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Software AG

WKN: A2GS40 / ISIN: DE000A2GS401

Software AG profitiert von Quartalszahlen und angehobener Jahresprognose


11.11.10 09:22
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" stufen die Aktie der Software AG als spekulativen Kauf ein.

Die Software AG sei gemessen an Umsatz und Marktkapitalisierung der zweitgrößte Softwarekonzern in Deutschland - hinter Branchenprimus SAP. Beim Vergleich der Performance im bisherigen Jahresverlauf 2010 habe aber das deutlich kleinere Unternehmen die Nase vorn. Zuletzt habe es von den Quartalszahlen und der angehobenen Jahresprognose profitiert.

Die Software AG wolle nun ihren Vorjahresgewinn von 141 Mio. Euro um 18% bis 20% übertreffen. Bisher habe sie ein Wachstum von 10% bis 12% in Aussicht gestellt. Gleichzeitig habe der Konzern das Umsatzziel von deutlich mehr als 1 Mrd. Euro (2009: 847 Mio. Euro) bekräftigt und erwarte etwas konkreter ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen 25% und 30%.

Der für Softwarefirmen wichtige Produktumsatz, also die Einnahmen durch den Verkauf von Softwarelizenzen, solle dabei zwischen 12% und 15% zulegen. Basis für die erhöhte Gewinnprognose seien den Angaben zufolge die verbesserte Auslastung der Serviceberater, degressive Kostenquoten und die Realisierung von Kostensynergien aus der 2009 gekauften IDS Scheer AG (ISIN DE0006257009 / WKN 625700).

Die erfolgreiche Integration von IDS Scheer zeige sich auch in den Zahlen zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2010. Im Zeitraum Juli bis September habe es ein deutliches Umsatzplus in sämtlichen Geschäftsbereichen gegeben. Insgesamt seien die Einnahmen zum Vorjahreszeitraum um 29% auf 275,3 Mio. Euro geklettert. Währungsbereinigt seien es 22% im Plus gewesen. Insbesondere das Servicegeschäft habe stark angezogen und entgegen dem normalen saisonalen Verlauf sogar das zweite Quartal übertroffen. Insgesamt seien die Serviceeinnahmen um 55% auf 109,1 Mio. Euro geklettert. Der Produktumsatz habe sich von 143 auf 166,2 Mio. Euro erhöht.

Ferner habe sich die Gesellschaft darüber gefreut, dass sich die bereits im ersten Halbjahr spürbare Nachfragebelebung in Amerika auch im dritten Quartal fortgesetzt habe. Getragen von den großen Märkten USA und Brasilien, habe sie in der Region erneut zweistellige Zuwachsraten verzeichnen können. Deutlich besser als im Konzerndurchschnitt habe sich zudem das Geschäft in Deutschland, Australien und Nahost entwickelt. Durch die guten Geschäfte im Ausland habe die Software AG auch von günstigen Wechselkurseffekten profitiert.

Die positive Geschäftsentwicklung sei auch auf der Ertragsseite deutlich sichtbar. Auch hier würden schon die Mechanismen wirken, die mit zu der erhöhten Gewinnprognose für das Gesamtjahr geführt hätten: eine verbesserte Auslastung der Berater und die Realisierung von Kostensynergien durch den Zusammenschluss mit IDS Scheer. Hinzugekommen seien positive Wechselkurseffekte. Insgesamt habe die Software AG somit zweistellige Zuwächse und erneut Rekordwerte bei den Ertragskennziffern erreichen können.

Konkret sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 23% auf 69,1 Mio. Euro geklettert. Unterm Strich habe der Konzern 45,6 Mio. Euro und damit 20% mehr verdient. Deutliche Zuwächse habe es ferner in den ersten neun Monaten 2010 gegeben. Hier sei der Umsatz um 43% auf 792,9 Mio. Euro geklettert, wobei der Produktumsatz um 19% auf 474,8 Mio. Euro zugenommen habe. Im Servicegeschäft habe es mit einem Anstieg von 155,9 auf 318,1 Mio. Euro sogar mehr als eine Verdoppelung gegeben. Ferner sei das EBIT um 26% auf 174,6 Mio. Euro gestiegen. Der Überschuss habe sich um 20% auf 111 Mio. Euro erhöht.

Angesichts der starken Zahlen sei es nicht verwunderlich, dass sich Firmenlenker Karl-Heinz Streibich sehr zufrieden gezeigt habe. Er habe erläutert, dass das abgelaufene dritte Quartal 2010 die Wachstumsstrategie der Software AG erneut bestätigt habe. "Der Zusammenschluss mit IDS Scheer im August 2009 zielte auf Umsatz- und Kostensynergien ab, die sich im abgelaufenen Quartal erstmals sehr positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben", habe er gesagt. Außerdem habe der Vorstand hervorgehoben, dass der Konzern nach der organisatorischen Verschmelzung von den Vorteilen eines deutlich größeren Unternehmens profitiere.

Die 1969 gegründete Software AG zähle sich heute selbst zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich Business Process Excellence. Die Gesellschaft biete ihren Kunden Produkte, Lösungen und Services für das Management von Geschäftsprozessen (BPM), die sich durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit bei vergleichsweise niedrigen Kosten auszeichnen würden. Die branchenführenden Marken ARIS, webMethods, Adabas, Natural, CentraSite und IDS Scheer Consulting würden sich dabei zu einem einzigartigen Portfolio zusammenfügen.

Die heute vorhandene geschäftliche Basis sowie auch der geschäftliche Erfolg würden sich auf kontinuierlichen Innovationen und frühzeitiger Internationalisierung gründen. Aber auch Übernahmen hätten geholfen: In den vergangenen drei Jahren habe die Software AG sieben Firmen akquiriert. Dazu habe 2007 mit webMethods ein Marktführer in den Bereichen Integrationstechnologie und BPM gehört. 2009 habe sich mit der IDS Scheer AG der Marktführer in der Prozessmodellierung hinzugesellt.

Mit diesem Zukauf sei aus der Software AG, die bislang auf Infrastruktursoftware für Geschäftsprozesse, also Modernisierung, Automatisierung und Optimierung vorhandener IT-Systeme und -Prozesse spezialisiert gewesen sei, ein Komplettanbieter von Softwarelösungen für das so genannte Business Process Excellence geworden. Ein sehr komplexes Feld, gelte es doch, IT-Systeme unterschiedlicher Hersteller unter einen Hut zu bringen sowie technische und betriebswirtschaftliche Kennzahlensysteme zu etablieren, da sich nur so Geschäftsprozesse sinnvoll messen, steuern und optimieren lassen würden. Durch die Übernahme von IDS Scheer könne die Software AG ihren Kunden nun diesbezügliche Lösungen aus einer Hand bieten.

Die Software AG zeichne sich durch ein robustes und zukunftsträchtiges Geschäftsmodell aus. Mit ihren Lösungen helfe sie Unternehmen, bei der Steuerung und Optimierung von Kernprozessen. Angesichts der glänzenden Marktposition sowie des kontinuierlich ausgebauten und verbesserten Produktportfolios sollte die Gesellschaft auch künftig vom steigenden Bedarf effizienter Softwaresysteme in den Unternehmen profitieren. Zudem sei die Software AG vergleichsweise wenig konjunkturabhängig, da die angebotenen Produkte und Dienstleistungen zumeist als laufende Kosten bei den Kunden verbucht würden und somit nicht in den Investitionsbereich fallen würden, der in Krisenzeiten oft zuerst dem Rotstift zum Opfer falle.

Aus fundamentaler Sicht ist die Akte der Software AG nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" somit interessant. Charttechnisch betrachtet versuche sich die Aktie gerade am Widerstand von 99,55 Euro. Ein nachhaltiges Überschreiten spräche für weitere Zuwächse, wobei das Papier auf mittelfristige Sicht dann womöglich Spielraum bis in den Bereich von mehr als 120,00 Euro hätte. (Aktien Ausgabe 521 vom 10.11.2010) (11.11.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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