung vieler Städte und Kommunen laute: Privatisierung. Dabei spiele ein Gesundheitsdienstleister wie die RHÖN-KLINIKUM AG eine große Rolle. Langfristig orientierte Anleger könnten mit dem MDAX-Wert eine solide Rendite erwirtschaften.

RHÖN-KLINIKUM sei der Marktführer unter den börsennotierten Betreibern von so genannten Akutkrankenhäusern und eine gesunde persönliche Vorsorgeaktie im Depot. Mit mehr als 14.000 Betten/Plätzen könne das im MDAX notierte Unternehmen ein Leistungsspektrum aufweisen, das nahezu alle medizinischen Fachgebiete umfasse. Der Gesundheitsdienstleister verfüge über 48 Kliniken bundesweit, mit dem Schwerpunkt in Bayern, Thüringen und Sachsen. Weitere Privatisierungsobjekte stünden noch auf der Akquisitionsliste.

RHÖN-KLINIKUM habe in der Branche einen guten Namen. Das Unternehmen gelte als Pionier im Bereich der Krankenhausprivatisierung. Die optimale Patientenbetreuung durch hohe medizinische Qualität und modernste medizinisch-technische Ausstattung stehe im Vordergrund. Dafür habe der Konzern mehr als 34.000 Mitarbeiter, davon seien rund 14% ärztliche Mitarbeiter und etwa 67% pflegerische und medizinische Fachkräfte.

RHÖN-KLINIKUM sei dabei, sich für die Zukunft zu wappnen. Diese heiße in Deutschland eine Ausweitung der bisherigen (Teil-)Privatisierung des Gesundheitswesens. Dafür tue das MDAX-Unternehmen einiges, auch im Personalbereich. So gebe es schon seit dem Herbst 1998 an der Universität Bayreuth einen Diplom-Studiengang "Gesundheitsökonomie". Der von RHÖN-KLINIKUM in Kooperation mit der Universität Bayreuth und einer Krankenkasse eingeführte Studiengang diene auch dazu, dem Konzern zu qualifiziertem Führungsnachwuchs zu verhelfen.

Manche Kritiker der Privatisierung im Gesundheitswesen würden diese als Untergang des Sozialsystems ansehen. Tatsache sei aber, dass die Zahl der privaten Trägerschaften seit 1990 in Deutschland gestiegen sei. RHÖN-KLINIKUM leiste nicht nur gute medizinische Arbeit, sondern sei für seine Aktionäre auch noch profitabel. In den vergangenen fünf Jahren habe der Umsatz durchschnittlich um jeweils knapp 18% zulegen können, der Gewinn um knapp 10% und der Cashflow um mehr als 10%. Wie viele Kommunen könnten da mit ihren Krankenhäusern mithalten? RHÖN-KLINIKUM habe es geschafft, viele der übernommenen Kliniken durch eine höhere Leistungsqualität am und für den Patienten und gleichzeitig geringeren Sach- und Personalkosten auf Vordermann zu bringen.

Die letzten Quartalszahlen würden den guten Trend belegen. "Wir haben auch in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ein Rekordergebnis eingefahren. Dieser Erfolg bestätigt unsere Strategie und unser auf Langfristigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell", habe Firmenlenker Wolfgang Pföhler bei Vorlage der Jahresbilanz betont. Zu Recht. Man habe in den ersten sechs Monaten 2009 bei allen wichtigen Kennzahlen Rekordmarken erreicht. Im gesamten Klinikverbund seien im Zeitraum Januar bis Juni insgesamt 903.094 Patienten behandelt worden. Das seien 8,4% mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Umsätze hätten sich um 8,6% auf 1,14 Mrd. Euro erhöht. Auch der Konzerngewinn sei um 6,3% auf 65,8 Mio. Euro gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe im Berichtszeitraum bei 140,5 Mio. Euro gelegen und damit den Wert der Vergleichsperiode 2008 um 9,3% übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich gleichzeitig um 5,8% auf 91,2 Mio. Euro verbessert. Der operative Cashflow sei wiederum um 11,9% gewachsen und habe in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 116,5 Mio. Euro gelegen. Und die wichtigste Kennzahl für einen Aktionär: Nach Abzug der Ergebnisanteile für Minderheiten von 3,8 Mio. Euro vom Konzerngewinn habe sich das Ergebnis je Stammaktie im ersten Halbjahr von 0,57 auf 0, 60 Euro erhöht.

Für das Gesamtjahr 2009 sei man seitens des Vorstands ebenfalls optimistisch. "Wir liegen voll im Soll und bekräftigen daher unsere Prognose für das Geschäftsjahr", habe der Vorstand betont. Konkret würden Umsätze von 2,3 Mrd. Euro und ein Konzerngewinn von 130 Mio. Euro mit möglichen Chance- und Risikoabweichungen von je 5 Mio. Euro nach oben und unten erwartet. In den nächsten Jahren werde das Ergebnis wohl nicht schlechter ausfallen. Denn das Wachstum in diesem Trendmarkt halte weiter an. Schon vor Jahren habe die Consultingfirma Arthur Andersen eine Studie zum "Krankenhaus 2015" vorgelegt, die ein rapide beschleunigtes Wachstum der privaten Krankenhäuser vorhergesagt habe. So sollten in nicht einmal sechs Jahren rund 600 privaten stationären Einrichtungen nur noch 400 öffentliche gegenüberstehen.

Die jüngsten Zahlen würden den profitablen Wachstumstrend untermauern. Zur positiven Geschäftsentwicklung würden Quartal für Quartal neben der weiter steigenden Patientenzahl auch die Leistungsausweitungen und die Restrukturierungserfolge beitragen. RHÖN-KLINIKUM werde langfristig zum flächendeckenden Versorger, und dies in einem attraktiven Markt. Mit einem aktuellen 2009er KGV von 15 und einem KUV von 1 sei die Aktie immer noch moderat bewertet, zumal sich der Wert in einem attraktiven Marktumfeld befinde. Schließlich bringe die langfristig ausgerichtete Akquisitionsstrategie von RHÖN-KLINIKUM weiteres Kurspotenzial mit sich - nicht zuletzt wegen steigender Patientenzahlen und der zu erwartenden Dynamisierung der Privatisierungswelle spätestens nach den Bundestagswahlen in diesem Monat.

Nach Meinung der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von RHÖN-KLINIKUM ein langfristiger Kauf. (Aktien Ausgabe 507 vom 09.09.2009) (10.09.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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