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Di, 17. Mai 2022, 18:47 Uhr

Schoeller-Bleckmann Oilfield

WKN: 907391 / ISIN: AT0000946652

Schoeller-Bleckmann kaufen


09.10.08 11:09
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" empfehlen mittel- bis langfristig orientierten Anlegern die Aktie von Schoeller-Bleckmann zu kaufen.

Der Anstieg der Ölnotierungen habe dafür gesorgt, dass die großen Ölkonzerne massiv in die Erschließung neuer Ölreserven investieren würden. Diese Entwicklung beschere Ölservice-Unternehmen wie Schoeller-Bleckmann einen regelrechten Auftragsschub. Die österreichische Gesellschaft verfüge in ihrer Nische über eine starke Marktposition. Mit einem einstelligen KGV sei die Aktie auf dem aktuellen Niveau ein aussichtsreiches Investment.

Auch wenn der Ölpreis von seinen Höchstständen im Juli bis dato um rund 40% korrigiert habe, notiere er noch immer höher als vor einem Jahr. Durch die gestiegenen Notierungen sei es für die großen Ölmultis lukrativ, neue Vorkommen zu erschließen. Nachdem die Investitionen im Förderbereich jahrelang vernachlässigt worden seien, hätten Exxon & Co. inzwischen damit begonnen, viel Geld in die Erschließung neuer Ölreserven zu stecken.

Der größte Teil dieses Geldes fließe in die Taschen der Ölservice-Unternehmen, die unter anderem nach neuen Ölfeldern suchen, Probebohrungen durchführen oder spezielle Datenverarbeitungssysteme für Bohrungen anbieten würden. Damit seien die Firmen der Ölservice-Branche die Hauptprofiteure dieser Entwicklung. Die Zulieferer für die großen Ölkonzerne könnten sich über prall gefüllte Auftragsbücher freuen.

Europäische Unternehmen würden im Ölservice-Bereich traditionell nur eine untergeordnete Rolle spielen. Eine Ausnahme sei jedoch die österreichische Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG. Der Konzern, der seit 1997 an der Börse gelistet sei, habe sich in einer Nische der Ölservice-Industrie in den letzten Jahren eine starke Marktposition erarbeitet.

Das Unternehmen sei einer der führenden Anbieter von Hochpräzisionsteilen für Richtbohrtechnologie. Schwerpunkt seien Herstellung und Vertrieb von hochfesten amagnetischen Bohrstrangkomponenten. Daneben liefere Schoeller-Bleckmann Bohrmotoren (Drilling Motors) für die Ölfeld-Service-Industrie und die Tiefbau-Industrie sowie Bohrwerkzeuge (Oil Tools). Darüber hinaus übernehme das Unternehmen auch Reparatur- und Wartungsarbeiten für Bohrstrangkomponenten. Zu den Kunden von Schoeller-Bleckmann würden unter anderem Branchengrößen wie Schlumberger, Halliburton oder Baker Hughes zählen.

Anfang Oktober habe Schoeller-Bleckmann die Übernahme von Techman Engineering gemeldet. Das britische Unternehmen produziere mit rund 70 Mitarbeitern Präzisionsteile, so genannte Collars, und Tools für die Ölfeld-Service-Industrie und habe zuletzt einen Jahresumsatz von rund 13 Mio. Britischen Pfund generiert. Mit dem Zukauf ergänze Schoeller-Bleckmann seine Kapazitäten im Kerngeschäft Hochpräzisionsteile für die Ölfeld-Service-Industrie und festige damit seine gute Marktposition. Techman solle als eigenständiges Unternehmen fortgeführt werden und seine bisherigen Kunden unverändert weiter beliefern. Neben der Produktion in Rotherham und dem Service&Supply-Shop Aberdeen sei Techman Engineering nun der dritte Betriebsstandort von Schoeller-Bleckmann in Großbritannien.

Neben gezielten Übernahmen würden die Österreicher das Wachstum durch die Erweiterung der Fertigungskapazitäten und die Ausweitung des Produktportfolios vorantreiben. Unter anderem arbeite das Unternehmen derzeit an einem intelligenten Motor, der eine Richtungsänderung des Bohrmeißels möglich mache.

Im ersten Halbjahr 2008 sei Schoeller-Bleckmann unverändert auf Wachstumskurs gewesen. So habe der Konzernumsatz mit 185,5 Mio. Euro um 23% über dem Vorjahreswert von 150,8 Mio. Euro gelegen. Dabei habe sich die Inbetriebnahme der neuen Produktionskapazitäten, insbesondere am Standort Ternitz, positiv bemerkbar gemacht. Währungsbereinigt wäre der Umsatz sogar um rund 37% gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich um 19% auf 41,9 Mio. Euro verbessert, während die EBIT-Marge leicht von 23,4% auf 22,6% zurückgegangen sei. Der Vorsteuergewinn sei um 15% auf 39,1 Mio. Euro gestiegen. Unter dem Strich habe Schoeller-Bleckmann mit 27,5 Mio. Euro 12% mehr als im Vorjahreszeitraum verdient.

Für eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung spreche der kumulierte Auftragseingang, der im Vergleich zum Vorjahr von 162,4 auf 175,6 Mio. Euro geklettert sei. Der Auftragsbestand habe Ende Juni mit 211 Mio. Euro auf dem gleichen Niveau wie im ersten Quartal 2008 gelegen. Angesichts der vollen Auslastung der Produktionskapazitäten erwarte das Management auch für das zweite Halbjahr eine anhaltend erfreuliche Geschäftsentwicklung.

Trotz der unverändert guten Zukunftsperspektiven habe sich die Aktie in den vergangenen Monaten nicht der allgemeinen Schwäche an den Börsen entziehen können. Vom Hoch, das vor knapp einem Jahr bei 76 Euro erreicht worden sei, habe sich die Notierung bis dato mehr als halbiert. Damit werde die Aktie derzeit nur noch mit einem KGV von 9 bezahlt. Den guten Aussichten werde diese Bewertung bei weitem nicht gerecht. Mittelfristig sollte die Aktie wieder deutlich höhere Notierungen anpeilen können. Überzeugt von den guten Perspektiven des österreichischen Konzerns sei offenbar auch Fidelity. Die renommierte Fondsgesellschaft habe Anfang September gemeldet, dass man seine Beteiligung an Schoeller-Bleckmann aufgestockt habe. Damit verfüge Fidelity mittlerweile über einen Anteil von gut 5% an dem Unternehmen.

Trotz der allgemeinen Wirtschaftsabschwächung verfüge Schoeller-Bleckmann über gute Perspektiven. Mit den bestehenden Aufträgen sei der Konzern bis weit ins nächste Jahr hinein voll ausgelastet. Positiv werde sich auch der wieder erstarkte US-Dollar auswirken, weil die Verkäufe größtenteils in US-Dollar abgewickelt würden, während Kosten überwiegend in Euro anfallen würden. Nach dem Kursrutsch der letzten Monate sei die Aktie mit einem KGV von 9 sehr günstig bewertet.

Zu den aktuellen Ausverkaufspreisen sollte sich für mittel- bis langfristig orientierte Anleger der Einstieg in die Aktie von Schoeller-Bleckmann daher auf jeden Fall bezahlt machen, so die Experten von "Aktienservice Research". (Aktien Ausgabe 486 vom 08.10.2008) (09.10.2008/ac/a/a)




 
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