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Di, 5. März 2024, 1:29 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Rohöl und Erdgas: Starke Preisanstiege


19.07.12 13:23
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Brentölpreis erreicht am Morgen die Marke von 106 USD je Barrel und damit das höchste Niveau seit sieben Wochen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

WTI notiere erstmals seit Ende Mai über der Marke von 90 USD je Barrel. Damit seien die Preise binnen einer Woche um über 8% gestiegen. Unterstützung würden die Preise derzeit von der geopolitischen Seite bekommen. In Syrien scheine der seit 16 Monaten laufende Konflikt zu eskalieren. Gestern sei es zu einem Anschlag gekommen, bei dem zwei hochrangige Verteter des Assad-Regimes getötet worden seien.

Auch der Iran-Konflikt rücke stärker in den Fokus, nachdem Israel Teheran für den Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien verantwortlich mache. Neben der andauernden Unruhe im Nahen Osten hätten auch die US-Lagerdaten für Preisauftrieb gesorgt. Die Rohölvorräte seien in der Vorwoche zum vierten Mal in Folge um 809 Tsd. Barrel gesunken. In dieser Zeit seien die Rohölbestände um 10 Mio. Barrel gefallen. Zudem seien auch die Benzinvorräte um 1,8 Mio. Barrel unerwartet deutlich zurückgegangen. Der kräftige Anstieg der Destillatevorräte um 2,6 Mio. Barrel sei dagegen nicht ins Gewicht gefallen, da diese weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau liegen würden. Kurzfristig dürfte sich der Preisanstieg bei Rohöl daher fortsetzen.

Der gestrige US-Gaspreisanstieg lasse sich kaum allein mit Fundamentaldaten erklären. Der Preis sei im Laufe des Tages begleitet von hohen Volumina um über 8% erstmals seit Januar auf über 3 USD je MMBtu gestiegen. Zwar versuche man den Anstieg mit Ausfällen von AKWs an der US-Ostküste zu erklären oder geringeren Schätzungen für die Lagerbestände, die heute zur Veröffentlichung anstünden. Auch wenn große Preisschwankungen im Vorfeld der Lagerbestandsveröffentlichung nicht ungewöhnlich seien, sei das Ausmaß angesichts der bereits sehr starken Preisanstiege der vergangenen Wochen außergewöhnlich.

Die Analysten würden den Anstieg vor allem auf die Finanzanleger zurückführen, wobei nicht nur die Großanleger seit wenigen Wochen per saldo stark positiv für Erdgas gestimmt seien, sondern auch die Kleinanleger, die zuletzt ihre Shorts an der NYMEX zurückgeführt hätten und sich nun auch verstärkt im United States Natural Gas Fund LP engagieren würden. Die Nähe zur psychologisch wichtigen Marke von 3 USD je MMBtu sei vermutlich der Grund für deren anschließenden Durchbruch gewesen. Die Analysten würden die Gewinne der letzten Tage für wenig nachvollziehbar und nicht nachhaltig halten. (19.07.2012/ac/a/m)





 
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