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Mo, 16. Mai 2022, 11:16 Uhr

Shaw Group

WKN: 888988 / ISIN: US8202801051

Shaw Group spekulativer Kauf


16.07.08 09:29
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Shaw Group ein spekulativer Kauf.

Hierzulande sei der amerikanische Ingenieur- und Baukonzern Shaw Group kaum bekannt. Dies könnte sich aber schon bald ändern, denn die Zukunft des Unternehmens sehe rosig aus. Vor allem wegen des Bestrebens vieler großer Volkswirtschaften, in den nächsten zwei Jahrzehnten weltweit nahezu 200 neue Atomkraftwerke zu bauen. Auf diesem Gebiet sei die Gesellschaft weltweit führend!

Gegründet worden sei die Shaw Group 1987 durch Jim Bernhard. Die Geschäftsidee seien diverse Ingenieurarbeiten, die Entwicklung von Projekten und Servicearbeiten im Industriesegment gewesen. Dabei sei das Geschäftsfeld in den vergangenen 21 Jahren immer weiter ausgebaut worden. Heute beschäftige der Konzern weltweit mehr als 27.000 Mitarbeiter. Dabei zähle er zu den führenden Anbietern von Dienstleistungen in den Bereichen Technik, Engineering, Beschaffung, Konstruktion, Instandhaltung, Herstellung, Anfertigung, Consulting, Sanierung und Anlagenmanagement für Kunden, die sowohl aus dem staatlichen als auch aus dem privatwirtschaftlichen Sektor kommen würden und überwiegend in den Bereichen Energie, Chemie, Umwelt, Infrastruktur und Notfallschutz tätig seien.

Es werde zwar Pessimisten geben, die in diesen Tagen von einem Investment in diese Branche abraten würden. Zu groß sei die Furcht, dass die Immobilienkrise - vor allem in den USA - noch immer nicht zu Ende sei und eine drohende Rezession ebenfalls nicht für einen Wertpapierkauf in diesem Segment spreche. Doch gerade den Skeptikern könne erwidert werden, dass der Konzern recht gut aufgestellt sei. Auch das Schlagwort Klimawandel könne in diesem Zusammenhang erwähnt werden, denn der US-Konzern sei ein Nutznießer der Umweltschutzdiskussionen. So sei an dieser Stelle darauf zu verweisen, dass auf das Know-how gerade beim Bau von Kernkraftwerken gerne zurückgegriffen werde. Die Auftragsbücher seien jedenfalls voll.

Allein im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (bis Ende August) seien neue Aufträge mit einem Volumen von 4 Mrd. US-Dollar an Land gezogen worden. Zudem sei der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23% und zum Vorquartal um 15% auf 16,4 Mrd. US-Dollar geklettert. Nach Angaben der Gesellschaft dürften davon etwa 40% oder 6,5 Mrd. US-Dollar in den nächsten zwölf Monaten abgearbeitet werden und somit zu Umsätzen führen.

Aber nicht nur die Auftragslage sei glänzend - auch die Ergebnisse des dritten Quartals hätten sich sehen lassen können. Shaw Group habe ohne Sondereffekte Rekordergebnisse erzielt. So sei der Umsatz im Zeitraum März bis Mai von 1,6 auf 1,82 Mrd. US-Dollar geklettert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei von 73,5 auf 116,5 Mio. US-Dollar geschnellt. Hierin nicht enthalten seien Einmaleffekte in Zusammenhang mit der Sparte Westinghouse. Ohne sie habe sich auch der Nachsteuergewinn von 54,1 auf 58,7 Mio. US-Dollar erhöht. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sei auf dieser Basis von 0,66 auf 0,70 US-Dollar geklettert. Inklusive des Verlustes des Segments Westinghouse von 4,8 Mio. US-Dollar sei der Überschuss indes leicht von 54,1 auf 53,9 US-Dollar zurückgegangen.

Die vorgelegten Ergebnisse hätten deutlich über den Schätzungen der Analysten gelegen, die umgehend reagiert hätten. Für das gerade laufende vierte Quartal würden die Experten mit einem EPS von durchschnittlich 0,70 US-Dollar rechnen. Dabei reiche die Spanne von 0,66 bis 0,79 US-Dollar. Ohnehin würden immer mehr Experten den Wert entdecken. Derzeit würden vier Analystenhäuser die Aktie mit "strong buy", zwei mit "buy" und sieben mit "hold" bewerten. Aufgrund der Positionierung und dem Ende der lang anhaltenden Investitionszurückhaltung verschiedener staatlicher Stellen und Unternehmen dürfte es hier weitere positive Nachrichten geben.

Die Geschäfte bei Shaw Group würden gut laufen, sowohl die Ergebnisse als auch der hohe Auftragsbestand würden aus fundamentaler Sicht klare Kaufargumente darstellen. Die guten Aussichten würden sich auch in der Aktienkursentwicklung widerspiegeln. In den vergangenen Jahren habe sich ausgehend vom Tief im August 2003 ein Aufwärtstrend ausgebildet, dessen vorläufiger Höhepunkt das im Oktober 2007 erreichte bisherige Allzeithoch von 77,30 US-Dollar gewesen sei. Von diesem sei das Papier in den vergangenen Monaten zurückgekommen, was als Korrektur im Aufwärtstrend gewertet werden könne.

Sollte es dem Papier nun gelingen, die dabei gebildete Abwärtstrendlinie von derzeit etwa 65 US-Dollar zu überwinden, wäre dies als technisches Kaufsignal zu werten. Entsprechend könnten dann bei dem nicht ganz billigen Papier spekulative Long-Investitionen infrage kommen, die im Bereich von 57,00 US-Dollar abgesichert würden. Als Kursziel für die nächsten 12 bis 18 Monate wäre das bisherige Allzeithoch von 77,30 US-Dollar anzusehen.

Die Experten von "Aktienservice Research" stufen die Aktie von Shaw Group als spekulativen Kauf ein. (Global Markets Ausgabe 399 vom 15.07.2008) (16.07.2008/ac/a/a)




 
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