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So, 22. Mai 2022, 13:56 Uhr

SAP

WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600

SAP kaufen


02.10.08 10:59
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" empfehlen die Aktie von SAP zu kaufen.

Die DAX-Titel, die im Jahr 2008 im Plus lägen, könne man an einer Hand abzählen. Einer davon sei SAP. Die Aktie des Softwarekonzerns feiere nach langer Lethargie ein Comeback. Gute Aussichten und eine günstige Bewertung würden für mittelfristig weiter steigende Notierungen sprechen. Eine Investition sollte sich auszahlen.

SAP sei eine einzigartige Erfolgsgeschichte. 1972 hätten fünf ehemalige IBM-Mitarbeiter das Softwareunternehmen gegründet. Ein Jahr später sei die erste Finanzbuchhaltung, das System RF, fertig gestellt worden - der Grundstein für die kontinuierliche Weiterentwicklung weiterer Softwaremodule. 1975 hätten Unternehmen mit SAP-Software auch den Einkauf, die Bestandsführung und die Rechnungsführung abdecken können. In den Folgejahren sei die Software stetig weiterentwickelt worden. 1992 habe SAP mit dem neuen System R/3 die Grundlage für seine heutige Marktposition geschaffen. Gleichzeitig habe das Unternehmen seine Partnerstrategie verstärkt: Unabhängige Beratungshäuser würden Kunden bei der Einführung der SAP-Systeme unterstützen.

Heute sei SAP der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware und gleichzeitig der drittgrößte unabhängige Softwarekonzern der Welt. Mit mehr als 50.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in über 50 Ländern entwickle er maßgeschneiderte Unternehmenslösungen für mehr als 75.000 Kunden rund um den Globus. Ein wichtiger Schritt zur Festigung der starken Marktposition sei die Übernahme der französischen Business Objects, des weltweit führenden Anbieters im Bereich Business Intelligence (BI), für rund 3,7 Mrd. Euro gewesen. Das Unternehmen entwickle Lösungen für die Ermittlung, die Bereitstellung und das Management von Informationen sowie weitergehende Analysen und Performance Management.

SAP verfüge über eine starke Position in einem dynamisch wachsenden Markt, der auch durch das starke Wachstum in den aufstrebenden Schwellenländern weiterhin hohes Potenzial biete. Dabei gelte das Unternehmen als ausgesprochen innovativ, würden die Walldorfer doch deutlich mehr in die Entwicklung neuer Produkte als die Konkurrenz investieren. Auch im Vergleich mit dem amerikanischen Erzrivalen Oracle sehe sich SAP auf der Überholspur. Finanzvorstand Werner Brandt: "Im direkten Wettbewerb mit Oracle erhalten wir mit Abstand die Mehrheit der Aufträge. Das bestätigt die Überlegenheit unserer Lösungen."

Neben dem Fokus auf das organische Wachstum wolle sich SAP auch weitere Akquisitionen offen halten. Dabei werde der Schwerpunkt auf technologische Ergänzungen für die vorhandene Plattform sowie auf die Verbreiterung des Lösungsangebotes für Industrien gelegt.

Die Übernahme von Business Objects - die teuerste Übernahme in der Firmengeschichte - zahle sich bereits aus. Denn die Integration des französischen Unternehmens laufe bislang besser als erwartet. Im zweiten Quartal habe SAP einen Anstieg der Lizenzumsätze um 24% auf 2,1 Mrd. Euro verbucht. Allein acht Prozentpunkte dieses beachtlichen Wachstums seien dabei auf Business Objects entfallen. Außerdem habe die neue Tochtergesellschaft seit dem Abschluss der Akquisition im Februar dieses Jahres den Marktanteil ausgebaut. Gemeinsam kämen SAP und Business Objects auf einen Marktanteil von 26%.

Erst vor einer Woche habe der Softwarekonzern seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Wie Finanzvorstand Werner Brandt auf einer Analystenpräsentation gesagt habe, strebe das Unternehmen für das laufende Fiskaljahr eine operative Marge am oberen Ende der Spanne von 28,5% bis 29,0% an. Im vergangenen Jahr habe SAP eine Marge von 27,3% erzielt. Mittelfristig habe sich der Konzern zum Ziel gesetzt, die operative Marge auf rund 35% zu steigern. Bei den Softwareumsätzen und den softwarebezogenen Erlösen peile SAP auf wechselkursbereinigter Basis mittelfristig weiterhin ein zweistelliges Wachstum an.

Die Aktie von SAP habe in den vergangenen Monaten beeindruckende relative Stärke gezeigt und habe als einer der wenigen DAX-Werte seit Jahresbeginn sogar zulegen können. Trotz der Einbußen in dieser Woche notiere der Titel derzeit 6% über seinem Stand Ende 2007. Mitte September sei sogar die seit April 2006 gültige Abwärtstrendlinie überwunden worden. Wenngleich diese Linie im Zuge des Ausverkaufs in dieser Woche wieder leicht unterschritten worden sei, sei dies als positives Zeichen zu werten. Halte die Unterstützungszone bei knapp 36 Euro, sei eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu erwarten.

Für höhere Notierungen spreche auch die fundamentale Seite. Denn die SAP-Aktie werde derzeit gerade einmal mit einem KGV von knapp über 16 bezahlt. Damit sei der Titel so günstig bewertet wie zuletzt im Jahr 2002, als der Kurs nach der langen Abwärtsbewegung an den Börsen im Tief bei rund 10 Euro notiert habe. Auch von dieser Seite bestehe also genügend Luft für weitere Kurssteigerungen. Die Chancen stünden gut, dass die Aktie nach der richtungslosen Seitwärtsbewegung der letzten Jahre ihr Comeback fortsetze. Notierungen in der Region um 47 Euro würden auf Sicht von zwölf Monaten realistisch erscheinen.

Trotz der allgemeinen Wirtschaftsabschwächung habe SAP seine Prognosen bekräftigt. Zudem laufe die Integration von Business Objects besser als erwartet. Auch durch diese Übernahme sei der SAP-Konzern hervorragend positioniert, um in den kommenden Jahren weiter zu wachsen. Der günstig bewertete DAX-Titel habe in den letzten Monaten relative Stärke gezeigt und bewege sich in einem intakten Aufwärtstrend, der weiter anhalten sollte.

Damit bleibt die SAP-Aktie auch in turbulenten Zeiten ein interessantes Investment, so die Experten von "Aktienservice Research". Auf dem aktuellen Kursniveau sollte sich der Einstieg auf lange Sicht lohnen. (Aktien Ausgabe 485 vom 01.10.2008) (02.10.2008/ac/a/d)





 
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