US Diskontsatzsenkung war Trendwende
17.01.01 00:00
Changewave
Nach einer Untersuchung von Ned Davis Research habe bei 17 von 21 Zyklen von Zinssenkungen durch die amerikanische Notenbank die erste solche Senkung zu einer Bodenbildung auf den Aktienmärkten geführt. Das scheibt Tobin Smith, Chefanalyst von Changewave, einer auf zukunftsweisende Technologien spezialisierten Anlageberatungsfirma. In den verbleibenden 4 Fällen habe bei 3 davon die zweite Zinssenkung diese Bodenbildung angezeigt, während im letzten Fall, im November 1929, zumindest 5 Monate lang steigende Kurse zu verzeichnen gewesen seien, bevor das Kursnieveau noch einmal für 2 Jahre einbrach.
Auch würde nach Meinung von Smith das Rezessionsargument derzeit nicht stimmen. Noch nie habe es eine „Vollbeschäftigungs – Rezession“ gegeben. Diejenigen, die trotzdem von einer Rezession sprächen, würden 3 wesentliche Punkte außer Acht lassen:
Die Hochtechnologiesparten würden immer noch nach Arbeitskräften schreien, obwohl sie um 72% mehr bezahlten als der Industriedurchschnitt. Entlassungswellen im sogenannten „Rost Gürtel“ und bei den explodierenden Dot-Coms würden von der Gesamtbranche absorbiert, oft sogar zu höheren Gehältern. Smith erwarte eine Arbeitslosenrate von nicht mehr als 4,5%, was wohl kaum einer Rezession entspreche.
Dort wo man von einer Rezession sprechen könne, gehe es um die Produktion von Low Tech und dauerhaften Konsumgütern oder um sinkende Gewinne. Produktionen machten aber nur mehr 20% des Bruttosozialproduktes (BSP) aus, von denen wiederum nur die Hälfte auf Low Tech und dauerhafte Konsumgüter entfielen., während das durch Hochtechnologien erwirtschaftete BSP im Jahr 2001 für 50% des BSP-Wachstums verantwortlich zeichnen werde, mehr als im Jahr 2000. Zwar werde man ein auf 1-2% reduziertes BSP-Wachstum wie eine Rezession empfinden, tatsächlich aber werde sich dadurch nur der Übergang der Wirtschaft von einer auf Low Tech und Konsumgütern basierenden Wirtschaft auf eine Hochtechnologie – Wirtschaft beschleunigen, wobei bis zum Jahr 2010 mehr als die Hälfte des gesamten BSPs auf High Tech entfallen werde.
Greenspan & Co. hätten mit der Zinssatzsenkung zwischen 2 Notenbanksitzungen aus nicht-finanziellen Gründen eine historische Veränderung hin zu einer vorausschauenden Geldpolitik vollzogen. Greenspan werde es nicht zulassen, daß sein Vermächtnis an die neue Regierungsmannschaft um Präsident Bush darin bestände, ihnen das Leben durch eine zu späte Reaktion auf rückläufige Wirtschaftsdaten schwer zu machen. Die Senkung um ½ Prozent im Januar und möglicherweise ein weiteres Prozent bis April werde der Psychologie der amerikanischen Wirtschaft wieder Optimismus verleihen und deutlich machen, daß die Welt noch nicht am Ende sei.
Drei Dinge würden zusätzlich noch helfen, den Sturm abflauen zu lassen, der im Jahr 2000 die Aktienmärkte erfaßt habe: ein Ölpreis von 25 $/Barrel, 6 $ je Million BTU (Britische Energieeinheit) Erdgas und ein Eurokurs von 0,95 $.
Auch technisch betrachtet, könne man daran, daß das Umsatzvolumen fallend war, als der NASDAQ Index unlängst nach einem starken Sprung nach oben wieder 3 Tage hintereinander fiel, sehen, daß die Börsenpessimisten nicht mehr die Kraft hätten, die NASDAQ wieder in den Keller zu schicken.
Ein weiteres positives Zeichen sei, daß negative Nachrichten (wie unlängst bei Nokia) jetzt nicht mehr den gesamten Aktienmarkt mit nach unten zögen. Zwar seien die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der im S&P 500 vertretenen Unternehmen nach wie vor fallend, gleichzeitig würden sie aber zunehmend den Grund für positive Überraschungen legen. Weiters sei der gesamte Bargeldbestand der amerikanischen Investmentfonds derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 1997, was die kommende Kursralley mit dem benötigten Brennstoff ausstatten werde.
Auch würde nach Meinung von Smith das Rezessionsargument derzeit nicht stimmen. Noch nie habe es eine „Vollbeschäftigungs – Rezession“ gegeben. Diejenigen, die trotzdem von einer Rezession sprächen, würden 3 wesentliche Punkte außer Acht lassen:
Die Hochtechnologiesparten würden immer noch nach Arbeitskräften schreien, obwohl sie um 72% mehr bezahlten als der Industriedurchschnitt. Entlassungswellen im sogenannten „Rost Gürtel“ und bei den explodierenden Dot-Coms würden von der Gesamtbranche absorbiert, oft sogar zu höheren Gehältern. Smith erwarte eine Arbeitslosenrate von nicht mehr als 4,5%, was wohl kaum einer Rezession entspreche.
Greenspan & Co. hätten mit der Zinssatzsenkung zwischen 2 Notenbanksitzungen aus nicht-finanziellen Gründen eine historische Veränderung hin zu einer vorausschauenden Geldpolitik vollzogen. Greenspan werde es nicht zulassen, daß sein Vermächtnis an die neue Regierungsmannschaft um Präsident Bush darin bestände, ihnen das Leben durch eine zu späte Reaktion auf rückläufige Wirtschaftsdaten schwer zu machen. Die Senkung um ½ Prozent im Januar und möglicherweise ein weiteres Prozent bis April werde der Psychologie der amerikanischen Wirtschaft wieder Optimismus verleihen und deutlich machen, daß die Welt noch nicht am Ende sei.
Drei Dinge würden zusätzlich noch helfen, den Sturm abflauen zu lassen, der im Jahr 2000 die Aktienmärkte erfaßt habe: ein Ölpreis von 25 $/Barrel, 6 $ je Million BTU (Britische Energieeinheit) Erdgas und ein Eurokurs von 0,95 $.
Auch technisch betrachtet, könne man daran, daß das Umsatzvolumen fallend war, als der NASDAQ Index unlängst nach einem starken Sprung nach oben wieder 3 Tage hintereinander fiel, sehen, daß die Börsenpessimisten nicht mehr die Kraft hätten, die NASDAQ wieder in den Keller zu schicken.
Ein weiteres positives Zeichen sei, daß negative Nachrichten (wie unlängst bei Nokia) jetzt nicht mehr den gesamten Aktienmarkt mit nach unten zögen. Zwar seien die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der im S&P 500 vertretenen Unternehmen nach wie vor fallend, gleichzeitig würden sie aber zunehmend den Grund für positive Überraschungen legen. Weiters sei der gesamte Bargeldbestand der amerikanischen Investmentfonds derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 1997, was die kommende Kursralley mit dem benötigten Brennstoff ausstatten werde.
