Suchen
Login
Anzeige:
So, 22. Mai 2022, 13:29 Uhr

Schlumberger

WKN: 853390 / ISIN: AN8068571086

Schlumberger langfristiger Kauf


18.12.08 08:44
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Schlumberger ein langfristiger Kauf.

Der massive Einbruch der Ölpreise habe auch die Aktienkurse von Ölservicedienstleistern in den vergangenen Monaten drastisch abrutschen lassen. So habe die Aktie des Branchenprimus Schlumberger seit Anfang Juli mehr als 60% an Wert verloren. Die erstklassige Marktstellung und die historisch günstige Bewertung würden auf dem aktuellen Kursniveau erste Käufe rechtfertigen.

Noch Anfang Juli habe der Ölpreis bei nahezu 150 US-Dollar einen neuen historischen Rekordstand erreicht, bevor die Aussicht auf einen globalen Wirtschaftsabschwung eine massive Abwärtsbewegung eingeleitet habe. Um mehr als 70% habe der Preis je Barrel seitdem nachgegeben. In der vergangenen Woche sei der Ölpreis zeitweise auf knapp über 40 US-Dollar abgesackt und habe damit so tief wie zuletzt Anfang 2005 notiert.

Der jüngste Einbruch erscheine genauso übertrieben wie der vorangegangene Anstieg. Wenngleich eine nachhaltige Trendwende noch nicht in Sicht sei, sollte das weitere Abwärtsrisiko begrenzt sein. So befinde sich in der Region um 38 US-Dollar eine charttechnische Unterstützungszone, die den Preisverfall aufhalten dürfte. Aus fundamentaler Sicht seien ohnehin deutlich höhere Notierungen gerechtfertigt. Denn langfristig werde der Energiebedarf weiter zunehmen. Diese steigende Nachfrage treffe jedoch auf ein begrenztes Angebot an Erdöl, was den Preis langfristig wieder steigen lassen werde.

Nach dem massiven Preisverfall sei es daher sinnvoll, sich jetzt nach geeigneten Investments umzusehen. Wer auf einen langfristig wieder anziehenden Ölpreis setzen wolle, sollte einen Blick auf die Unternehmen der Ölservice-Branche werfen. Denn kein anderes Segment profitiere so stark von einer möglichen Erholung der Ölpreise. Nachdem die Investitionen im Förderbereich jahrelang vernachlässigt worden seien, sei es durch die bis zur Jahresmitte massiv gestiegenen Ölnotierungen für die großen Ölmultis wieder lukrativ geworden, neue Vorkommen zu erschließen.

Große Konzerne wie Exxon Mobil, Chevron, BP oder Royal Dutch Shell hätten im Zuge steigender Preise damit begonnen, wieder mehr Geld in die Erschließung neuer Ölreserven zu stecken. Der größte Teil davon fließe in die Taschen der Ölservice-Unternehmen, die unter anderem nach neuen Ölfeldern suchen, Probebohrungen durchführen oder spezielle Datenverarbeitungssysteme für Bohrungen anbieten würden. Damit seien die Firmen der Ölservice-Branche die Hauptprofiteure dieser Entwicklung.

Wenngleich die Ölmultis nach dem jüngsten Preisverfall ihre Investitionen zumindest vorübergehend ein wenig zurückschrauben dürften, würden die Ölservice-Firmen als Zulieferer für die großen Ölkonzerne derzeit noch immer über ein ordentliches Auftragspolster verfügen. Sollte der Ölpreis nicht längerfristig auf seinem aktuellen Niveau verharren, sondern wieder auf Erholungskurs gehen, würden die Ölservice-Konzerne davon maßgeblich profitieren. Allen voran der Branchenprimus Schlumberger. Der weltweit größte Öl-Dienstleister beschäftige rund 80.000 Mitarbeiter und sei mit seinen drei Geschäftsfeldern Oilfield Services, Schlumberger Water Services und Seismik in mehr als 100 Ländern aktiv.

Der Konzern biete seinen Kunden in der Öl- und Gasindustrie Technologie, Informationslösungen und integriertes Projektmanagement zur Optimierung der Förderergebnisse. Dabei liefere Schlumberger eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen - von der seismischen Erfassung und Verarbeitung über die Formationsbewertung bis hin zu Bohrlochtests, Richtbohrungen und Bohrlochzementierung, Erdölförderung und Bohrlochkomplettierungen sowie Beratung, Software und Informationsmanagement. Damit sei Schlumberger innerhalb der Branche mit Abstand am besten und breitesten aufgestellt.

Obwohl sich das wirtschaftliche Umfeld in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich eingetrübt habe, sei davon in den letzten Geschäftszahlen bislang wenig zu spüren. Im dritten Quartal habe Schlumberger den Umsatz dank einer starken internationalen Nachfrage um 22% auf 7,26 Mrd. US-Dollar gesteigert und damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten übertroffen, die nur Erlöse von 7,02 Mrd. US-Dollar prognostiziert hätten. Der Nettogewinn habe sich um 13% auf 1,53 Mrd. US-Dollar oder 1,25 US-Dollar je Aktie erhöht und damit punktgenau die Erwartungen getroffen.

Für das Gesamtjahr 2008 würden Analysten im Schnitt einen Gewinnzuwachs um 12% auf 4,67 US-Dollar je Aktie und einen Umsatzanstieg von 18% auf 27,5 Mrd. US-Dollar erwarten. Im nächsten Jahr dürfte sich der Gewinn zwar leicht abschwächen, langfristig seien jedoch zweistellige Zuwachsraten mehr als realistisch. Dem stehe eine ausgesprochen günstige Bewertung gegenüber. Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2009 werde die Aktie derzeit nur mit einem KGV von knapp unter zehn bezahlt und sei damit historisch günstig bewertet. Auf lange Sicht sollte sie wieder deutlich höhere Notierungen anpeilen können.

Auch die Analysten gestünden der Schlumberger-Aktie erhebliches Potenzial zu. Im Schnitt würden sie das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten bei rund 70 US-Dollar sehen. In der vergangenen Woche erst habe die US-Bank Morgan Stanley das Papier in ihrer aktuellen Analyse mit "übergewichten" eingestuft und das Kursziel sogar bei 88 US-Dollar veranschlagt. Daneben gebe es auch aus charttechnischer Sicht erste Indizien für eine mögliche Bodenbildung. Eine alte Unterstützungszone im Bereich von 39 US-Dollar sei bei dem jüngsten Kursrutsch verteidigt worden. Die Chancen stünden gut, dass der Aktie in dieser Region die nachhaltige Wende gelinge.

Mit seiner erstklassigen Marktstellung sei Schlumberger ein Top-Investment im Ölservice-Bereich. Die Aktie sei historisch günstig bewertet und habe auf mittlere bis lange Sicht erhebliches Erholungspotenzial. Allerdings sollten sich Anleger darüber bewusst sein, dass die Kursentwicklung stark von der Entwicklung des Ölpreises abhänge. Ein anhaltend schwacher Ölpreis könnte kurzfristig noch weiteren Druck auf die Schlumberger-Aktie ausüben. Daher empfehle es sich, Engagements mit einem Stopp von 37,00 USD unter den jüngsten Tiefstkursen abzusichern.

Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Schlumberger ein langfristiger Kauf. (Aktien Ausgabe 496 vom 17.12.2008) (18.12.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
16.05.22 , Aktiennews
Schlumberger Aktie: Schlechte Nachrichten!
Der Schlumberger-Kurs wird am 16.05.2022, 14:02 Uhr an der Heimatbörse New York mit 40.74 USD festgestellt. Das ...
15.05.22 , Aktiennews
Schlumberger Aktie: Das könnte das Aus bedeuten [...]
Schlumberger, ein Unternehmen aus dem Markt "Öl & Gas Ausrüstung & Dienstleistungen", notiert aktuell ...
26.04.22 , Finanztrends
Schlumberger Aktie: Expertenbewertungen!
Schlumberger (NYSE:SLB) hat im letzten Quartal die folgenden Analystenbewertungen erhalten Bullish Einigermaßen ...